
Schiefer Turm von Pisa
Toscana
Der Schiefe Turm von Pisa steht auf der Piazza del Duomo in Pisa, Toskana, und ist der ikonische freistehende Glockenturm des Doms Santa Maria Assunta. Der Bau begann 1173 und zog sich über fast zwei Jahrhunderte hin; vollendet wurde er schließlich im 14. Jahrhundert. Die auffällige Neigung, derzeit etwa 5,1 Grad, ist auf instabiles, weiches Erdreich unter dem Fundament zurückzuführen, das in den frühen Bauphasen zu versacken begann. Der Turm ist rund 58 Meter hoch und wiegt über 14.000 Tonnen. Er besitzt sechs Ebenen mit Arkaden und blinden Bögen mit einer geschwungenen architektonischen Linie. Als Campanile des Doms beherbergt er sieben Glocken, die jeweils musikalischen Noten entsprechen; die größte wiegt über drei Tonnen. Der Turm wurde mehrfach restauriert und stabilisiert – besonders im 19. Jahrhundert und im Verlauf des 20. Jahrhunderts –, um einen Einsturz zu verhindern und seine einzigartige Haltung zu bewahren. Verwaltet wird er von der Opera della Primaziale Pisana. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes Piazza dei Miracoli und zählt bis heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Italiens – ein Symbol für architektonische Widerstandskraft und mittelalterliches Ingenieurhandwerk.
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Interessante Fakten
- •Die Neigung des Turms beträgt ungefähr 5,1 Grad – mehr als die ursprünglich 3,97 Grad, die in früheren Zeiten gemessen wurden.
- •Er beherbergt sieben Glocken, die jeweils auf eine musikalische Note gestimmt sind; die größte Glocke wiegt über 3,5 Tonnen.
- •Der Turm hat 273 Stufen bis zur Spitze.
- •Trotz seiner Neigung hat der Turm zahlreiche Erdbeben und Kriege überstanden.
- •Er gehört zur Piazza dei Miracoli, die seit 1987 UNESCO-Welterbestätte ist.
Geschichte
Der Bau des Schiefen Turms von Pisa begann am 9.
August 1173.
Zunächst war der Architekt Diotisalvi beteiligt oder möglicherweise Bonanno Pisano.
In der Frühphase kam die Arbeit zum Stillstand, nachdem das Fundament zu sinken begann – ausgelöst durch weichen, instabilen Boden –, wodurch sich die charakteristische Neigung entwickelte.
Die Arbeiten wurden 1275 unter Giovanni di Simone und Giovanni Pisano wieder aufgenommen.
Beide ergänzten drei weitere Stockwerke mit einer leichten Krümmung, um der Neigung entgegenzuwirken.
Der Glockenbereich wurde Mitte des 14.
Jahrhunderts fertiggestellt.
Im 19.
Jahrhundert isolierten Restaurierungsmaßnahmen das Fundament und untersuchten die Bodenverhältnisse; dabei zeigte sich, dass unterirdisches Wasser die Ursache der Instabilität war.
Im 20.
Jahrhundert umfassten Stabilisierungsvorhaben das Einspritzen von Zement und die Entnahme von Bodenmaterial – mit unterschiedlichem Erfolg.
Heute ist der Turm stabilisiert, für Besucher geöffnet und steht sinnbildlich für die Genialität des Mittelalters sowie die Bemühungen zur Erhaltung.
Ortsführer
Sockel und Fundament1173
Das Fundament ist flach gebaut und ruht auf weichem, instabilem Erdreich, das hauptsächlich aus Ton besteht. Dadurch begann der Turm schon kurz nach Baubeginn, sich charakteristisch zu neigen.
Arkadenebenen12th-14th centuries
Der Turm verfügt über sechs Ebenen mit Arkaden und blinden Bögen. So entsteht eine geschwungene, elegante Silhouette, die die Neigung optisch ausgleicht.
Glockenbereich14th century
Der Glockenbereich wurde Mitte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt und beherbergt sieben Glocken, die jeweils einer musikalischen Note entsprechen. Historisch wurden sie genutzt, um Zeit zu markieren und religiöse Zeremonien anzukündigen.
Stabilisierungsmaßnahmen19th-20th centuries
Mehrere Restaurierungskampagnen – vor allem im 19. und 20. Jahrhundert – stabilisierten den Turm. Dazu gehörten unter anderem die Entnahme von Bodenmaterial und Zementinjektionen. So wurde ein Einsturz verhindert und die Neigung verringert.
Kontakt
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