Miho no Matsubara

Miho no Matsubara

Chubu Region

80/10090 min

Miho no Matsubara, gelegen auf der Miho-Halbinsel im Stadtteil Shimizu der Stadt Shizuoka in Japan, ist bekannt für seine ausgedehnten Kiefernwälder entlang eines sieben Kilometer langen Sandstrands. Dieses Naturjuwel bietet spektakuläre Ausblicke auf den Mount Fuji und die Izu-Halbinsel über die Suruga-Bucht hinweg. Es gilt als eine der „Neuen Drei Ansichten“ Japans und zählt zu den Top 100 der weißen Sandstrände sowie der grünen Kiefernwälder des Landes. Die Stätte ist auch kulturell bedeutsam, weil es die Legende von Hagoromo gibt: Eine himmlische Maid soll hier herabgestiegen sein, ihr gefiedertes Gewand an einem Kiefernbaum abgelegt haben, bevor sie für einen Fischer tanzte. Der Kiefernbaum, der als Hagoromo no Matsu bekannt ist, ist etwa 650 Jahre alt und prägt bis heute die lokalen Traditionen. Miho no Matsubara wurde 1922 zum National Place of Scenic Beauty ernannt und 2013 als Teil des Fujisan Cultural Site in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Im Gebiet findet zudem alljährlich im Oktober das Hagoromo-Fest statt: mit Aufführungen des Noh-Stücks bei Feuerschein sowie kreativen Tänzen, die an die französische Balletttänzerin Hélène Giuglaris erinnern. Sie hatte den Wunsch, hier verewigt zu werden. Obwohl der Strand früher weißen Sand hatte, haben vulkanische Aktivitäten und Bauprojekte dazu geführt, dass heute vor allem schwarzer Vulkansand vorherrscht. Zum Areal gehört außerdem der Miho-Schrein, der ein Stück des Gefieders der himmlischen Maid bewahrt, sowie eine Statue des Fischers Hakuryo am Eingang des Parks, die an die Legende erinnert. Miho no Matsubara vereint natürliche Schönheit, kulturelles Erbe und künstlerische Inspiration und ist damit ein einzigartiges Reiseziel für Besucher.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Miho no Matsubara ist Anfang Oktober, um das Hagoromo-Festival zu erleben, das am zweiten Samstag und Sonntag stattfindet – mit traditionellen Noh-Aufführungen und kreativen Tänzen bei Feuerschein. Besucher sollten ermutigt werden, Tickets zu kaufen oder die Programminformationen im Voraus zu prüfen, vor allem während der Festtage, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Stätte bietet das ganze Jahr über schöne Ausblicke, aber an klaren Tagen sind die Sichtachsen auf den Mount Fuji besonders beeindruckend. Die Erhaltungsmaßnahmen laufen weiter, daher sollten Besucher die Natur respektieren und alle lokalen Vorgaben beachten. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen oder Seniorinnen und Senioren – daher lohnt es sich, bei der lokalen Touristeninformation nachzufragen.

Interessante Fakten

  • Der Kiefernwald von Miho no Matsubara erstreckt sich über sieben Kilometer entlang der Küste und zählt damit zu Japans ausgedehntesten und schönsten Kiefernstrandlandschaften.
  • Die Stätte gehört seit 2013 zum UNESCO-Welterbe Fujisan Cultural Site und würdigt ihren kulturellen und natürlichen Wert in Verbindung mit dem Mount Fuji.
  • Die Hagoromo-Legende inspirierte ein berühmtes Noh-Drama, das jährlich an der Stätte aufgeführt wird – mit einem Tanz der himmlischen Maid bei Feuerschein.
  • Ein alter Kiefernbaum namens Hagoromo no Matsu wird auf 650 Jahre geschätzt und ist zentral für die lokale Folklore.
  • Der Sand am Strand hat sich von weiß zu schwarz verändert – durch Vulkangestein sowie durch den durch den Shinkansen-Bau verursachten Rückgang des weißen Sands.
  • Am Gelände steht ein Denkmal, das an die französische Balletttänzerin Hélène Giuglaris erinnert. Sie liebte die Hagoromo-Geschichte und wünschte, dort verewigt zu werden.

Geschichte

1922

Miho no Matsubara ist seit 1922 als National Place of Scenic Beauty anerkannt und spiegelt damit seine langjährige kulturelle und natürliche Bedeutung wider.

Der Kiefernwald und die Umgebung werden seit Jahrhunderten in der japanischen Kunst und Literatur gefeiert und inspirierten insbesondere das Noh-Drama Hagoromo, das auf einer lokalen Legende basiert.

2013

Im Jahr 2013 wurde die Stätte als Teil des Fujisan Cultural Site in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und damit ihre Bedeutung als Kulturlandschaft im Zusammenhang mit dem Mount Fuji hervorgehoben.

Historisch stammte der weiße Sand am Strand aus dem Abe-Fluss, doch durch den Bau der Shinkansen-Linie wurde diese Quelle erschöpft, was zu dem heutigen schwarzen Vulkansand führte.

In der Region wurden die kulturellen Traditionen durch Feste und Erhaltungsbemühungen der lokalen Gemeinschaft bewahrt.

Ortsführer

1
Hagoromo no Matsu (Hagoromo-Kiefernbaum)14. Jahrhundert

Dieser uralte Kiefernbaum ist etwa 650 Jahre alt und gilt als der legendäre Baum, an dem die himmlische Maid in der Hagoromo-Story ihr gefiedertes Gewand aufhängte. Er ist ein zentrales kulturelles Symbol in Miho no Matsubara.

2
Miho-Schrein

Der nahe beim Hagoromo no Matsu gelegene Miho-Schrein bewahrt ein Stück vom Gefieder der himmlischen Maid und ist ein spiritueller Ort, der mit der Legende und den lokalen Vorstellungen verbunden ist.

3
Statue des Hakuryo

Eine Statue am Eingang des Parks zeigt den Fischer Hakuryo, wie er den Tanz der himmlischen Maid beobachtet – als Gedenken an die Legende und an ihre Bedeutung für die Identität der Stätte.

4
Ort des Hagoromo-Festivals

Jeden Oktober findet im Bereich nahe dem Hagoromo no Matsubara das Hagoromo-Festival statt: Mit traditionellen Noh-Aufführungen bei Feuerschein sowie kreativen Tänzen zu Ehren von Hélène Giuglaris – zur Würdigung des kulturellen Erbes der Legende.

Kontakt

Telefon: 054-340-2100