Pella

Pella

Irbid

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Pella liegt nahe dem heutigen Dorf Ṭabaqat Faḥl im Nordwesten Jordaniens und ist eine bedeutende archäologische Fundstätte mit durchgehender Besiedlung vom Neolithikum bis in die islamische Zeit. Während der Hellenistischen Zeit erlebte die Stadt einen Aufschwung, gehörte sie doch zur Dekapolis – einem Städtebund, der unter römischer Herrschaft kulturell und politisch einflussreich war. Zu den Ruinen von Pella zählen Tempel, Kirchen und Wohnbauten, die den Wohlstand der Stadt besonders in den römischen und byzantinischen Epochen widerspiegeln. Die strategisch günstige Lage nahe reichlich vorhandener Wasserspringquellen trug zu ihrer historischen Bedeutung und zur städtischen Entwicklung bei. Ausgrabungen haben Behausungen aus der Zeit um 6000 v. Chr., chalcolithische Lagerkomplexe sowie Tempel aus der Bronze- und Eisenzeit zutage gefördert – ein eindrucksvolles Beispiel für eine vielschichtige Kulturgeschichte. Pella war außerdem in byzantinischer Zeit ein Bischofssitz und wurde später Teil der islamischen Provinz Jund al-Urdunn. Heute zieht die Stätte jedes Jahr tausende Besucher an, besonders im Frühling, wenn rings um das Gelände zahlreiche Wildblumen blühen und sowohl die landschaftliche als auch die historische Attraktivität noch verstärken.

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Tipp: Die beste Zeit, um Pella zu besuchen, ist der Frühling, wenn die Gegend von Wildblumen geprägt ist und eine einzigartige Mischung aus Naturgenuss und archäologischer Entdeckung bietet. Besucher sollten geführte Touren einplanen, um die weitläufigen Ruinen und ihren historischen Kontext vollständig zu verstehen. Eintrittskarten sind zwar vor Ort erhältlich, aber ein Kauf im Voraus kann helfen, Wartezeiten in den Stoßzeiten zu vermeiden. Aufgrund des Geländes und der weitgehend freien, offenen Lage werden bequeme Wanderschuhe und Sonnenschutz empfohlen.

Interessante Fakten

  • Pella gehört zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Fundstätten der Region – mit neolithischen Überresten, die bis auf 6000 v. Chr. zurückreichen.
  • Die Stadt war Teil der Dekapolis, eines Städtebunds aus zehn Städten mit gemeinsamer griechisch-römischer Kultur und politischen Allianzen.
  • Der Name von Pella könnte sich von Alexanders des Großen Geburtsort in Makedonien ableiten oder auf die zahlreichen Quellen zurückgehen – ähnlich wie beim ursprünglichen Pella.
  • Die Stätte enthält architektonische Überreste aus mehreren Epochen, darunter Neolithikum, Chalkolithikum, Bronzezeit, Eisenzeit, Hellenismus, römische, byzantinische und islamische Zeit.
  • Jedes Jahr besuchen Tausende Pella, besonders im Frühling, wenn die Gegend mit Wildblumen bedeckt ist und das Erlebnis für Besucher noch bereichert.

Geschichte

6000

Die Geschichte von Pella reicht bis in die neolithische Zeit zurück – mit Hinweisen auf frühe Siedlungen um 6000 v.

Chr.

Die Entwicklung ging durch die Chalkolithikum- und Bronzezeit hindurch, bevor daraus möglicherweise eine bedeutende hellenistische Stadt wurde, die eventuell von Veteranen aus Alexanders des Großen Heer gegründet wurde.

In der römischen Zeit blühte Pella als Teil der Dekapolis auf und profitierte von Handelsrouten und Stadtplanung.

Ihren Höhepunkt erreichte die Stadt in der byzantinischen Epoche als Bischofssitz, bevor sie nach der islamischen Eroberung im 7.

Jahrhundert n.

Chr.

allmählich verfiel – unter anderem durch Naturkatastrophen und den Wandel in den regionalen Machtzentren.

Über Jahrhunderte hinweg nahm die Bedeutung von Pella ab, während nahegelegene Städte wie Amman und Tiberias stärker in den Vordergrund traten.

Ortsführer

1
Neolithische Wohnhausresteca. 6000 v. Chr.

Dies sind einige der frühesten bislang bekannten menschlichen Wohnstätten in Pella. Sie stammen aus der Zeit um 6000 v. Chr. und geben Einblicke in das frühe sesshafte Leben im Jordantal.

2
Chalkolithische Lagerkomplexeca. 4200 v. Chr.

Lagerstätten aus der Zeit des Chalkolithikums (um 4200 v. Chr.), die an der Fundstätte entdeckt wurden. Sie deuten auf eine fortschrittliche Organisation der Gemeinschaft und auf ausgeklügeltes Ressourcenmanagement hin.

3
Hellenistische Tempel und städtische Strukturen4. bis 1. Jahrhundert v. Chr.

Ruinen aus der hellenistischen Zeit, die zeigen, wie Pella in die griechisch-römische Kultur eingebunden war – darunter Tempel und öffentliche Gebäude.

4
Byzantinische Kirchen und Standort des Bischofssitzes4. bis 7. Jahrhundert n. Chr.

Religiöse Bauten aus der byzantinischen Epoche, als Pella in der Provinz Palaestina Secunda ein bedeutender Bischofssitz war.