
Königliche Grabanlagen
Hokkaido Region
Die Königlichen Grabanlagen der Joseon-Dynastie, die 2009 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurden, bestehen aus 40 Gräbern des Hauses Yi, der herrschenden Dynastie Koreas von 1392 bis 1910. Diese Gräber sind auf 18 Standorte auf der Koreanischen Halbinsel verteilt und dienen dazu, die Vorfahren zu ehren und die königliche Autorität zu bekräftigen. Die Grabkomplexe sind in architektonischer und kultureller Hinsicht von großer Bedeutung und spiegeln konfuzianische Grundsätze sowie die koreanische Geomantie wider, die als pungsu bekannt ist. Jedes Grab besteht aus klar voneinander getrennten Bereichen: dem Wohnbereich in der Nähe des Hongsalmun-Tors, dem Übergangsbereich als heiligen Raum mit Schreinen wie Jeongjagak sowie den Begräbnisstätten mit Grabhügeln, die durch Mauern aus Stein geschützt sind und Statuen wie den Tiger-Wächter Seokho und die Schaf-Figur Seogyang umfassen. Zu den Grabanlagen gehören verschiedene symbolische Steinkonstruktionen wie Mangjuseok-Säulen, Muninseok-Gelehrtenstatuen und Jangmyeongdeung-Laternen. Die Bestattungstypen unterscheiden sich je nach Rang: Könige und Königinnen wurden in Reung-Typ-Gräbern beigesetzt, Kronprinzen im Won-Typ und andere Angehörige des Königshauses in Myo-Typ-Gräbern. Die Standorte wurden sorgfältig nach geomantischen Prinzipien und konfuzianischen Riten ausgewählt, um sich harmonisch in die natürliche Umgebung einzufügen und die traditionellen koreanischen Bestattungssitten zu ehren. Die Stätte bietet einen tiefen Einblick in Koreas königliche Geschichte, spirituelle Überzeugungen und die architektonische Handwerkskunst.
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Interessante Fakten
- •Die Königlichen Grabanlagen umfassen 40 Gräber des Reung-Typs für Könige und Königinnen sowie 13 Gräber des Won-Typs für Kronprinzen und ihre Ehefrauen.
- •In den Grabkomplexen finden sich Schutzstatuen wie der Tigergott Seokho und die Schaf-Statue Seogyang, die Schutz und Gebete für die Verstorbenen symbolisieren.
- •Das Pavillon Jeongjagak, geformt wie das Hanja-Zeichen 丁, ist der Ort, an dem Gedenkfeiern abgehalten werden.
- •Die Gräber folgen geomantischen Prinzipien namens pungsu, der koreanischen Form von Feng Shui, um glückverheißende Standorte auszuwählen.
- •Nur der untere Weg Eodo (Der Pfad des Königs) ist für Besucher zugänglich, während der höhere Sindo (Der Pfad der Götter) den Geistern vorbehalten ist.
Geschichte
Die Königlichen Grabanlagen wurden über die gesamte Joseon-Dynastie hinweg errichtet, die von 1392 bis 1910 bestand, und spiegelten die konfuzianischen Werte sowie die königliche Autorität der Dynastie wider.
Die Gräber wurden nach chinesischen konfuzianischen Texten und koreanischen geomantischen Traditionen gebaut, um die Harmonie mit der Umwelt sicherzustellen.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Anlagen gepflegt und erweitert, wodurch die Bestattungssitten und die architektonischen Stile bewahrt werden konnten.
2009 wurde die Stätte als UNESCO-Welterbe anerkannt und unterstreicht damit ihre historische und kulturelle Bedeutung.
Ortsführer
Schrein Jeongjagak
Ein Pavillon, geformt wie das Hanja-Zeichen 丁, in dem die Gedenkfeiern für die verstorbenen Könige und Königinnen abgehalten werden. Er dient als spiritueller Treffpunkt zwischen den Lebenden und den Toten.
Hongsalmun-Tor
Das markante Tor mit zwei roten zylindrischen Pfeilern, die den Eingang in den heiligen Bereich der Grabanlage markieren. Es steht symbolisch für die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem spirituellen Reich.
Statuen Seokho und Seogyang
Steinstatuen eines Tigers (Seokho), der als Wächter des Grabhügels dient, und eines Schafs (Seogyang), das böse Geister abwehrt und für die Seelen der Verstorbenen betet.
Bongbun (Grabhügel)
Der Grabhügel, in dem der Körper des Königs oder der Königin liegt. Er ist durch Steinmauern namens Gokjang geschützt und von verschiedenen symbolischen Steinkonstruktionen umgeben.
Chamdo-Wege
Zwei mit Steinen bedeckte Wege, die zu Jeongjagak führen: Sindo (Der Pfad der Götter) ist den Geistern vorbehalten, während Eodo (Der Pfad des Königs) von Besuchern genutzt wird. Beide Wege stehen für die Verbindung zwischen der irdischen und der heiligen Welt.
Kontakt
Telefon: 07 7961 6896