Madaba Museum

Madaba Museum

Mādabā

75/10090 min

Das Madaba Museum wurde 1978 gegründet und liegt in einem Wohnhof in der Nähe der Balqa Street in Madaba, Jordanien. Das Museum besteht aus mehreren alten Häusern und Innenhöfen, in denen Mosaikböden zu sehen sind – entweder vor Ort gefunden oder zum Erhalt verlagert. Es zeigt einige der feinsten Beispiele byzantinischer Mosaikkunst, darunter die Bacchic Procession sowie die frühesten Mosaike, die von den christlichen Beduinen entdeckt wurden, als sie Madaba im späten 19. Jahrhundert wieder besiedelten. Zu den Schätzen des Museums zählt das Mosaik der Lower Baptistry Chapel, die früheste bekannte byzantinische Arbeit in Madaba, sowie das Mosaik von Paradise aus dem Haus von Farid al-Masri. Außerdem beherbergt das Museum archäologische Funde und ethnografische Ausstellungen wie traditionelle Kleidung, Schmuck, Waffen und Teppiche – und bietet so ein umfassendes kulturelles Erlebnis. Madaba selbst ist für sein reiches Mosaik-Erbe berühmt, das bis in die byzantinische und umayyadische Zeit zurückreicht: In der Stadt gibt es zahlreiche Kirchen und Orte, an denen kunstvolle Mosaikkunst zu sehen ist. Das Museum gibt Besuchern einen einzigartigen Einblick in das künstlerische und historische Erbe der Region – und ist damit ein Muss für alle, die sich für Archäologie und antike Kunst interessieren.

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Tipp: Besuchen Sie das Madaba Museum in den kühleren Monaten von November bis April, wenn die Öffnungszeiten von 8:00 bis 16:00 Uhr sind, oder im Sommer von 8:00 bis 18:30 Uhr. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Das Museum liegt etwa 500 Meter vom Archaeological Park und der Church of the Apostles entfernt, sodass sich die Besuche gut kombinieren lassen. Für Schüler, Senioren oder Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Planen Sie unbedingt Zeit ein, um die umliegenden Mosaike in der Stadt Madaba zu erkunden, für ein noch umfassenderes Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Die Madaba Map ist die älteste erhaltene kartografische Darstellung des Heiligen Landes und stammt aus dem 6. Jahrhundert.
  • Im Madaba Museum wird die Bacchic Procession gezeigt, das erste Mosaik, das von den christlichen Beduinen entdeckt wurde, als sie die Stadt 1880 wiederbesiedelten.
  • Das Mosaik der Lower Baptistry Chapel ist das früheste bekannte byzantinische Mosaik in Madaba.
  • Mehrere Mosaike in Madaba zeigen Szenen aus der Mythologie, aus dem Alltag und aus der Natur – darunter Tiere, Pflanzen und Jagdszenen.

Geschichte

Madaba hat eine lange Geschichte, die bis in die mittlere Bronzezeit zurückreicht, und war eine bedeutende moabitische Grenzstadt, die in der Bibel erwähnt wird.

Es erlebte von dem 2.

bis 7.

Jahrhundert eine Blüte unter römischer und byzantinischer Herrschaft und wurde zu einem Zentrum für christliche Gemeinschaften und Mosaikkunst.

629

Die Stadt wurde 629 vom Rashidun-Kalifat erobert und gehörte später zum Umayyaden-Kalifat.

Im späten 19.

1884

Jahrhundert siedelten christliche Beduinenfamilien Madaba erneut an, wodurch die bemerkenswerten Mosaike wiederentdeckt wurden – darunter die berühmte Madaba Map (Mosaik), die 1884 während des Baus einer Kirche entdeckt wurde.

1978

Die Gründung des Madaba Museum im Jahr 1978 half, diese unschätzbaren archäologischen Schätze zu bewahren und zu präsentieren.

Ortsführer

1
Bacchic Procession Mosaic6th century

Ein eindrucksvolles Mosaik, das eine Bacchic procession zeigt und eines der frühesten Mosaike repräsentiert, die von den christlichen Beduinen in Madaba entdeckt wurden. Es zeichnet sich durch filigrane Muster und mythologische Motive aus.

2
Mosaic of the Lower Baptistry Chapel6th century

Das früheste byzantinische Mosaik in Madaba, gefunden unter der Chapel of the Martyr Theodore. Es veranschaulicht frühes christliches Mosaikhandwerk in der Region.

3
Mosaic of Paradise6th century

Das im Haus von Farid al-Masri gelegene exquisite Fußbodenmosaik zeigt eine paradiesische Gartenszene mit kräftigen Farben und detailreicher Bildgestaltung.

4
Ethnographic Exhibits

Räume mit Exponaten wie traditionellen Kostümen, Schmuck, Waffen und Teppichen, die das kulturelle Erbe der Region veranschaulichen.

Kontakt

Telefon: (06) 505 8732