Zarqa Archäologisches Museum

Zarqa Archäologisches Museum

Az Zarqā’

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Das Zarqa Archäologische Museum in Az Zarqā’, Jordanien, widmet sich der Bewahrung und Präsentation von Artefakten der nahegelegenen archäologischen Fundstätte Ayn Ghazal, einer bedeutenden neolithischen Siedlung. Ayn Ghazal stammt aus der Zeit um 7000 v. Chr. und war eines der größten frühen Ackerbau-Dörfer im Gebiet des Levante, in seiner Blütezeit von mehreren Tausend Menschen bewohnt. Zu den Ausstellungsstücken gehören einige der ältesten großformatigen Statuen, die je gefunden wurden – die ʿAin Ghazal-Statuen – sowie Werkzeuge, Keramik und Alltagsgegenstände, die den landwirtschaftlichen und hirtengestützten Lebensstil der damaligen Bewohner erkennen lassen. Auch die Fundstätte selbst ist bemerkenswert: rechteckige Häuser aus Lehmziegeln und Innenräume mit Kalkverputz spiegeln frühe architektonische Bauweisen wider. Das Museum gibt Einblicke in den Übergang von Jäger-und-Sammler-Gesellschaften zu sesshaften Ackerbau-Communities und zeigt, wie sich soziale Strukturen und wirtschaftliche Aktivitäten wie der Anbau von Getreide und die Domestikation von Tieren entwickelten. Besucher können zudem den naturräumlichen Kontext von Ayn Ghazal erkunden – nahe am Zarqa-Fluss gelegen, der die Bevölkerung trotz klimatischer Herausforderungen ernährte. Das Museum ist ein kultureller Anlaufpunkt, der moderne Besucher mit einem der frühesten Kapitel der menschlichen Zivilisation in Jordanien verbindet.

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Tipp: Besucher sollten sich im Voraus über die Öffnungszeiten des Museums informieren und nach Möglichkeit unter der Woche kommen, um ein ruhigeres Erlebnis zu haben. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Das Museum bietet möglicherweise Ermäßigungen für Schüler und Gruppen, daher lohnt sich eine Nachfrage am Eingang. Bequeme Wanderschuhe werden empfohlen, da die Ausstellung umfangreiche archäologische Funde umfasst. Geführte Touren können das Verständnis für die neolithische Epoche und die Bedeutung von Ayn Ghazal vertiefen.

Interessante Fakten

  • Die ʿAin Ghazal-Statuen, die nahe Zarqa gefunden wurden, gehören zu den ältesten großformatigen menschlichen Statuen weltweit und stammen aus der Zeit um 7000 v. Chr.
  • Ayn Ghazal war in seiner Blütezeit deutlich größer und bevölkerungsreicher als zeitgenössische Stätten wie Jericho.
  • Die Siedlung wurde mit rechteckigen Häusern aus Lehmziegeln errichtet, deren Innenräume mit Kalk verputzt waren und alle paar Jahre erneuert wurden.
  • Der Bevölkerungsrückgang nach 6500 v. Chr. steht im Zusammenhang mit dem 8,2-Kilo-Jahr-Klimazeitraum, einem großen Umweltumschwung.
  • Archäologische Belege zeigen eine vielfältige Ernährung mit angebautem Getreide, Hülsenfrüchten, domestizierten Ziegen und gejagten Wildtieren.

Geschichte

300

Ayn Ghazal wurde im Mittel-Abschnitt der Keramikfreien Neolithikum-B-Phase (Middle Pre-Pottery Neolithic B) um 10.300 BP gegründet und blühte bis etwa 9.550 BP.

7000

Aus einem bescheidenen aceramischen Dorf entwickelte es sich bis 7000 v.

Chr.

000

zu einer großen Ackerbau-Community, die bis zu 3.000 Einwohner ernährte.

6500

Nach 6500 v.

Chr.

erlebte die Siedlung einen starken Bevölkerungsrückgang, vermutlich aufgrund von Umweltzerstörung und klimatischen Ereignissen wie dem 8,2-Kilo-Jahr-Ereignis.

Über Jahrhunderte hinweg spiegelt die Stätte den größeren neolithischen Wandel im Vorderen Orient wider – vom mobilen Jäger-und-Sammler-Leben hin zu sesshaften landwirtschaftlichen Gesellschaften.

Die entdeckten Artefakte haben wertvolle Erkenntnisse über die frühe soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Menschen geliefert.

Ortsführer

1
Ausstellung der ʿAin Ghazal-Statuenc. 7000 BCE

Diese Ausstellung zeigt die bemerkenswerten Gipsstatuen, die in Ayn Ghazal entdeckt wurden. Sie stellen einige der frühesten großformatigen menschlichen Figurinen dar und spiegeln den prähistorischen künstlerischen Ausdruck sowie soziale Symbolik wider.

2
Neolithische Werkzeuge und Keramikcirca 7000-5000 BCE

Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl an Werkzeugen und Keramikgefäßen, die von den Bewohnern von Ayn Ghazal genutzt wurden, und veranschaulicht ihren Alltag, ihre landwirtschaftlichen Praktiken und technologischen Fortschritte während der neolithischen Zeit.

3
Modell der SiedlungsarchitekturNeolithic period

Ein detailliertes Modell, das die rechteckigen Häuser aus Lehmziegeln mit Kalkverputz- Innenräumen zeigt – typisch für Ayn Ghazal. Es verdeutlicht frühe architektonische Techniken und die Planung innerhalb der Gemeinschaft.

Kontakt

Telefon: (06) 463 8795