
Petra-Kirche
Hokkaido Region
Die Byzantinische Kirche, auch als Petra-Kirche bekannt, ist ein monumentales religiöses Bauwerk aus dem 5. Jahrhundert. Es liegt im Zentrum von Petra, nördlich der Säulenstraße. Ursprünglich wurde es in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und diente als Gottesdienststätte, bis es in der frühen Phase des 7. Jahrhunderts n. Chr. durch einen Brand zerstört wurde. Besonders hervorzuheben sind ihre üppigen und gut erhaltenen Mosaikdekorationen: Sie zeigen bunte Darstellungen der Jahreszeiten, Tiere, Menschen, Tongefäße und Pflanzen und spiegeln die Mischung nabatäischer, römischer, hellenistischer und künstlerischer Stile der Schule von Gaza wider. Architektonisch besitzt die Kirche Werksteinmauerwerk (ashlar) mit Meißelspuren, die an die Handwerkskunst der Nabatäer erinnern – ein deutliches Zeichen für die kulturelle Durchmischung in ihrer Bauweise. Das Ensemble umfasst eine Kathedrale mit einer erhöhten Altarplattform, dem sogenannten Bema, drei Apsiden, wobei die zentrale die Kathedra des Bischofs aufnimmt, sowie einen Atriumsbereich, der die Kathedrale mit einer Taufanlage verbindet. Holzsitzbänke waren vermutlich an den Wänden angebracht. Das Gelände gewann auch deshalb an wissenschaftlicher Bedeutung, weil bei Ausgrabungen 140 Papyrusrollen entdeckt wurden, die als „Petra-Papyri“ bekannt sind. Sie liefern wertvolle Einblicke in das Leben zur Zeit der Byzantiner in Petra und in der Umgebung. Ausgegraben wurde die Kirche zwischen 1992 und 2002 vom American Center of Oriental Research; die Mosaiken wurden im Rahmen von Konservierungsmaßnahmen geschützt, um den Herausforderungen durch fortschreitenden Verfall zu begegnen. Die Byzantinische Kirche ist ein eindrucksvolles Zeugnis für die reiche religiöse und kulturelle Geschichte von Petra in der Zeit der Byzantiner.
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Tipp: Besucher sollten erwägen, die Byzantinische Kirche in den kühleren Tageszeiten zu erkunden, um die Mosaiken und architektonischen Details in Ruhe genießen zu können. Empfehlenswert ist es, geführte Touren oder Tickets im Voraus zu buchen, um den Zugang – insbesondere in der Hochsaison – sicherzustellen. Vor Ort gibt es möglicherweise Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen; ein Blick auf die offiziellen Besucherinfos im Voraus kann das Erlebnis verbessern. Wegen unebenem Gelände sind bequeme Schuhe wichtig. Außerdem lohnt es sich, den Besuch mit nahegelegenen byzantinischen Stätten wie der Ridge Church und der Blue Chapel zu kombinieren, um die byzantinische Tradition Petra umfassend zu verstehen.
Interessante Fakten
- •Die Byzantinische Kirche ist der Fundort der 140 Papyrusrollen, die als „Petra-Papyri“ bekannt sind und wertvolle historische Einblicke in die byzantinische Petra sowie in die ländliche Umgebung bieten.
- •Die Mosaiken in der Kirche zeigen Jahreszeiten, Tiere, Menschen, Tongefäße und Pflanzen und veranschaulichen damit eine Mischung aus Einflüssen der nabatäischen, römischen, hellenistischen und der Schule von Gaza.
- •An den Wänden findet sich Werksteinmauerwerk (ashlar) mit Meißelspuren, ähnlich der früheren nabatäischen Architektur – ein Hinweis auf die Kontinuität der Bau-Techniken.
- •Das im 6. Jahrhundert errichtete Atrium verband die Kathedrale mit der Taufanlage und schuf damit eine zusammenhängende Struktur der Kirche.
- •Nachdem die Kirche durch einen Brand zerstört wurde, wurden Glas-Tesserae aus den Mosaiken anderweitig wiederverwendet.
Geschichte
Die Byzantinische Kirche in Petra wurde in der zweiten Hälfte des 5.
Jahrhunderts n.
Chr.
errichtet und blieb bis zu ihrer Zerstörung durch einen Brand in der frühen Phase des 7.
Jahrhunderts n.
Chr.
in Nutzung.
Archäologische Untersuchungen unterscheiden zwei Bauphasen: den ursprünglichen Bau aus dem 5.
Jahrhundert sowie Veränderungen in der späten zweiten Hälfte des 6.
Jahrhunderts, darunter die Ergänzung eines Atriums, das die Kathedrale mit der Taufanlage verbindet.
Nach dem Brand wurden Baumaterialien der Kirche – einschließlich der Glas-Tesserae aus den Mosaiken – anderweitig verwendet.
Ausgrabungen des American Center of Oriental Research zwischen 1992 und 2002 legten bedeutende Funde frei, darunter vor allem 140 Papyrusrollen, die das Verständnis der byzantinischen Petra entscheidend bereichert haben.
Ortsführer
Kathedrale und Bema5th century CE
Der Bereich der Kathedrale zeigt am einen Ende des Kirchenschiffs eine erhöhte Altarplattform, das Bema, bevor sich drei Apsiden anschließen. Die zentrale Apside beherbergte den Bischofsstuhl (Kathedra) und unterstreicht damit die Bedeutung der Kirche im kirchlichen Leben.
Mosaikböden und -wände5th-6th century CE
Die Böden des Kirchenschiffs sind mit opus sectile gestaltet, während die Seitenschiffe farbenfrohe figürliche Mosaiken zeigen – mit Darstellungen der Jahreszeiten, Tiere und Pflanzen. Diese Mosaiken zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Merkmalen der Kirche und zeigen zudem stilistische Verbindungen zur Gaza-Schule der Mosaikkunst.
Atrium und Taufanlage6th century CE
Im 6. Jahrhundert ergänzt, verbindet das Atrium die Kathedrale mit der Taufanlage. So werden diese Bereiche in einer einzigen architektonischen Einheit zusammengeführt und die liturgischen Funktionen der Kirche hervorgehoben.