Owakudani
Chubu Region
Owakudani, das bedeutet „Großes Kochendes Tal“, ist ein vulkanisches Tal in Hakone in der Präfektur Kanagawa, Japan. Es entstand vor etwa 3.000 Jahren durch den Ausbruch des Hakone-Vulkans. Das Tal ist geprägt von aktiven Schwefeldampfaustritten und heißen Quellen, die eine unverwechselbar höllische Landschaft entstehen lassen. Berühmt ist die Gegend für ihre kuro-tamago oder „schwarzen Eier“: hartgekochte Eier, die in mineralreichen, schwefelhaltigen Wassern gegart werden. Dadurch werden die Schalen schwarz; außerdem heißt es, dass man bei Verzehr sieben Jahre zum Leben hinzugewinnt. An klaren Tagen können Besucher vom Hakone Ropeway funitel aus, der den Bereich erschließt, einen Panoramablick auf den Mount Fuji genießen. Aufgrund der vulkanischen Aktivität bleiben einige Wege in der Nähe der Dampfaustritte zu Sicherheitsgründen geschlossen, und bestimmten Besuchern – etwa mit Atemwegs- oder Herzerkrankungen – wird geraten, das Tal zu meiden. Owakudani hat zudem eine kulturelle Bedeutung: Ein Gebet von Kōbō Daishi über tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung, das an der Stelle entstanden sein soll, wird mit der Enmei-jizō-Statue in Verbindung gebracht, die dort gefunden wird. Der Ort vereint Naturwunder, geologische Aktivität und lokale Tradition – und ist damit ein einzigartiges Reiseziel für Touristen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Owakudani sind Wochentage, wenn es weniger Gedränge gibt und die Transportkosten oft niedriger sind. Das Gebiet ist über den Hakone Ropeway funitel oder per Bus von nahegelegenen Bahnhöfen erreichbar. Vor der Planung sollten Besucher unbedingt nach aktuellen Warnhinweisen zur vulkanischen Aktivität schauen, da manche Bereiche aus Sicherheitsgründen geschlossen sein können. Menschen mit Asthma, Bronchitis, Herzerkrankungen oder schwangere Frauen sollten das Tal wegen der gefährlichen vulkanischen Gase meiden. Wenn man Tickets für die Seilbahn im Voraus kauft, kann man vor allem an Wochenenden oder Feiertagen lange Wartezeiten vermeiden.
Interessante Fakten
- •Die schwarzen Eier (kuro-tamago), die in den heißen Quellen von Owakudani gekocht werden, sollen demjenigen, der sie isst, sieben Jahre Lebenszeit schenken.
- •Das Tal wurde vor etwa 3.000 Jahren durch vulkanische Ausbrüche vom Hakone-Vulkan geschaffen.
- •Die Enmei-jizō-Statue in Owakudani steht im Zusammenhang mit einem Gebet des Mönchs Kōbō Daishi, das vor mehr als einem Jahrtausend abgehalten worden sein soll.
- •Owakudani taucht in dem Anime „Neon Genesis Evangelion“ als markanter Ort auf.
- •Der Ort wurde 2015 wegen erhöhter vulkanischer Aktivität geschlossen und 2016 teilweise wiedereröffnet – mit eingeschränktem Zugang.
Geschichte
Owakudani entstand vor rund 3.000 Jahren im Anschluss an den Ausbruch des Hakone-Vulkans.
Seitdem wurde das Tal durch vulkanische Aktivität und massive Erdrutsche geformt, weshalb es fortlaufende Stabilisierungsvorhaben gibt, darunter Betonschutzbarrieren.
Historisch gewann der Ort an kultureller Bedeutung, als der buddhistische Mönch Kōbō Daishi vor über tausend Jahren zu Besuch kam und zu Bodhisattva betete – was der Ursprung der Enmei-jizō-Statue gewesen sein soll.
Aufgrund der vulkanischen Aktivität musste der Ort 2015 schließen; 2016 erfolgte eine teilweise Wiedereröffnung unter Beibehaltung der Sicherheitsbeschränkungen in der Nähe aktiver Dampfaustritte.
Ortsführer
Hakone Ropeway Funitel
Ein Seilbahn-System, das den Zugang zu Owakudani ermöglicht und an klaren Tagen weitreichende Ausblicke auf das vulkanische Tal sowie den Mount Fuji bietet. Die Station des Funitels liegt in der Nähe des Besucherzentrums und erlaubt es den Gästen, sich dem Areal sicher zu nähern, ohne nahe an gefährlichen Dampfaustritten zu Fuß unterwegs zu sein.
Kuro-tamago Boiling Site
Der Ort, an dem die berühmten schwarzen Eier in den natürlichen heißen Quellen gekocht werden. Die Eierschalen werden schwarz, weil das Wasser einen hohen Schwefelgehalt hat. Das Essen eines Eis ist eine lokale Tradition – und soll das Leben um sieben Jahre verlängern.
Enmei-jizō Statueover 1000 years ago
Eine Statue, von der man glaubt, dass sie ihren Ursprung in einem Gebet hat, das der buddhistische Mönch Kōbō Daishi vor über tausend Jahren dargebracht hat. Sie steht für Schutz und Langlebigkeit und gilt als kulturelles Wahrzeichen im Tal.
Kontakt
Telefon: 0460-84-5201