
Okayama-Schloss
Chugoku Region
Das Okayama-Schloss liegt in der Stadt Okayama im japanischen Chūgoku-Gebiet und ist eine historisch bedeutende japanische Burg, die ursprünglich 1597 während der Sengoku-Zeit fertiggestellt wurde. Die Burg wurde auf einer Reihe kleiner Hügel nahe dem Asahi-Fluss erbaut und war die Festung des Ukita-Clans, später herrschten dort die Kobayakawa- und Ikeda-Clans. Lokal ist sie als „Ujō“ oder „Crow Castle“ bekannt – wegen der charakteristischen, schwarz lackierten Außenfassade. Das Schloss besitzt eine vierstöckige, sechsstufige Gesamtanlage mit einem einzigartigen, vielschichtigen Design, das an die Tenshu von Azuchi Castle erinnert. Zu den strategischen Elementen gehörten Wassergräben, die durch umgeleitete Flussarme entstanden, sowie eine Schlossstadt, die auf einer Nord-Süd-Achse angelegt war. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Burg 1945 bei Luftangriffen schwere Schäden und verlor ihren ursprünglichen Bergfried. Dieser wurde 1966 aus bewehrtem Beton wiederaufgebaut, um die historische Silhouette zu restaurieren. Heute steht das Schloss direkt neben dem Korakuen-Garten – einem von Japans drei großen Gärten – und steigert damit die kulturelle sowie touristische Attraktivität. Das Schlossgelände umfasst noch erhaltene Türme, die als Important Cultural Properties ausgewiesen sind, sowie Überreste der originalen Steinmauern und Wassergräben. Besucher können den rekonstruierten Bergfried, verschiedene Tore erkunden und Panoramaausblicke über die Stadt und den Asahi-Fluss genießen.
Planen Sie Ihre Reise nach Japan mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Okayama-Schloss ist im Frühling, wenn die Kirschblüten blühen, oder im Herbst für buntes Laub – so kommt die dramatische schwarze Silhouette der Burg besonders gut zur Geltung. Tickets gibt es vor Ort, doch ein vorheriger Kauf kann helfen, Wartezeiten in der Hochsaison zu vermeiden. Kombinieren Sie Ihren Ausflug gern mit einem Besuch des nahegelegenen Korakuen-Gartens, um ein rundes kulturelles Erlebnis zu haben. Das Schloss ist täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, die letzte Einlasszeit ist um 17:00 Uhr. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach saisonalen Veranstaltungen und Ausstellungen, die den Besuch bereichern.
Interessante Fakten
- •Das Okayama-Schloss wird wegen seiner schwarz lackierten Außenfassade „Crow Castle“ genannt – im Kontrast zum nahegelegenen „White Heron Castle“ (Himeji Castle).
- •Der Tenshu (Hauptbergfried) der Burg hat ein einzigartiges, vielschichtiges Design, das möglicherweise von Azuchi Castle oder Osaka Castle inspiriert wurde.
- •Ursprünglich war die Burg von fünf Wassergräben und umfangreichen Verteidigungswällen umgeben; die Schlossstadt erstreckte sich 3,5 km in Nord-Süd-Richtung und 1,3 km in Ost-West-Richtung.
- •Der äußere Graben „Hatsuka-bori“ soll angeblich in nur zwanzig Tagen mit Zwangsarbeit fertiggestellt worden sein – unter Beteiligung von Bauern und Samurai.
- •Der Wiederaufbau der Burg im Jahr 1966 nutzte bewehrten Beton, behielt aber traditionelle Gestaltungselemente bei, darunter goldene Dachziegel mit dem Wappen von Ukita Hideie.
- •Mehrere erhaltene originale Türme, darunter Tsukimi Yagura und Nishi-no-maru Nishi-te Yagura, überstanden den Krieg und sind als Important Cultural Properties ausgewiesen.
- •Auf dem Schlossgelände fand 2020 die Feier zur Tokyo-Olympia-Fackel-Übergabe statt, was seine kulturelle Bedeutung unterstreicht.
Geschichte
Das Okayama-Schloss wurde ursprünglich 1597 von Ukita Hideie erbaut.
Er erweiterte und befestigte die Burg auf einem Hügel namens Okayama und integrierte dabei die ältere Ishiyama-Burg.
Die Schlossstadt wurde sorgfältig geplant, wobei Wassergräben durch die Umleitung von Flüssen geschaffen wurden.
Nach der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 wechselte die Burg den Besitzer: zunächst an Kobayakawa Hideaki, später an den Ikeda-Clan, der die Schlossstadt weiter ausbaute.
Bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg 1945 erlitt die Burg erhebliche Schäden, die zur Zerstörung des ursprünglichen Bergfrieds führten.
Die Rekonstruktionsarbeiten in den 1960er-Jahren stellten den ikonischen schwarzen Bergfried der Burg wieder her und bewahrten so Silhouette und Bedeutung.
Das Schloss und die umliegenden Anlagen wurden als wichtige Kulturgüter und historische Stätten ausgewiesen – ein Hinweis auf seine Bedeutung in der japanischen Geschichte.
Ortsführer
Bergfried (Tenshu)1597 (original), 1966 (Wiederaufbau)
Der rekonstruierten vierstöckige, sechsstufige Hauptbergfried ist das Herzstück der Burg. Er verfügt über eine schwarz lackierte Außenfassade sowie Dachziegel aus Gold, die mit dem Wappen von Ukita Hideie versehen sind. Im Inneren befinden sich Ausstellungen zur Geschichte der Burg, zu ihrer Architektur und zum Ukita-Clan.
Tsukimi Yagura (Mondbetrachtungs-Turm)Frühe Edo-Zeit
Ein zweistöckiger Turm mit weißen Putzwänden und einem markanten Design. Er diente als Aussichtspunkt und als Verteidigungsposition. Es handelt sich um eine originale Anlage, die als Important Cultural Property ausgewiesen ist.
Nishi-no-maru Nishi-te Yagura (West-Turm in der Westbailey)Frühe Edo-Zeit
Ein weiterer erhaltener Turm aus der Edo-Zeit mit traditioneller Burgarchitektur, der als Important Cultural Property ausgewiesen ist.
Burggräben und Steinmauern1590er - Edo-Zeit
Reste der ursprünglichen Wassergräben und Steinmauern sind rund um das Schlossgelände zu sehen und verdeutlichen das weitreichende Verteidigungsnetz der Burg.
Korakuen-Garten (benachbarte Sehenswürdigkeit)1687
Einer der drei großen Gärten Japans: Der Korakuen liegt direkt neben dem Okayama-Schloss und bietet eine ruhige, kontrastierende Landschaft mit Teichen, Teehäusern und saisonalem Bewuchs.
Kontakt
Telefon: 086-225-2096