Itsukushima-Schrein

Itsukushima-Schrein

Chugoku Region

90/10090 min

Der Itsukushima-Schrein auf der Insel Itsukushima (die man allgemein Miyajima nennt) in der Präfektur Hiroshima ist ein besonders beliebter Shintō-Schrein. Berühmt ist er vor allem für sein auffälliges „schwebendes“ Torii-Tor, das bei Hochwasser scheinbar über dem Wasser zu schweben scheint. Die Anlage, die als UNESCO-Welterbe und als Nationaler Schatz Japans anerkannt ist, zeigt traditionelle japanische Architektur – harmonisch eingebettet in die umgebende Natur. Die Geschichte des Ortes reicht mindestens bis 593 n. Chr. zurück; bedeutende Ausbauten ließ 1168 n. Chr. der einflussreiche Krieger Taira no Kiyomori vornehmen, der das heutige Erscheinungsbild des Schreins maßgeblich prägte. Der Schrein liegt in einer ruhigen Insellandschaft, die für ihre heiligen Wälder bekannt ist, für frei umherlaufende Sika-Hirsche, die als göttliche Boten gelten, und für saisonale Landschaften mit Kirschblüten und Ahornlaub. Besucher erleben das besondere Setting hautnah: Wenn die Tiden steigen und fallen, werden beim Ebbe die Schlammbänke unter dem Torii-Tor sichtbar, während bei Flut die Stege überflutet sind – das sorgt für eine märchenhafte Stimmung. Auf der Insel gibt es außerdem weitere religiöse Stätten wie den Daiganji-Tempel, der der Göttin Benzaiten gewidmet ist, sowie den imposanten Senjō-kaku-Bau, der vom Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi errichtet wurde. Der Itsukushima-Schrein ist bis heute ein wichtiges spirituelles und kulturelles Symbol – und zieht sowohl Pilger als auch Touristen an, die hier gleichermaßen Ehrfurcht und natürliche Schönheit suchen.

Planen Sie Ihre Reise nach Jordanien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie den Schrein bei Hochwasser, um zu sehen, wie das Torii-Tor scheinbar auf dem Wasser „schwebt“. Kommen Sie früh, um Menschenmengen zu vermeiden, und erwägen Sie in der Hochsaison den Ticketkauf im Voraus. Die Fährverbindungen zur Insel sind häufig und bequem, prüfen Sie aber die Fahrpläne besonders in den Monaten außerhalb der Hauptsaison. Respektieren Sie die lokalen Gepflogenheiten, indem Sie die heilige Atmosphäre achten und keine Bäume schneiden, da die Insel ein geschütztes Naturgebiet ist. Im Herbst und im Frühling gibt es spektakuläres Laub und blühende Bäume – ideal für Fotos und entspannte Spaziergänge.

Interessante Fakten

  • Das ikonische Torii-Tor scheint bei Hochwasser auf dem Wasser zu „schweben“ – eine einzigartige architektonische Besonderheit.
  • Der Itsukushima-Schrein gehört zum Setonaikai-Nationalpark, der das Inlandmeer sowie die umliegenden Inseln umfasst.
  • Auf der Insel Miyajima laufen Sika-Hirsche frei umher und gelten im Shintō als heilige Boten der Götter.
  • Auf der Insel ist das Fällen von Bäumen verboten, um die natürliche, heilige Umgebung zu bewahren – Ausdruck eines tiefen Respekts gegenüber der Natur.
  • Die Shamoji, ein hölzerner Reispaddel, wurde von einem Mönch auf der Insel erfunden und ist ein beliebtes Souvenir-Symbol für Miyajima.
  • Der neben dem Schrein liegende Daiganji-Tempel gehört zu den drei bekanntesten Tempeln Japans, die der Göttin Benzaiten gewidmet sind – er ist der Öffentlichkeit nur einmal im Jahr zugänglich.

Geschichte

593

Die Ursprünge des Itsukushima-Schreins reichen mindestens bis 593 n.

Chr.

zurück, als vermutlich bereits ein einfacher Schrein auf der Insel existierte.

1168

An Bedeutung gewann der Schrein vor allem durch die Förderung von Taira no Kiyomori, die 1168 n.

Chr.

einsetzte und seinen heutigen architektonischen Stil prägte.

Im 16.

Jahrhundert trug Toyotomi Hideyoshi dazu bei, indem er den Senjō-kaku-Hall auf einem Hügel errichten ließ, der den Schrein überblickt.

Über die Jahrhunderte wurde der Schrein als heiliger Ort bewahrt: Shintō-Glaubensvorstellungen wurden in die natürliche Landschaft integriert.

Schließlich wurde die Anlage als UNESCO-Welterbe ausgewiesen und würdigt ihre kulturelle und historische Bedeutung.

Ortsführer

1
Schwebendes Torii-Tor1168
Zugeschrieben an Taira no Kiyomori

Das berühmteste Schmuckstück des Schreins: Dieses große Torii in kräftigem Zinnober steht im Meer und wirkt bei Hochwasser so, als würde es schweben – ein Symbol für die Grenze zwischen dem Heiligen und dem Alltäglichen.

2
Hauptschrein-Anlage1168
Taira no Kiyomori

Die Anlage wurde auf Stelzen über dem Wasser errichtet. Mehrere Hallen sind über Stege miteinander verbunden. So soll der Gesamteindruck entstehen, als würde alles wie auf dem Meer schweben – ein Beispiel für die harmonische Verbindung von Shintō-Architektur und Natur.

3
Senjō-kaku (Toyokuni-Schrein)16. Jahrhundert
Toyotomi Hideyoshi

Eine große Halle, die der Kriegsherr Toyotomi Hideyoshi im 16. Jahrhundert bauen ließ. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb des Schreins und war ursprünglich als Halle für Gebete in militärischen Angelegenheiten gedacht.

4
Daiganji-Tempel

Direkt neben dem Itsukushima-Schrein gelegen: Dieser buddhistische Tempel ist Benzaiten gewidmet – der Göttin der Musik, Künste und des Wissens – und gehört zu den drei großen Benzaiten-Tempeln Japans.

5
Mount Misen und Seilbahn

Der höchste Gipfel der Insel ist 535 Meter hoch. Er ist per Seilbahn und über Wanderwege erreichbar und bietet weite Ausblicke sowie Stationen, die mit dem buddhistischen Priester Kōbō Daishi verbunden sind.

Kontakt

Telefon: 0829-44-2020