Dōgo Onsen Honkan

Dōgo Onsen Honkan

Shikoku Region

85/10090 min

Das Dōgo Onsen Honkan in Matsuyama auf der Insel Shikoku ist ein historisches öffentliches Badehaus, das für seine heißen Quellen bekannt ist – mit einer Geschichte von über 1.000 Jahren. Das heutige Gebäude wurde 1894 errichtet. Es handelt sich um eine dreistöckige Holzkonstruktion, die auf viele Besucher ausgelegt ist, und gilt als wichtiges Kulturgut Japans. Im Badehaus gibt es getrennte Badebereiche im ersten und zweiten Stock, darunter exklusive Privatbäder und Räume wie der Yushinden, der für die Kaiserfamilie reserviert ist. Er wurde im architektonischen Stil der Momoyama-Zeit gebaut. Die Umgebung rund um Dōgo bewahrt das Flair eines traditionellen Kurorts: Viele Gäste schlendern nach dem Baden im Yukata durch die Gegend. Das Dōgo Onsen hat kulturelle Werke inspiriert – besonders den Entwurf des Badehauses in dem animierten Film „Spirited Away“. Die Anlage ist per Straßenbahn und Bus ab dem Zentrum von Matsuyama erreichbar und bietet verschiedene Badeprogramme. Dank seines langjährigen guten Rufs und seiner beeindruckenden Architektur ist das Dōgo Onsen Honkan ein Muss für alle, die japanische Kultur und historische Thermalbäder entdecken möchten.

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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie das Dōgo Onsen Honkan am frühen Abend, bevor das Abendessen beginnt: Dann sind die Bäder belebt, aber noch nicht überfüllt. Für Privatbereiche und besondere Bäder werden Reservierungen empfohlen – diese können bis zum Tag vor dem Besuch online oder telefonisch gebucht werden. Beachten Sie, dass das Badehaus früh am Morgen bis spät am Abend geöffnet ist und der Ticketverkauf vor der Schließzeit endet. Gerade zu Stoßzeiten sollten Besucher mit mehr Andrang rechnen; wer sich die Tickets im Voraus holt, kann Wartezeiten häufig vermeiden. Eine Unterkunft gibt es vor Ort nicht, aber in der Nähe kann man über den lokalen Ryokan-Verband eine passende Übernachtung organisieren.

Interessante Fakten

  • Das Dōgo Onsen wird in Japans ältester Gedichtanthologie, dem Man'yōshū, erwähnt – mit Einträgen aus der Zeit um 759.
  • Das Badehaus inspirierte den Entwurf des Badehauses in dem gefeierten Film „Spirited Away“ von Studio Ghibli.
  • Der Yushinden ist ein spezielles Badehaus innerhalb des Dōgo Onsen, das ausschließlich der japanischen Kaiserfamilie vorbehalten ist.
  • Legenden berichten von einer Silberreiher-Art, die ihr verletztes Bein durch ein Bad in der heißen Quelle heilte – so kamen die Einheimischen auf die Idee, das Wasser zum Heilen zu nutzen.
  • Der Stein Tama no ishi, auf dem eine Fußspur hinterlassen worden sein soll, nachdem ein kleiner Gott nach der Heilung getanzt hatte, ist im Badehaus ausgestellt.

Geschichte

Die Geschichte des Dōgo Onsen reicht über ein Jahrtausend zurück: In der Anthologie Man'yōshū aus dem 8.

Jahrhundert finden sich entsprechende Erwähnungen, und Legenden verbinden es mit Prinz Shōtoku im 6.

Jahrhundert.

1894

Das heutige Badehaus wurde 1894 unter dem Bürgermeister Isaniwa Yukiya erbaut und spiegelt traditionelle japanische Architektur wider.

1899

1899 wurde der Badebereich Yushinden für die exklusive Nutzung durch die Kaiserfamilie ergänzt.

1994

1994 wurde das Badehaus als nationales wichtiges Kulturgut ausgezeichnet.

2024

Um die historische Bausubstanz auch für künftige Generationen zu erhalten, wurden umfangreiche Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten bis 2024 abgeschlossen.

Ortsführer

1
Hauptbadehaus (Honkan)1894
Isaniwa Yukiya (Bürgermeister)

Das ikonische dreistöckige Holzbadehaus, erbaut im Jahr 1894. Es verfügt über getrennte Bäder im ersten und zweiten Stock für Männer und Frauen – ausgelegt, um die Kapazität zu maximieren und die traditionelle Architektur zu bewahren.

2
Yushinden1899

Ein spezielles Badehaus, das 1899 für die exklusive Nutzung durch die Kaiserfamilie erbaut wurde. Es ist im Stil der Architektur der Momoyama-Zeit gehalten und liegt auf der Ostseite des Hauptgebäudes.

3
Tama-no-ishi-Exponat

Ein Stein mit einer Fußspur, die angeblich von dem Gott Sukunabikona no Mikoto hinterlassen wurde, nachdem er durch die heiße Quelle geheilt worden war. Der Stein ist als kulturelles Exponat innerhalb des Badehauses ausgestellt.

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