
Navy Island
Portland
Navy Island ist eine 64 Hektar große unbewohnte Insel vor der Küste von Port Antonio im Parish Portland, Jamaika. Historisch wurde sie zunächst von der britischen Regierung dem Gouverneur Lynch zugesprochen und war als „Lynch’s Island“ bekannt, bevor sie von der Royal Navy übernommen wurde. Diese nutzte die Insel als Geschützstellung und als Careening- bzw. Überholstation für Schiffe. Berühmt wurde die Insel als privates Rückzugsgebiet des Hollywood-Schauspielers Errol Flynn, der dort zahlreiche Partys veranstaltete und Königspalmen pflanzte, die bis heute erhalten sind. Flynn errichtete kein dauerhaftes Wohnhaus, sondern legte seine Yacht in der Nähe einer einfachen Reetkonstruktion vor Anker. In späteren Jahren versuchten Entwickler, Navy Island in ein gehobenes Urlaubsziel zu verwandeln – unter anderem mit dem Admiralty Club –, doch Finanzprobleme und Streitigkeiten zwischen dem Personal ließen das Projekt scheitern. Eine rechtliche Vorgabe, die den öffentlichen Zugang zu den Einrichtungen sowie zu einem öffentlichen Strand verlangte, machte die Entwicklung zusätzlich komplizierter. Schließlich erwarb die Regierung von Jamaika alle Landtitel und schloss die Insel, sodass sie unbebaut blieb und als natürliches Element erhalten wurde.
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Tipp: Besucher sollten beachten, dass Navy Island derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen ist, da es sich im Besitz der Regierung befindet und unbebaut ist. Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte die umliegenden Küstenbereiche von Port Antonio am besten in der Trockenzeit erkunden – typischerweise von Dezember bis April. Da die Insel nicht zugänglich ist, empfiehlt sich, Besuche bei nahegelegenen Attraktionen und Bootstouren in der Umgebung einzuplanen. Für Navy Island selbst sind keine Ticketkäufe oder Reservierungen erforderlich.
Interessante Fakten
- •Navy Island gehörte einst dem berühmten Hollywood-Schauspieler Errol Flynn, der dort viele Partys veranstaltete.
- •Die Insel wurde in der Vergangenheit von der Royal Navy als Geschützstellung und zur Instandhaltung von Schiffen genutzt.
- •Errol Flynn pflanzte auf der Insel eine lange Reihe Königspalmen, die bis heute stehen.
- •Auf dem Resort kam es einst zu einer Rebellion des Personals, wodurch die Besitzer in Gewahrsam genommen wurden, bis eine Abfindungszahlung (Termination Pay) geleistet wurde.
- •Rechtliche Anforderungen an den öffentlichen Zugang zu Einrichtungen und zu einem öffentlichen Strand verhinderten eher die Entwicklung eines gehobenen Resorts.
- •Die Regierung von Jamaika besitzt die Insel nun; sie bleibt unbebaut und ist für die Öffentlichkeit geschlossen.
Geschichte
Ursprünglich wurde die Insel dem Gouverneur Lynch von der britischen Regierung zugesprochen und war zunächst als „Lynch’s Island“ bekannt.
Später diente die Insel der Royal Navy als Geschützstellung und als Wartungsstation für Schiffe.
Im 20.
Jahrhundert kaufte der Schauspieler Errol Flynn die Insel als privates Rückzugsgebiet.
Die folgenden Entwicklungsversuche in den späten 20er-Jahren sollten ein Luxusresort schaffen, wurden jedoch durch finanzielle Probleme und Unruhen unter dem Personal ausgebremst.
Schließlich erwarb die jamaikanische Regierung die Insel, schloss sie für die private Entwicklung und bewahrte sie als unbebauten Naturort.