
Itsukushima-Schrein
Chugoku Region
Der Itsukushima-Schrein ist ein bekannter Shinto-Schrein auf der Insel Itsukushima, die meist Miyajima genannt wird, in der Präfektur Hiroshima, Japan. Möglicherweise bereits ab 593 n. Chr. gegründet, ist der Schrein vor allem für sein markantes „schwebendes“ Torii bekannt, das bei Hochwasser scheinbar auf dem Wasser treibt. Die heutige Anlage stammt größtenteils aus dem 12. Jahrhundert, als der mächtige Taira no Kiyomori maßgeblich an der Gestaltung beteiligt war. Das Schreinensemble ist ein herausragendes Beispiel japanischer Schreinskunst, die direkt über dem Wasser errichtet wurde, und fügt sich harmonisch in die umgebende Landschaft ein. Der Itsukushima-Schrein hat eine große kulturelle und religiöse Bedeutung: Er ist den drei Töchtern des Shinto-Gottes der Meere und Stürme Susanoo-no-Mikoto geweiht. Der Schrein und sein Torii gelten als Nationalschätze und locken jedes Jahr Millionen Besucher an. Die Insel gehört zudem zum Setonaikai-Nationalpark und beherbergt weitere bedeutende religiöse Stätten wie den Daiganji-Tempel, der der Göttin Benzaiten gewidmet ist, sowie die fünfstöckige Pagode. Die Gegend ist außerdem für ihre malerische Schönheit bekannt – unter anderem mit Ahornlaub im Herbst und Kirschblüten. Besucher erreichen den Schrein bequem mit den regelmäßig verkehrenden Fähren vom Festland. So erlebt man die einzigartige Mischung aus spiritueller Atmosphäre und natürlichem Glanz, die Miyajima ausmacht.
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Tipp: Besuchen Sie den Itsukushima-Schrein bei Hochwasser, um zu sehen, wie das Torii scheinbar auf dem Wasser schwebt – ein wirklich ikonischer Anblick. Kommen Sie früh am Morgen oder spät am Nachmittag, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Umgebung zu genießen. Kaufen Sie Eintrittskarten für den Schrein und die nahegelegenen Attraktionen nach Möglichkeit im Voraus, damit Sie auch in der Hochsaison sicher Zugang haben. Für einen Besuch im Frühling bieten sich Kirschblüten an, im Herbst leuchtendes Ahornlaub. Gehen Sie respektvoll mit der heiligen Umgebung um und beachten Sie, dass der Schrein per Fähre erreichbar ist: Mit häufigen Verbindungen von Miyajimaguchi. Geführte Touren können die Erfahrung bereichern, indem sie die religiöse und historische Bedeutung des Ortes erklären.
Interessante Fakten
- •Das berühmte Torii des Itsukushima-Schreins scheint bei Hochwasser auf dem Wasser zu schweben und schafft damit eine der meistfotografierten Szenen Japans.
- •Der Schrein ist den drei Töchtern von Susanoo-no-Mikoto, dem Shinto-Gott der Meere und Stürme, gewidmet.
- •Der direkt neben dem Schrein gelegene Daiganji-Tempel gehört zu den drei bekanntesten Benzaiten-Tempeln in Japan und ist der Öffentlichkeit nur einmal im Jahr am 17. Juni zugänglich.
- •Die Ahornbäume der Insel sind in ganz Japan für ihre spektakulären Herbstfarben berühmt und ziehen viele Besucher an.
- •Auf der Insel Miyajima bewegen sich Sika-Hirsche frei und gelten im Shinto als heilige Boten der Götter.
Geschichte
Die Ursprünge des Itsukushima-Schreins reichen mindestens bis 593 n.
Chr.
zurück; möglicherweise gab es an dieser Stelle schon vorher eine einfache Schreinanlage.
Im Jahr 1168 wandelte Taira no Kiyomori, ein bedeutender Krieger und Höfling, den Schrein in seine heutige architektonische Form um und hob damit seinen Status.
Im 16.
Jahrhundert ließ der Kriegsherr Toyotomi Hideyoshi die Halle Senjō-kaku auf einem Hügel errichten, der den Schrein überblickt.
Über die Jahrhunderte hinweg wurde der Schrein als heiliger Ort verehrt, wobei seine Gebäude sorgfältig bewahrt und instand gehalten wurden.
Er wurde als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet, die seine kulturelle und historische Bedeutung anerkennt.
Die Insel selbst ist bis heute ein spirituelles und natürliches Refugium: Mit Auflagen zum Fällen von Bäumen sowie der besonderen Verehrung des einheimischen Sika-Hirsches, der im Shinto-Glauben als Bote der Götter gilt.
Ortsführer
Schwebendes Torii12th century
Das ikonische Torii in kräftigem Vermilion steht im Meer und wirkt bei Hochwasser, als würde es schweben. Es symbolisiert die Grenze zwischen der spirituellen und der körperlichen Welt.
Haupthallen- und Schreinensemble12th century
Der Schrein steht über dem Wasser: Die Gebäude sind über Laufstege miteinander verbunden und zeigen traditionelle architektonische Elemente des Shinto. So fügt sich die Anlage harmonisch in die natürliche Umgebung ein.
Daiganji-TempelDate unknown
Ein buddhistischer Tempel direkt neben dem Itsukushima-Schrein, der Benzaiten gewidmet ist – der Göttin von Musik, Künsten und Wissen. Er ist nur einmal jährlich am 17. Juni für die Öffentlichkeit geöffnet.
Senjō-kaku (Toyokuni-Schrein)16th century
Eine große Halle, die im 16. Jahrhundert von dem Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi errichtet wurde. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb des Schreinensembles und bietet einen weiten Panoramablick.
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