Kenroku-en-Garten

Kenroku-en-Garten

Chubu Region

90/10090 min

Der Kenroku-en-Garten in Kanazawa, Präfektur Ishikawa, gilt als einer der „Drei Großen Gärten“ Japans – zusammen mit Kairaku-en und Kōraku-en. Auf einer Fläche von über 25 Hektar wurde er ab den 1620er-Jahren bis in die 1840er-Jahre vom Maeda-Clan, den Feudalherren des Kaga-Domains, entwickelt. Der Garten ist geprägt von geschwungenen Wegen, einem großen Teich, mehreren historischen Teehäusern – darunter das Shigure-tei-Teehaus aus dem Jahr 1725 – sowie einem der ältesten Springbrunnen Japans. Das Gestaltungskonzept spiegelt die sechs Merkmale eines idealen Gartens wider: Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit, künstliche Gestaltung, Altertümlichkeit, Wasserläufe und Panoramen – so erklärt sich auch der Name, der „Garten der sechs Merkmale“ bedeutet. Besonders beliebt ist der Kenroku-en-Garten für seine saisonale Schönheit: Im Herbst mit leuchtendem Laub und im Winter mit stillen, verschneiten Landschaften. Ursprünglich war er der äußere Garten von Kanazawa Castle; der Kenroku-en wurde 1871 für die Öffentlichkeit geöffnet und 1985 zum Nationalen Ort mit besonderer landschaftlicher Schönheit ernannt. Besucher können die harmonische Verbindung von Natur und vom Menschen gestalteten Elementen erleben, die die traditionelle Ästhetik japanischer Gärten zeigt.

Planen Sie Ihre Reise nach Jordanien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Kenroku-en-Garten ist früh am Morgen, um den Menschenmengen aus dem Weg zu gehen und die Ruhe des Gartens in vollen Zügen zu genießen. Besonders malerisch sind Herbst und Winter: mit farbenprächtigem Laub und Landschaften unter einer Schneedecke. Tickets gibt es am Eingang; außerdem können Besucher von Ermäßigungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder profitieren. Der Garten ist das ganze Jahr über während der Tageslichtstunden geöffnet – planen Sie also entsprechend. Werfen Sie auch einen Blick auf das nahegelegene Kanazawa Castle, um Ihren Besuch zu bereichern. Für ein noch tieferes Verständnis der Gartenanlagen und ihrer Geschichte werden geführte Touren angeboten.

Interessante Fakten

  • Der Kenroku-en wurde nach den sechs Merkmalen benannt, die für einen idealen Garten als wesentlich gelten: Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit, künstliche Gestaltung, Altertümlichkeit, Wasserläufe und Panoramen.
  • Das Shigure-tei-Teehaus, 1725 erbaut, überstand den verheerenden Brand von 1759 und gehört zu den ältesten Bauwerken im Garten.
  • Einer der ältesten Springbrunnen Japans – gespeist durch natürlichen Wasserdruck ohne Pumpen – befindet sich im Kenroku-en.
  • Eine lokale Legende besagt, dass die Heilige Quelle im Garten vor 1.200 Jahren Goldflocken sprudeln ließ – daher der Name Kanazawa, der „Sumpf des Goldes“ bedeutet.
  • Der Garten war ursprünglich der äußere Garten von Kanazawa Castle und umfasst über 25 Hektar.

Geschichte

Die Ursprünge des Kenroku-en-Gartens reichen bis in die frühe Edo-Zeit zurück: Die Entwicklung begann in den 1620er-Jahren unter dem Maeda-Clan, den Herrschern der Kaga-Domain.

1632

Über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg entstand eine immer reichere Anlage – unter anderem mit dem Tatsumi-Wasserkanal, der 1632 fertiggestellt wurde, und dem Renchitei-Haus, das 1676 erbaut wurde.

1759

Ein Großbrand im Jahr 1759 zerstörte weite Teile des Gartens, doch das Shigure-tei-Teehaus überstand das Feuer und ist bis heute ein wichtiges historisches Bauwerk.

1871

Der Garten wurde 1871 für die Öffentlichkeit geöffnet und ist seitdem als National Site of Scenic Beauty anerkannt – später sogar als National Site of Special Scenic Beauty.

So wird die kulturelle und historische Bedeutung der Anlage gewürdigt.

Ortsführer

1
Shigure-tei-Teehaus1725

Ein historisches Teehäuschen, das 1725 erbaut wurde und den Brand von 1759 überstand. Es steht für die Verbindung des Gartens zu traditionellen Teezermonien und zur Kultur der Edo-Zeit. Das Gebäude wurde restauriert und ist im Renchitei-Bereich des Gartens bis heute ein wichtiges kulturelles Element.

2
Tatsumi-Wasserkanal1632
Maeda Toshitsune

Dieser Wasserkanal wurde 1632 von Maeda Toshitsune fertiggestellt und in die Wasserwege des Gartens integriert. So sorgt er im Kenroku-en für einen natürlichen Wasserfluss zu Teichen und Springbrunnen.

3
Heilige Quelle

Ein alter Brunnen, der in lokalen Legenden dafür bekannt ist, Goldflocken hervorgebracht zu haben – und damit den Namen Kanazawa geprägt haben soll. Das Wasser des Brunnens wird traditionell für Teezermonien in einem nahegelegenen Shinto-Schrein verwendet und symbolisiert dabei Reinheit.

Kontakt

Telefon: 076-234-3800