Iwami Ginzan Silbermine

Iwami Ginzan Silbermine

Chugoku Region

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Die Iwami Ginzan Silbermine liegt in der Stadt Ōda in der Präfektur Shimane. Sie war die größte Silbermine der japanischen Geschichte und lief von 1526 bis 1923. Entdeckt wurde sie vom Händler Kamiya Jutei, der die fortschrittliche Haifukiho-Methode des Silberbergbaus einführte. In den frühen 1600er-Jahren erreichte die Mine ihren Produktionshöhepunkt: Sie förderte etwa 38 Tonnen Silber pro Jahr und stellte damit zur damaligen Zeit einen bedeutenden Anteil an der weltweiten Silberversorgung. Das Silber war besonders begehrt und zirkulierte weithin als Zahlungsmittel in Japan sowie im Handel mit China, Portugal und den Niederlanden. Nach der Schlacht von Sekigahara 1600 sicherte sich das Tokugawa-Shogunat die Kontrolle über die Mine. Zum Schutz wurden unter anderem Burgen und Barrikaden errichtet. Zur Kulturlandschaft der Mine gehören Bergbaugruben, Schächte, Verwaltungs- und Wohnbereiche, religiöse Stätten, Burgen, Häfen und Verkehrswege – ein einzigartiges Zusammenspiel von Industrie und Gemeinschaftsleben. Nachhaltige Forstwirtschaftsmaßnahmen hielten Umweltschäden gering und trugen dazu bei, dass die Mine 2007 als UNESCO-Welterbestätte eingetragen wurde. Heute können Besucher gut erhaltene historische Gebäude erkunden, Bergbautunnel wie den Ryugenji Mabu besichtigen und das Ortsbild erleben, das an die erfolgreiche Vergangenheit der Mine erinnert.

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Tipp: Besucher sollten mit dem Iwami Ginzan World Heritage Center starten, wo es Parkmöglichkeiten gibt, und anschließend mit dem lokalen Shuttlebus in den Bereich der historischen Ortschaft fahren, um die Umwelt zu schonen und die Sicherheit zu gewährleisten. Die beste Reisezeit ist im Frühling und im Herbst – dann ist das Wetter angenehm und die Aussicht besonders schön. Für ein tieferes Verständnis werden geführte Touren angeboten; mit vorab gekauften Tickets oder Reservierungen für besondere geführte Rundgänge lässt sich das Erlebnis zusätzlich verbessern. Für Gruppen, Senioren und Schüler/Studenten können Ermäßigungen verfügbar sein. Das Mieten von Fahrrädern ist eine beliebte Art, die weitläufige Kulturlandschaft zu erkunden.

Interessante Fakten

  • In der Hochphase lieferte Iwami Ginzan Anfang der 1600er-Jahre etwa ein Drittel der weltweiten Silberversorgung.
  • Das Silber der Mine, bekannt als „Soma Silver“, war besonders wertvoll und wurde in ganz Ostasien sowie in Europa weit gehandelt.
  • Auf dem Gelände gibt es drei historische Burgen, die im 16. Jahrhundert zum Schutz der Bergbauanlage errichtet wurden.
  • Nachhaltige Holzschlagpraktiken in Iwami Ginzan minimierten Abholzung und Umweltschäden – für große Bergbaubetriebe der damaligen Zeit eher ungewöhnlich.
  • Die Mine und ihre Kulturlandschaft wurden 2007 sowohl wegen ihres kulturellen als auch ihres Umweltwerts als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet.

Geschichte

1526

1526 von Kamiya Jutei entdeckt, entwickelte sich die Iwami Ginzan Silbermine rasch zum größten Silberproduzenten Japans und setzte dabei auf innovative Techniken aus Korea.

In der ersten Hälfte des 17.

Jahrhunderts erreichte die Mine ihren Höhepunkt und hatte großen Einfluss auf Handel und Währung in Ostasien.

1600

Die Kontrolle ging nach 1600 auf das Tokugawa-Shogunat über, was zu einer verstärkten, befestigten Absicherung des Standorts führte.

Der Rückgang der Silberproduktion im 19.

1923

Jahrhundert machte den Kupferbergbau erforderlich, bevor die Mine 1923 geschlossen wurde.

1969

Die Erhaltungsmaßnahmen begannen 1969 und mündeten darin, dass die Stätte 2007 aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung sowie des nachhaltigen Umweltmanagements zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde.

Ortsführer

1
Ryugenji Mabu-Tunnel16. Jahrhundert

Ein berühmter Bergbautunnel, der für Besucher geöffnet ist und einen Einblick in die unterirdischen Silberbergbau-Techniken gibt, die während des Betriebs der Mine verwendet wurden. Er bietet ein kühles, stimmungsvolles Erlebnis und vermittelt Ansichten historischer Bergbaumethoden.

2
Omori-Ortsbild16.-17. Jahrhundert

Die historische Ortschaft Omori bietet erhaltene traditionelle Gebäude, Händlerhäuser, Tempel und Straßen, die das erfolgreiche Gemeinschaftsleben der Bergbauzeit seit der Edo-Periode widerspiegeln.

3
Iwami Ginzan World Heritage CenterNeuzeit

Das wichtigste Besucherzentrum mit Ausstellungen zur Geschichte der Mine, zu den Bergbautechnologien, zur Kulturlandschaft sowie zu ihrer Rolle im internationalen Handel. Es dient den Besuchern als Orientierungspunkt, bevor sie das Gelände erkunden.

4
Ruinen der Burg Yamabuki16. Jahrhundert

Die Ruinen einer der drei Burgen, die im 16. Jahrhundert errichtet wurden, um die Bergbaubetriebe zu schützen. Von hier aus hat man einen weiten Blick über die umliegende Kulturlandschaft.

Kontakt

Telefon: 0854-88-9950