Al Mafraq Archäologisches Museum

Al Mafraq

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Das Al Mafraq Archäologisches Museum liegt nahe der Ortschaft Al Mafraq im nördlichen Jordanien und bietet Besuchern einen einzigartigen Einblick in das weitreichende historische und archäologische Erbe der Region. Im Mittelpunkt des Museums stehen vor allem Fundstücke und Ausstellungen, die mit der nahegelegenen antiken Stätte Umm el-Jimal zusammenhängen – einem Dorf mit Ruinen, die vom Zeitalter der Nabatäer bis zur Abbasiden-Ära reichen. Umm el-Jimal war selbst eine bedeutende Siedlung: Sie entwickelte sich von einer nabatäischen Ackerbau-Gemeinschaft und Handelsstation im 1. Jahrhundert n. Chr. zu einer römischen Militärbasis und später zu einer blühenden byzantinischen Stadt. Die Sammlung des Museums umfasst Inschriften, Keramik, architektonische Fragmente und weitere Relikte, die die kulturellen und historischen Übergänge der Region über Jahrhunderte hinweg veranschaulichen. Besucher erfahren hier außerdem mehr über die römische Eingliederung der Region, die Auswirkungen der Rebellion von Königin Zenobia und schließlich über den allmählichen Niedergang nach einem verheerenden Erdbeben um 749 n. Chr. Das Museum ist ein wichtiges Bildungszentrum, das die Ruinen von Umm el-Jimal und die größere Geschichte der Hauran-Region in einen stimmigen Zusammenhang bringt – und damit ein lohnenswerter Stopp für alle, die sich für Archäologie und Geschichte des Nahen Ostens interessieren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Al Mafraq Archäologisches Museum sind die kühleren Monate im Frühling und im Herbst, um der sommerlichen Hitze der Region zu entgehen. Es wird empfohlen, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und – falls möglich – die Tickets bereits vorher zu kaufen. Wer das Ganze möglichst umfassend erleben möchte, sollte außerdem die nahegelegenen Ruinen von Umm el-Jimal erkunden. Ermäßigungen sind möglicherweise für Schüler, Studierende und Gruppen verfügbar – fragen Sie dazu an der Kasse des Museums nach.

Interessante Fakten

  • Umm el-Jimal bedeutet auf Arabisch „Mutter der Kamele“.
  • Die Stätte enthält Ruinen aus der Zeit der Nabatäer, der Römer, der Byzantiner und der frühen islamischen Periode.
  • Ein bedeutendes Erdbeben um 749 n. Chr. verursachte großflächige Zerstörungen und führte zur Aufgabe des Dorfes.
  • Römische Inschriften, die in Umm el-Jimal gefunden wurden, deuten darauf hin, dass lokale Männer im Stadtrat von Bostra mitwirkten.
  • Die Exponate des Museums helfen dabei, den Wandel von einer nabatäischen Ackerbau-Gemeinschaft zu einem römischen Militärstützpunkt und später zu einer byzantinischen Stadt zu veranschaulichen.

Geschichte

Das Gebiet um Al Mafraq, einschließlich Umm el-Jimal, wurde erstmals im 1.

Jahrhundert n.

Chr.

besiedelt: als nabatäische Dorfgemeinschaft, die mit der Hauptstadt Bostra verbunden war.

106

Während der römischen Herrschaft ab 106 n.

Chr.

275

entwickelte sich die Stätte zu einem Ort mit militärischen und administrativen Gebäuden – darunter eine Festung, die nach der Rebellion von Königin Zenobia im Jahr 275 n.

Chr.

errichtet wurde.

Das Dorf blühte in den Jahrhunderten 5.

und 6.

n.

Chr.

000

als byzantinische Stadt auf und erreichte eine Bevölkerungszahl von bis zu 6.000.

Nach den muslimischen Eroberungen im 7.

749

Jahrhundert ging die Siedlung zurück, und ein großes Erdbeben um 749 n.

Chr.

führte schließlich zur Aufgabe.

Das Gebiet blieb über ein Jahrtausend weitgehend unbewohnt, bis es im 20.

Jahrhundert wieder neu besiedelt wurde.

Ortsführer

1
Ausstellungsbereich mit nabatäischen Funden1st century CE

Zeigt Inschriften, Grabsteine und Keramik aus der Zeit der Nabatäer und hebt die frühe Siedlung sowie ihre Verbindungen zu Bostra hervor.

2
Römischer Militärbereich2nd to 3rd century CE

Präsentiert Relikte aus der römischen Zeit, darunter architektonische Fragmente aus dem Praetorium und der tetrarchischen Festung, die nach 275 CE errichtet wurde.

3
Sammlung aus der byzantinischen Zeit5th to 6th century CE

Zeigt Funde, die den Wohlstand von Umm el-Jimal in den Jahrhunderten 5. und 6. n. Chr. belegen – darunter Baumaterialien und Dinge des täglichen Lebens.

4
Frühislamische und abbasidische Artefakte7th to 8th century CE

Stellt Gegenstände und architektonische Fragmente aus der frühen islamischen Zeit bis in die Epoche der Abbasiden aus und zeigt, dass die Stätte vor dem Erdbeben von 749 n. Chr. weiterhin bewohnt war.