Kirche des Heiligen Georg

Kirche des Heiligen Georg

Mādabā

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Die Kirche des Heiligen Georg in Madaba, Jordanien, ist vor allem für das Madaba-Mosaikkarte bekannt: ein außergewöhnliches Bodenmosaik aus der frühen byzantinischen Zeit. Die Karte gilt als die älteste erhaltene originale Darstellung des Heiligen Landes – sie zeigt ein Gebiet vom Libanon im Norden bis zum Nildelta im Süden und reicht vom Mittelmeer im Westen bis zur Östlichen Wüste. Das zwischen 542 und 570 n. Chr. entstandene Mosaik maß ursprünglich 21 mal 7 Meter und bestand aus über zwei Millionen Tesserae, heute beträgt die Größe jedoch 16 mal 5 Meter. Die Karte ist nach Osten ausgerichtet – hin zum Altar – statt nach Norden, entsprechend den Himmelsrichtungen, wie sie damals verstanden wurden. Zu sehen sind detailreiche Darstellungen von etwa 150 Städten und Dörfern, darunter wichtige biblische und christliche Orte wie Jerusalem mit seinen Toren, die Kirche des Heiligen Grabes und der Turm von David. Auch natürliche Gegebenheiten sind dargestellt, etwa das Tote Meer mit Fischbooten und Tierwelt in der Moab-Wüste. Die Gestaltung vereint einen Blick aus der Luft mit perspektivischen „Faltungen“ und enthält griechische Inschriften, die Landschaftseinheiten benennen. Vermutlich diente die Karte Pilgern als Orientierungshilfe bei der Durchreise durch das Heilige Land. Die Kirche selbst ist ein griechisch-orthodoxer Ort, der über dem Mosaik erbaut wurde, das beim Bau Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. Sie wurde mehrmals restauriert, um dieses wertvolle Kulturerbe zu bewahren.

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Tipp: Besucher sollten die Kirche des Heiligen Georg in den kühleren Monaten aufsuchen, um der intensiven Sommerhitze zu entgehen, die für Jordanien typisch ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen oder an geführten Touren teilzunehmen, damit der Zugang gesichert ist, denn der Ort ist bei Touristen und Pilgern gleichermaßen beliebt. Fotografieren ist in der Regel erlaubt, prüfen Sie jedoch mögliche Einschränkungen. Angemessene, zurückhaltende Kleidung wird empfohlen, da es sich um eine funktionierende Kirche handelt. Das sorgfältige Erkunden des Mosaiks kann etwas Zeit in Anspruch nehmen – planen Sie daher genug Besuchsdauer ein. Ermäßigungen sind möglicherweise für Schüler, Senioren und Gruppen erhältlich.

Interessante Fakten

  • Die Madaba-Mosaikkarte ist die älteste erhaltene originale Karte des Heiligen Landes und stammt aus dem 6. Jahrhundert n. Chr.
  • Das Mosaik enthält über zwei Millionen Tesserae und maß ursprünglich 21 mal 7 Meter.
  • Es zeigt etwa 150 Städte und Dörfer mit griechischen Inschriften, darunter detaillierte Darstellungen von Jerusalem und weiteren biblischen Stätten.
  • Die Karte stellt natürliche Gegebenheiten dar, etwa das Tote Meer mit Fischbooten und Tierwelt in der Moab-Wüste – einschließlich eines Löwen, der eine Gazelle jagt.
  • Das Mosaik wurde Ende des 19. Jahrhunderts zufällig beim Bau der Kirche entdeckt und wurde seither restauriert, um es zu erhalten.

Geschichte

Die Madaba-Mosaikkarte wurde im 6.

Jahrhundert n.

Chr.

542

geschaffen, genauer zwischen 542 und 570, da sie Jerusalem mit Gebäuden zeigt, die vor 570 errichtet wurden, und solche, die danach entstanden, weglässt.

Das Mosaik wurde vermutlich von der christlichen Gemeinde in Madaba in Auftrag gegeben, die damals Sitz eines Bistums war.

614

Madaba wurde 614 vom Sasanianischen Reich erobert und stand später im 8.

Jahrhundert unter umayyadischer muslimischer Herrschaft; in dieser Zeit wurden einige figürliche Motive vom Mosaik entfernt.

746

Die Stadt wurde durch ein Erdbeben 746 weitgehend zerstört und anschließend aufgegeben.

1884

Das Mosaik wurde beim Bau der Kirche 1884 bis 1886 wiederentdeckt.

Seitdem hat es durch Feuer und Feuchtigkeit Schaden genommen, doch seit den 1960er-Jahren begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten, um dieses einzigartige historische Zeugnis zu bewahren.

Ortsführer

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Madaba-Mosaikkarte6. Jahrhundert n. Chr.
Unbekannte byzantinische Künstler

Ein umfangreiches Bodenmosaik, das das Heilige Land von Libanon bis zum Nildelta darstellt und detaillierte topografische sowie biblische Orte mit griechischen Inschriften zeigt. Jerusalem wird besonders hervorgehoben – mit Toren, Kirchen und Straßen.