
Beppu Jigoku Höllen
Kyushu-Okinawa Region
Die Beppu Jigoku Höllen in Beppu, Präfektur Ōita, Japan, sind eine berühmte Gruppe von heißen Quellen, die als Ort von besonderer landschaftlicher Schönheit (Place of Scenic Beauty) ausgewiesen sind. Im Gegensatz zu typischen Onsen-Quellen zum Baden dienen diese „Höllen“ ausschließlich dem Zuschauen: Hier werden verschiedene geothermische Phänomene gezeigt – darunter kochender Schlamm, farbenprächtige Wasserbecken und ausbrechende Geysire. Die Anlage umfasst sieben Haupt-Höllen: Sea Hell, bekannt für sein intensives blaues Wasser; Oniishibozu Hell mit sprudelndem Schlamm, der an Tonsuren wie von Mönchen erinnert; Kamado Hell mit heißem Wasser, das je nach Temperatur und Wetterbedingungen seine Farbe wechselt; Crocodile Hell, das etwa 80 Krokodile in einem warmen Lebensraum beherbergt; Shiraike Hell mit hellblauem Wasser neben einem Aquarium mit tropischen Fischen; Chinoike Hell, die älteste natürliche Hölle mit rotem heißem Schlamm; und Tatsumaki Hell, ein Geysir, der alle 30–40 Minuten ausbricht. Die gesamte Rundstrecke, Beppu Jigoku Meguri genannt, dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Die leuchtenden Farben und die einzigartige geothermische Aktivität machen die Höllen zu einer faszinierenden Naturattraktion – ein gelungener Mix aus geologischem Staunen und kultureller Bedeutung im Onsen-Ort Beppu.
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Tipp: Besuchen Sie die Höllen unter der Woche oder früh am Morgen, um großen Menschenmengen aus dem Weg zu gehen und ein entspannteres Erlebnis zu haben. Erwägen Sie den Kauf eines Kombitickets für alle sieben Höllen, um Zeit und Geld zu sparen. Der Geysir bei Tatsumaki Hell bricht alle 30–40 Minuten aus – planen Sie Ihren Besuch entsprechend, um diese spektakuläre Naturschau zu erleben. Die Krokodil-Fütterungsdemonstrationen finden am Wochenende bei Crocodile Hell statt und bieten eine besondere Gelegenheit zum Beobachten. Tragen Sie bequeme Wanderschuhe: Die Hauptgruppe der Höllen liegt fußläufig beisammen, einige Stationen erfordern jedoch Bus- oder Autozugang.
Interessante Fakten
- •Der Name „Jigoku“ bedeutet auf Japanisch „Hölle“ und spiegelt den historischen Ruf des Gebiets wider, das aufgrund seiner intensiven geothermischen Aktivität als unheimlich und gefährlich galt.
- •Tatsumaki Hell ist die einzige Geysir-Hölle und kann bis zu 30 Meter hoch ausbrechen – ein schützendes Dach begrenzt jedoch die Höhe, die für Zuschauer sichtbar ist.
- •Der kochende Schlamm in Oniishibozu Hell sprudelt so, dass er an die geschorenen Köpfe buddhistischer Mönche erinnert – daher kommt auch der Name.
- •Crocodile Hell war die erste Krokodil-Zuchtanlage in Japan: Die natürliche Wärme wurde genutzt, um für etwa 80 Krokodile ein geeignetes Umfeld zu schaffen.
- •Chinoike Hell ist die älteste natürliche Hölle in Japan – bekannt für seinen markanten rot gefärbten heißen Schlamm.
Geschichte
Die Beppu Jigoku Höllen sind seit über tausend Jahren bekannt.
Hinweise darauf finden sich im antiken „Bungo Fudoki“, das die Gegend als unheilvoll beschreibt – wegen dampfender Ausströmungen, kochendem Schlamm und heißen Quellen.
Der Begriff „jigoku“ (also „Hölle“) entstand aus der Angst und dem Meiden der lokalen Bevölkerung vor diesen geothermischen Arealen.
Im Laufe der Zeit wurden die natürlichen Erscheinungen zu touristischen Attraktionen weiterentwickelt.
Mehrere der Höllen – darunter Sea Hell, Blood Pond Hell, Tornado Hell und White Pond Hell – sind landesweit als Orte von besonderer landschaftlicher Schönheit ausgewiesen, und zwar wegen ihrer markanten Farben und Formen.
Ortsführer
Sea Hell (Umi Jigoku)
Der Ausgangspunkt der Jigoku-Meguri-Tour: Mit blau leuchtendem Wasser, das auf 98 Grad Celsius erhitzt wird – traditionell zum Kochen von Onsen-Eiern genutzt.
Oniishibozu Hell (Oniishibozu Jigoku)
Berühmt für seine kochenden grauen Schlammpools: Blasen ähneln den kahlen Köpfen buddhistischer Mönche – und geben der „Hölle“ ihren Namen.
Kamado Hell (Kamado Jigoku)
Hier findet man eine Vielzahl heißer Quellen, bei denen eine Quelle je nach Temperatur und Wetterbedingungen die Farbe wechselt.
Crocodile Hell (Oniyama Jigoku)
Heimat für etwa 80 Krokodile: Diese Hölle war Japans erste Krokodil-Zuchtanlage. Man machte sich die natürliche Wärme zunutze, um einen passenden Lebensraum zu schaffen.
Shiraike Hell (Shiraike Jigoku)
Ein hellblauer Teich neben einem Aquarium mit tropischen Fischen. Dort leben Arten wie Pirarucus und Piranhas – möglich gemacht durch den warmen Dampf aus der heißen Quelle.
Chinoike Hell (Chinoike Jigoku)
Japans älteste natürliche Hölle: Berühmt für ihren rot gefärbten heißen Schlamm, der ihr den Namen „Blood Pond Hell“ (Blutpfuhl-Hölle) eingebracht hat.
Tatsumaki Hell (Tatsumaki Jigoku)
Die einzige Geysir-Hölle unter den Jigoku: Sie bricht alle 30–40 Minuten aus und erreicht dabei Höhen von bis zu 30 Metern. Ein Dach begrenzt jedoch die sichtbare Höhe für Besucher.
Kontakt
Telefon: 0977-66-1577