Giardino Giusti

Giardino Giusti

Veneto

85/10090 min

Giardino Giusti in Verona, Italien, zählt zu den schönsten Beispielen italienischer Renaissancegärten und wurde 1580 angelegt. Direkt neben dem Giusti-Palast aus dem 16. Jahrhundert gelegen, zeigt der Garten eine stimmige Mischung aus geometrischen Parterres, von Zypressen gesäumten Alleen und einem berühmten Heckenlabyrinth. Der Garten steigt einen Hang hinauf, in den sich Terrassen in mehreren Ebenen staffeln, und bietet weite Ausblicke über Verona. Zu den besonderen Attraktionen zählen die Grotte des genius loci mit einem großen Mascherone, das Bartolomeo Ridolfi zugeschrieben wird, sowie mehrere künstliche Grotten, die in den Tufffelsen gehauen wurden. Das Gartendesign entwickelte sich über Jahrhunderte weiter; bedeutende Ergänzungen entstanden im 18. und im frühen 20. Jahrhundert, darunter auch der Wiederaufbau des Labyrinths nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotz schwerer Schäden durch einen Sturm im Jahr 2020 ist Giardino Giusti bis heute ein vielbesuchtes kulturelles und botanisches Wahrzeichen – mit dem feinen ästhetischen Anspruch und dem gärtnerischen Wissen, das für die Renaissance typisch war. Die Familie Giusti, die seit dem 16. Jahrhundert die ursprünglichen Besitzer waren, wurde vom österreichisch-ungarischen Kaiser mit dem Beinamen „Giusti del Giardino“ geehrt – als Anerkennung für die Bedeutung des Gartens.

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Tipp: Besuchen Sie Giardino Giusti im Frühling und im frühen Herbst für das beste Wetter und blühende Pflanzen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um vor allem an Wochenenden und Feiertagen lange Wartezeiten zu vermeiden. Der Garten bietet ermäßigten Eintritt für bestimmte Gruppen wie Studierende und Seniorinnen/Senioren. Prüfen Sie die offizielle Website für aktuelle Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen. Tragen Sie bequeme Schuhe, da man auf Terrassen geht und unebenen Wegen folgt.

Interessante Fakten

  • Der Garten besitzt ein großes Heckenlabyrinth, das ursprünglich im 16. Jahrhundert entworfen und 1786 sowie nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde.
  • Die Grotte des genius loci war ursprünglich mit Muscheln, Korallen, Perlmutt, Mosaiken und Wasserelementen geschmückt, um Besucher zu unterhalten.
  • Der Familie Giusti wurde aufgrund der Bedeutung des Gartens vom österreichisch-ungarischen Kaiser der Nachname „Giusti del Giardino“ verliehen.
  • Die 600-jährige Goethe-Zypresse, ein berühmter Baum im Garten, wurde bei einem Sturm im Jahr 2020 zerstört.
  • Der Garten gehört zum Netzwerk Grandi Giardini Italiani und unterstreicht seine Bedeutung unter Italiens großen Gärten.

Geschichte

Die Präsenz der Familie Giusti in Verona reicht bis ins späte 13.

Jahrhundert zurück; ursprünglich war sie in der Wollfärberei tätig.

1406

Im Jahr 1406 erwarb Provolo Giusti das Land, auf dem später der Palast und der Garten entstanden.

Der heutige Palast und der formelle Garten wurden im 16.

Jahrhundert von Agostino Giusti in Auftrag gegeben und verwandelten frühere Industriegebäude in eine Renaissance-Residenz und einen eleganten Garten.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Garten große Schäden, wurde aber in der Nachkriegszeit sorgfältig wiederhergestellt.

2020

2020 verursachte ein schwerer Sturm beträchtliche Schäden, darunter der Verlust der historischen 600-jährigen Goethe-Zypresse, wodurch der Garten als eines der „7 Most Endangered“-Schutzobjekte von Europa Nostra ausgewiesen wurde.

Ortsführer

1
Parterre und Zypressen-Allee1580
Agostino Giusti

Der Eingang des Gartens zeigt ein weites Parterre mit geometrischen Blumenbeeten, die von einer langen zentralen Allee geteilt werden. Entlang dieser Allee stehen hohe Zypressenbäume, die die Besucher tiefer in den Garten führen.

2
Heckenlabyrinth16. Jahrhundert (ursprünglich), 1786 (Umgestaltung)
Luigi Trezza (Umgestaltung)

Ein Heckenlabyrinth aus Buchsbaum im östlichen Bereich des Gartens. Es wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert angelegt und 1786 vom Architekten Luigi Trezza vereinfacht. Es bietet Besuchern ein verspieltes und zugleich historisches Erlebnis.

3
Grotte des Genius Loci und Mascherone16. Jahrhundert
Bartolomeo Ridolfi (Mascherone)

Eine Grottenkonstruktion aus Tuffgestein mit einer tonnengewölbten Innenanlage, einst mit Muscheln, Korallen, Perlmutt und Mosaiken dekoriert. Über dem Eingang steht ein riesiger Mascherone (groteskes Maskenmotiv), dem Bildhauer Bartolomeo Ridolfi zugeschrieben wird.

4
Künstliche Grotten und Turm16. Jahrhundert

Auf der zweiten Terrasse wurden vier künstliche Grotten in den Hang gehauen – außerdem begleitet ein Turm mit Wendeltreppe den Rundgang. Über den Turm erreicht man den höchsten Aussichtspunkt des Gartens: den Belvedere-Pavillon mit Panoramablick auf Verona.

Kontakt

Telefon: 045 803 4029