Hiroshima-Friedensdenkmal (Atombomben-Dom)

Hiroshima-Friedensdenkmal (Atombomben-Dom)

Chugoku Region

90/10060 min

Das Hiroshima-Friedensdenkmal, ursprünglich die Hiroshima Prefectural Industrial Promotion Hall und heute meist als Atombomben-Dom oder Genbaku-Dom bekannt, ist eine erhaltene Ruine im Hiroshima Peace Memorial Park in Japan. Der tschechische Architekt Jan Letzel entwarf das Gebäude, das 1915 fertiggestellt wurde. Es wurde für Kunst- und Bildungs-Ausstellungen genutzt. Am 6. August 1945 lag es fast direkt unterhalb des Hypozentrums der Atombombe. Es überstand die Explosion dank seiner erdbebensicheren Bauweise und der senkrechten Stützpfeiler, die der nach unten gerichteten Kraft standhielten. Die Konstruktion wurde als Skelett zurückgelassen – mit freiliegendem Kuppelgerüst. So blieb es das einzige Gebäude in der Nähe des Bomben-Epizentrums, das stehen blieb. Ursprünglich war der Abriss geplant, doch nach einer lokalen Debatte wurde es als Gedenkstätte für die über 140.000 Opfer der Bombardierung und als Symbol des Friedens erhalten. Der Ort wurde 1996 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Erhaltungsmaßnahmen haben die Stabilität des Bauwerks mit minimalen Veränderungen bewahrt, darunter auch ein internes Metallgerüst. Es ist eine eindringliche Erinnerung an die Schrecken des Nuklearkriegs und ein zentraler Treffpunkt für Friedensinitiativen – besucht unter anderem von internationalen Staats- und Regierungschefs, darunter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, sowie von den G7-Gipfel-Teilnehmern.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Hiroshima-Friedensdenkmals sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und der umgebende Hiroshima Peace Memorial Park besonders schön ist. Es wird empfohlen, Tickets für das Hiroshima Peace Memorial Museum im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Planen Sie genug Zeit ein, um den gesamten Peace Memorial Park zu erkunden – dort finden Sie verschiedene Mahnmale und Museen rund um die Atombombardierung. Ermäßigungen gibt es für Schüler, Senioren und Gruppen. Der Ort ist mit der Hiroshima Electric Railway sowie mit örtlichen Bussen erreichbar; die Beschilderung ist in mehreren Sprachen vorhanden.

Interessante Fakten

  • Der Atombomben-Dom ist die einzige erhaltene Struktur in der Nähe des Hypozentrums, die die Explosion in erkennbarer Form überstand.
  • Das Kuppelgerüst ist aus Metall und wurde damit zu einem Symbol für die zerstörerische Kraft von Nuklearwaffen.
  • Barack Obama war der erste amtierende US-Präsident, der das Denkmal 2016 besuchte.
  • Das Gebäude wurde ursprünglich vom tschechischen Architekten Jan Letzel entworfen und 1915 fertiggestellt.
  • Die Bombe explodierte ungefähr 150 Meter horizontal und 600 Meter vertikal vom Dom entfernt – was zu seinem Überleben beitrug.

Geschichte

1915

Das Gebäude wurde 1915 als Hiroshima Prefectural Industrial Promotion Hall fertiggestellt; entworfen wurde es von Jan Letzel.

Am 6.

1945

August 1945 explodierte die Atombombe nahezu direkt über ihm; dabei kamen alle Menschen im Inneren ums Leben, doch das Bauwerk blieb wegen seiner robusten Bauweise stehen.

In der Nachkriegszeit stießen Pläne zum Abriss auf Widerstand, sodass das Gebäude als Gedenkstätte erhalten blieb.

1950

Der Hiroshima Peace Memorial Park wurde um das Bauwerk herum zwischen 1950 und 1964 eingerichtet.

1966

1966 fasste der Stadtrat den Beschluss, es dauerhaft zu erhalten.

1996

Der Ort wurde 1996 als UNESCO-Welterbe anerkannt.

Erhaltungsarbeiten wurden in regelmäßigen Abständen durchgeführt, um die strukturelle Stabilität zu sichern und dabei den Zustand der Ruine möglichst unverändert zu lassen.

Ortsführer

1
Haupt-Ruine des Atombomben-Doms1915
Jan Letzel

Die Skelettreste der Hiroshima Prefectural Industrial Promotion Hall: zu sehen sind das freiliegende Stahl-Kuppelgerüst und die erhaltenen Außenmauern. Das Bauwerk steht als Symbol für den Frieden und als Erinnerung an die Zerstörungskraft der Atombombardierung.

2
Umgebung des Peace Memorial Park

Das Parkgelände rund um den Dom umfasst verschiedene Denkmäler, Museen und Gedenkstätten, die den Opfern der Atombombardierung gewidmet sind und den Frieden fördern sollen.

Kontakt

Telefon: 082-504-2898