
Castel Thun
Trentino-Alto Adige
Castel Thun ist eine imposante mittelalterliche Burg in der Gemeinde Ton im Val di Non, im Norden Italiens. Sie war vom 13. Jahrhundert Mitte bis ins späte 20. Jahrhundert der wichtigste Sitz der einflussreichen Familie Thun. Die Burg wurde ursprünglich nach dem Hügel, auf dem sie erbaut wurde, Castel Belvesino genannt und später nach der Familie Thun umbenannt, die den ursprünglichen Ortsnamen germanisierte. Architektonisch verfügt die Anlage über Türme, Mauern, Bastionen und einen Wassergraben; größere Umbauten erfolgten im 16. und 17. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben ist das Spanische Tor (Spanish Gate), das 1566 im maurischen Stil errichtet wurde und angeblich von den Reisen von Giorgio Thun in Spanien inspiriert ist. Im Inneren sticht der Bischofssaal aus dem 17. Jahrhundert hervor: mit Lärchenholzvertäfelung, einer stuckierten (kassettierte) Decke und einem Majolika-Ofen. Die Burg war bis 1982 durchgehend bewohnt. Seit 1992 ist sie im Besitz der Autonomen Provinz Trient, die die Burg restaurierte und 2010 für die Öffentlichkeit öffnete. Heute gehört Castel Thun zum Museumsnetzwerk Castello del Buonconsiglio und lockt Besucher mit seiner reichhaltigen Ausstattung, den umfangreichen Familienarchiven und einer historischen Atmosphäre, die Jahrhunderte adeligen Lebens in der Region widerspiegelt.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Castel Thun ist im Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm ist und die Panoramablicke ins Val di Non besonders schön sind. Tickets sollten im Voraus gekauft werden, vor allem an Wochenenden und Feiertagen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Ermäßigte Tarife gibt es für bestimmte Gruppen wie Schüler und Senioren. Die Burg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vor Ort erreichbar und bietet geführte Touren, die den Aufenthalt mit historischen Einblicken bereichern.
Interessante Fakten
- •Die Burg hieß ursprünglich Castel Belvesino – nach dem Hügel, auf dem sie steht.
- •Das 1566 erbaute Spanische Tor zeigt einen maurischen Architekturstil, der von den Reisen von Giorgio Thun in Spanien inspiriert ist.
- •Sigismondo Thun, ein kaiserlicher Redner beim Konzil von Trient, starb 1569 bei einem Brand auf der Burg.
- •Castel Thun gehört zum Museumsnetzwerk Castello del Buonconsiglio, gemeinsam mit weiteren bedeutenden Burgen im Trentino.
- •Die Familie Thun stammte ursprünglich aus dieser Region und wurde zu mächtigen feudalen Herren, mit Zweigen, die bis nach Böhmen reichten; dabei erwarben sie den Titel der Grafen des Reiches.
Geschichte
Ursprünglich hieß Castel Thun Castel Belvesino – benannt nach dem Hügel, auf dem es steht.
Die Burg gelangte durch eine Belehnung der Fürstbischöfe von Trient im Jahr 1267 in den Besitz der Familie Thun.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie durch mehrere Brände beschädigt, darunter ein Brand im Jahr 1569, bei dem Sigismondo Thun ums Leben kam, ein kaiserlicher Redner beim Konzil von Trient.
In den Jahrhunderten des 16.
und 17.
Jahrhunderts erfuhr die Burg große architektonische Veränderungen, darunter der Einbau des Spanischen Tors 1566.
Die Familie Thun erweiterte ihren Einfluss über die Täler des Noce und wurde zu einer der mächtigsten feudalen Familien der Region; Zweige reichten bis nach Böhmen und erwarben den Adelstitel der Grafen des Reiches.
Die Familie lebte bis 1982 in der Burg; danach wurde sie von der Autonomen Provinz Trient übernommen und restauriert und 2010 für die Öffentlichkeit geöffnet.
Ortsführer
Spanisches Tor (Porta Spagnola)1566
Dieses Tor im maurischen Stil wurde 1566 errichtet und dient als Haupteingang zu Castel Thun. Es wurde von den Reisen von Giorgio Thun in Spanien inspiriert und führt Besucher über die Zugbrücke in den ersten Burghof.
Bischofssaal (Stanza del Vescovo)17. Jahrhundert
Ein reich verzimmerter Raum aus dem 17. Jahrhundert, der vollständig mit Lärchenholz ausgekleidet ist: mit einer kassettierte Decke und einem Majolika-Ofen. Dieser Raum zeigt die eleganten Innenräume der Burg und den hohen Status der Familie Thun.
Burghöfe und Verteidigungsanlagen
Castel Thun umfasst mehrere Burghöfe, die von befestigten Mauern, Türmen, Bastionen und einem Wassergraben umgeben sind. Das unterstreicht den mittelalterlichen Verteidigungszweck der Burg und die feudale Macht der Familie.
Kontakt
Telefon: 0461 657816