Kathedrale von Cortona

Kathedrale von Cortona

Toscana

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Die Kathedrale von Cortona, die vor Ort Duomo di Cortona genannt wird, ist eine römisch-katholische Konkathedrale in der toskanischen Stadt Cortona in Italien. Sie ist der Aufnahme Mariens (Assumption of the Virgin Mary) geweiht und diente von 1507 bis 1986 als Sitz der Bischöfe von Cortona. Heute gehört sie zur Diözese Arezzo-Cortona-Sansepolcro. Die Kathedrale wurde über den Überresten eines antiken römischen Tempels errichtet und erstmals im 11. Jahrhundert als plebejische Kirche erwähnt. Obwohl die Diözese von Cortona 1325 gegründet wurde, wurde die Kathedrale erst 1507 durch einen päpstlichen Erlass zum Bischofssitz. Das Innere wurde im späten 15. Jahrhundert renoviert, um auf diese Aufwertung vorbereitet zu sein. Architektonisch verbindet die Kathedrale mittelalterliche Ursprünge mit späteren Ergänzungen: Dazu zählen ein Deckengewölbe über dem Mittelschiff im Stil eines Tonnengewölbes aus dem 18. Jahrhundert, das im 19. Jahrhundert von Giovanni Brunacci neu ausgemalt wurde, ovale Fenster sowie ein Triumphbogen. Die romanische Fassade bewahrt noch einige ursprüngliche Elemente wie einen Pfeiler mit Kapitell und kleine Eckkolonnaden. Die Kirche besitzt ein Mittelschiff, flankiert von zwei Seitenschiffen mit Säulen, die von Brunelleschi inspiriert sind. Auf der Südseite befindet sich eine Loggia aus dem späten 16. Jahrhundert, und der Glockenturm stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Zu den bedeutenden Kunstwerken im Inneren zählen Pietro da Cortonas „Adoration of the Shepherds“ (um 1663), Andrea Commodis „Consecration of the Church of the Holy Saviour“ (1607) sowie Tommaso Bernabeis „Descent of the Holy Spirit“ (1528-1529). Das nahegelegene Diözesanmuseum beherbergt wichtige Werke, die früher in der Kathedrale zu sehen waren – darunter Pietro Lorenzettis „Maestà“ (vor 1320) sowie Arbeiten aus der Renaissance wie Wandteppiche und Reliquiare. Diese Mischung aus Kunst, Geschichte und Architektur macht die Kathedrale von Cortona zu einem einzigartigen Kulturdenkmal in der Toskana.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kathedrale von Cortona sind der Frühling und der frühe Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und die Stadt weniger überlaufen ist. Besucher sollten sich im Voraus nach den Öffnungszeiten erkundigen und den Kauf von Tickets oder eine geführte Tour über das örtliche Tourismusbüro in Betracht ziehen, um das Erlebnis zu bereichern. Für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Gewandete, schlichte Kleidung wird empfohlen, da es sich um einen aktiven Ort des Gebets handelt.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale wurde über den Überresten eines antiken römischen Tempels errichtet und verbindet sie so mit der klassischen Vergangenheit der Stadt.
  • Giovanni Brunacci, ein lokaler Künstler, malte im späten 19. Jahrhundert das Tonnengewölbe über dem Mittelschiff neu aus.
  • In der Kathedrale befinden sich Kunstwerke bedeutender Künstler – darunter Pietro da Cortona und Andrea Commodi.
  • Der Glockenturm geht auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück und spiegelt den Einfluss der Renaissance-Architektur wider.
  • Das nahegelegene Diözesanmuseum bewahrt wichtige Kunstwerke, die ursprünglich aus der Kathedrale stammen – darunter Pietro Lorenzettis „Maestà“ aus der Zeit vor 1320.

Geschichte

Die Kathedrale von Cortona wurde ursprünglich über den Überresten eines antiken römischen Tempels errichtet und erstmals im 11.

Jahrhundert als plebejische Kirche dokumentiert.

1325

Die Diözese von Cortona wurde 1325 gegründet, doch die Kathedrale wurde erst 1507 zum Bischofssitz, als Papst Julius II.

sie von der Kirche San Vincenzo dorthin verlegte.

Zuvor diente das benachbarte Gebäude als Bischofsresidenz.

Im späten 15.

Jahrhundert fanden bedeutende Renovierungsarbeiten im Inneren statt, um die Kathedrale auf ihren neuen Status vorzubereiten.

Im Laufe der Jahrhunderte kamen architektonische Veränderungen wie die Tonnengewölbe-Decke aus dem 18.

Jahrhundert sowie Loggia und Glockenturm aus dem 16.

Jahrhundert hinzu – ein Spiegel der sich wandelnden Stile und der wachsenden Bedeutung der Kathedrale in der Region.

Ortsführer

1
Romanische Fassade11. Jahrhundert

Die Fassade bewahrt ursprüngliche mittelalterliche Elemente wie einen Pfeiler mit Kapitell und kleine Eckkolonnaden – und zeigt damit die romanischen Ursprünge der Kathedrale.

2
Mittelschiff und Decke18. Jahrhundert (Decke), späte 19. Jahrhundert (Neuausmalung)
Giovanni Brunacci

Das zentrale Mittelschiff besitzt eine Decke im Stil eines Tonnengewölbes aus dem 18. Jahrhundert, die im 19. Jahrhundert von Giovanni Brunacci neu ausgemalt wurde – das verleiht dem Ort sowohl künstlerischen als auch historischen Wert.

3
Südliche Loggiaspätes 16. Jahrhundert

Die Loggia auf der Südseite wurde im späten 16. Jahrhundert erbaut. Sie ist eine architektonische Ergänzung, die das äußere Erscheinungsbild der Kathedrale bereichert und einen geschützten Rundgang ermöglicht.

4
GlockenturmMitte des 16. Jahrhunderts

Der Glockenturm stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und ist ein prägendes Element, das den Renaissance-Stil der späteren Ergänzungen an der Kathedrale widerspiegelt.

5
Bedeutende Kunstwerke16.-17. Jahrhundert

Im Inneren der Kathedrale befinden sich bedeutende Kunstwerke – darunter Pietro da Cortonas „Adoration of the Shepherds“ (um 1663), Andrea Commodis „Consecration of the Church of the Holy Saviour“ (1607) sowie Tommaso Bernabeis „Descent of the Holy Spirit“ (1528-1529).

Kontakt

Telefon: 0575 603217