
Petra
Ma‘ān
Petra, im Süden Jordaniens gelegen, ist eine antike Stadt, die vor allem wegen ihrer bemerkenswerten Felsarchitektur und der ausgeklügelten Wasserversorgungssysteme bekannt ist. Wegen der charakteristischen Farbgebung ihrer Sandstein-Felsklippen wird Petra auch „Rose City“ genannt. Ursprünglich hieß die Stadt bei ihren nabatäischen Bewohnern Raqmu. Die Nabatäer – ein nomadisch lebender arabischer Stamm – machten Petra im 4. Jahrhundert v. Chr. zu ihrer Hauptstadt und verwandelten sie in einen wichtigen Handelsplatz entlang der Weihrauchrouten. Besonders im 1. Jahrhundert n. Chr. erlebte die Stadt ihre Blüte: Die Bevölkerung erreichte etwa 20.000 Menschen, und es entstanden zahlreiche ikonische Monumente wie Al-Khazneh, von dem man glaubt, dass es ein königliches Mausoleum war. 106 n. Chr. von den Römern erobert, verlor Petra an Bedeutung, als Seehandelsrouten stärker wurden, und ein Erdbeben im Jahr 363 n. Chr. verursachte schwere Zerstörungen. In der byzantinischen Zeit wurden christliche Kirchen errichtet, doch die Stadt ging allmählich zurück und war im frühen islamischen Zeitalter weitgehend verlassen. 1812 wurde Petra von dem Schweizer Entdecker Johann Ludwig Burckhardt wiederentdeckt. Heute ist Petra UNESCO-Welterbe und eine der „New Seven Wonders of the World“ – ein Symbol für das reiche kulturelle Erbe Jordaniens und mit jährlich rund einer Million Touristen ein echter Publikumsmagnet.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Petra sind die kühleren Monate von März bis Mai sowie von September bis November, um die intensive Wüstenhitze zu vermeiden. Besucher sollten – besonders in der Hochsaison – Tickets im Voraus kaufen, um den Zugang und die Teilnahme an geführten Touren sicherzustellen. Für Schüler, Senioren und Gruppen sind unter Umständen Ermäßigungen verfügbar. Ziehen Sie bequeme Wanderschuhe an, denn das Erkunden von Petra ist mit viel Gehen und Klettern verbunden. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag bietet sich für die Fotografie weichere Beleuchtung und es sind meist weniger Menschen unterwegs.
Interessante Fakten
- •Petra ist vollständig in leuchtend roten, pinkfarbenen und sandsteinfarbenen Felsklippen gehauen – daher auch der Spitzname „Rose City“.
- •Al-Khazneh (The Treasury) gehört zu den berühmtesten Monumenten Petras und gilt als Mausoleum für den nabatäischen König Aretas IV.
- •Petra war ein wichtiges Zentrum im antiken Weihrauchhandel und verband Arabien, Ägypten und das Mittelmeer.
- •Das ausgeklügelte Wassermanagement-System der Stadt ermöglichte ihr ein Gedeihen in der trockenen Wüstenumgebung.
- •Bis zu ihrer Wiederentdeckung durch Johann Ludwig Burckhardt im Jahr 1812 war Petra der westlichen Welt unbekannt.
Geschichte
Die Region um Petra ist mindestens seit 7000 v.
Chr.
bewohnt; in der Nähe gab es frühe neolithische Siedlungen.
Während der Eisenzeit (1200–600 v.
Chr.) wurde das Gebiet von den Edomitern bewohnt, die die natürlichen Wasserreservoirs von Petra für den Handel nutzten.
Im 4.
Jahrhundert v.
Chr.
entstanden die Nabatäer, ein nördlicher arabischer Stamm, der Petra zu seiner Hauptstadt und zu einem bedeutenden Handelszentrum machte.
In der Stadt blühte es besonders im 1.
Jahrhundert n.
Chr., bevor sie 106 n.
Chr.
unter römische Kontrolle geriet.
Ein verheerendes Erdbeben im Jahr 363 n.
Chr.
sowie der Aufstieg der Seehandelsrouten führten zum Niedergang Petras.
Im frühen islamischen Zeitalter wurde die Stadt weitgehend aufgegeben, und blieb bis zu ihrer Wiederentdeckung 1812 der westlichen Welt unbekannt.
Ortsführer
Al-Khazneh (The Treasury)1st century AD
Diese markante, in den Sandsteinfelsen gehauene Fassade gilt als das Mausoleum des nabatäischen Königs Aretas IV. Sie zeichnet sich durch reich verzierte hellenistische Architektur-Elemente aus und gehört zu den meistfotografierten Wahrzeichen Petras.
The Siq
Eine enge, sich windende Schlucht, die als Haupteingang zu Petra dient. Der Siq ist etwa 1,2 Kilometer lang und wird von hohen Felswänden eingerahmt – das sorgt für eine spektakuläre Annäherung an die Monumente der Stadt.
Royal Tombs1st century BC to 1st century AD
Eine Reihe großer in den Fels gehauener Gräber mit aufwendigen Fassaden – ein Spiegel der Macht, des Wohlstands und der künstlerischen Fertigkeit der nabatäischen Elite.
Great Temple1st century AD
Ein riesiger archäologischer Komplex, der vermutlich ein religiöses und administratives Zentrum der Nabatäer gewesen ist. Er verfügt über große Säulen und detailreiches Steinwerk.
Byzantine Churches4th to 6th centuries AD
Mehrere Kirchen, die in der byzantinischen Zeit innerhalb Petras errichtet wurden, und die frühe christliche Architektur sowie Mosaike zur Schau stellen.
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