Jerash Archäologische Stätte

Jerash Archäologische Stätte

Jarash

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Die Jerash Archäologische Stätte im Norden Jordaniens ist vor allem für ihre bemerkenswert erhaltenen greco-römischen Ruinen bekannt und spiegelt eine reiche Geschichte wider, die vom Neolithikum über die römische und byzantinische Zeit bis in spätere Epochen reicht. Ursprünglich als Gerasa bekannt, war sie eine bedeutende Stadt der Decapolis, eines Bundes hellenistischer Städte, der unter römischem Schutz stand. Das Areal umfasst beeindruckende Säulenstraßen, Tempel, Theater und früchristliche Kirchen – Zeugnisse dafür, wie sich architektonische Stile über Jahrhunderte hinweg entwickelt haben. Jerash erlebte unter der römischen Herrschaft ab 63 v. Chr. eine Blütezeit und wurde zu einem wichtigen urbanen Zentrum mit einer vielfältigen Bevölkerung, darunter Syrer und Juden. Die Stadt erlitt erhebliche Schäden durch das Erdbeben von 749 in Galiläa und später durch Invasionen, darunter die Zerstörung durch die Kreuzfahrer im 12. Jahrhundert, was zu Phasen der Aufgabe führte. Archäologische Ausgrabungen seit 1925 haben nach und nach die Pracht der Stadt freigelegt und dabei öffentliche Bauten, Befestigungsanlagen und Wohnviertel entdeckt. Heute findet in Jerash ein jährliches Kulturfestival statt, das Zehntausende Besucher anzieht, und neue Funde werfen Licht auf die mittel-islamische und mamlukische Zeit und bereichern so das Verständnis für die durchgehende Besiedlung. Die Mischung aus antiken Ruinen und kultureller Lebendigkeit macht Jerash zu einem einzigartigen Blickfenster auf die klassische und mittelalterliche Geschichte der Region.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Jerash sind die Frühjahrs- und Herbstmonate, wenn das Wetter mild und angenehm ist. Besucher sollten besonders während des Jerash-Festivals Tickets im Voraus kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Geführte Touren werden empfohlen, um den historischen Kontext vollständig zu erfassen. Für Schüler, Senioren und Gruppen können Rabatte verfügbar sein. Die Stätte ist mit dem Auto erreichbar oder über organisierte Touren ab Amman; außerdem sind bequeme Laufschuhe empfehlenswert, da die Ruinen weitläufig sind.

Interessante Fakten

  • Jerash wird oft „Pompeji des Nahen Ostens“ genannt, weil die römische Architektur hier außergewöhnlich gut erhalten ist.
  • Das Gelände umfasst Ruinen aus mehreren Epochen, darunter Neolithikum, Hellenismus, römische, byzantinische und islamische Zeit.
  • Archäologen fanden in Jerash menschliche Schädel, die bis in die neolithische Zeit zurückreichen (7500–5500 v. Chr.) – eine der seltensten Entdeckungen dieser Art weltweit.
  • Jerash war eine der wenigen Städte in der Region während des Ersten Jüdisch-Römischen Kriegs, die ihre jüdischen Bewohner schützte, statt sie zu verfolgen.
  • Ein Massengrab in Jerash liefert Hinweise auf die Pest des Justinian in der Region um das 6. Jahrhundert n. Chr.
  • Das Jerash-Festival ist ein großes Kulturereignis: Jährlich feiern zehntausende Besucher hier die Künste und das Erbe des Nahen Ostens.

Geschichte

7500

Die Geschichte von Jerash reicht bis in die neolithische Zeit zurück: Menschliche Überreste aus etwa 7500 v.

Chr.

belegen eine frühe Besiedlung.

Daraus entwickelte sich die hellenistische Stadt Gerasa – möglicherweise von Alexander dem Großen oder seleukidischen Herrschern gegründet – bevor sie später Teil des Hasmonäerreichs wurde.

Die römische Eroberung im Jahr 63 v.

Chr.

integrierte Jerash in die Decapolis und markierte mit umfangreicher städtischer Entwicklung das goldene Zeitalter der Stadt.

749

Jerash überstand die Zerstörungen durch das Erdbeben von 749 in Galiläa und wurde im 12.

Jahrhundert von den Kreuzfahrern verwüstet.

Nach Phasen der Aufgabe kam Jerash während der osmanischen Herrschaft im 16.

Jahrhundert wieder zu neuer Bedeutung und wurde seit dem frühen 20.

Jahrhundert nach und nach ausgegraben – mit Schichten aus verschiedenen historischen Epochen.

Ortsführer

1
Das Ovale Forum2. Jahrhundert n. Chr.

Ein großes, freilichtiges Forum mit markant ovaler Form, ringsum von einer Säulenhalle umgeben, das als zentraler öffentlicher Platz im römischen Gerasa diente.

2
Das Südtheater2. Jahrhundert n. Chr.

Ein gut erhaltenes römisches Theater für Aufführungen und öffentliche Zusammenkünfte – mit beeindruckender Akustik und stufenweise angeordneten Sitzreihen.

3
Tempel der Artemis2. Jahrhundert n. Chr.

Der Göttin Artemis gewidmet, war dieser Tempel ein Mittelpunkt des religiösen Lebens und zeichnet sich durch prächtige korinthische Säulen sowie detailreiche Verzierungen aus.

4
Hadriansbogen129-130 n. Chr.

Ein monumentaler Bogen, der errichtet wurde, um den Besuch von Kaiser Hadrian in Jerash in den Jahren 129–130 n. Chr. zu ehren – als Zeichen kaiserlicher Gunst und urbanen Prestiges.

5
Cardo Maximus2. Jahrhundert n. Chr.

Die Hauptstraße von Jerash – eine nord-südlich verlaufende, säulenumstandene Prachtachse, gesäumt von Läden, öffentlichen Bauten und Monumenten. Sie zeigt beispielhaft die römische Stadtplanung.

Kontakt

Telefon: (02) 635 4653