
Teatro Massimo
Sicilia
Das Teatro Massimo Vittorio Emanuele in Palermo auf Sizilien ist das größte Opernhaus Italiens und eines der größten in Europa. Entworfen von dem Architekten Giovan Battista Filippo Basile und von seinem Sohn Ernesto Basile fertiggestellt, verkörpert das Theater einen ausgeprägten Neoklassizismus, inspiriert von den antiken griechischen Tempeln von Selinunte und Agrigento. Der Bau begann 1874, und 1897 wurde das Theater mit Verdis Falstaff eingeweiht. Es besitzt einen hufeisenförmigen Zuschauerraum mit Platz für 1.381 Personen, verteilt auf sieben Ränge von Logen, und ist für seine perfekte Akustik bekannt. Die Fassade ist mit monumentalen Steinskulpturen und Bronzestatuten von Löwen des Bildhauers Sir Mario Rutelli geschmückt. Nach einer langen Schließung von 1974 aufgrund von Renovierungen und politischen Verzögerungen eröffnete es 1997 wieder und nahm kurz darauf seinen regulären Opernbetrieb auf. Zu den Innenausstattungen zählen Werke von Rocco Lentini, Ettore De Maria Bergler, Michele Cortegiani und Luigi Di Giovanni, außerdem sind Büsten berühmter Komponisten zu sehen, die von Giusto Liva und seinen Söhnen geschaffen wurden. Das Teatro Massimo ist bis heute ein bedeutendes Kulturzentrum in Palermo und bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Opern, Konzerten und Ballett – in einer Kulisse, die sizilianisches Erbe und architektonisches Können widerspiegelt.
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Tipp: Besucher sollten den offiziellen Website prüfen, um den aktuellen Spielplan zu sehen, und vor allem für beliebte Opern und Konzerte möglichst früh Tickets kaufen. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der Opernsaison von Frühling bis in den Frühsommer sowie im Herbst. Führungen werden angeboten, um Architektur und Geschichte des Theaters zu entdecken. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Wer früh ankommt, kann vor der Vorstellung die große Treppe und die Skulpturen an der Außenfassade in Ruhe genießen.
Interessante Fakten
- •Zum Zeitpunkt der Eröffnung war das Teatro Massimo das drittgrößte Opernhaus in Europa – nach dem Palais Garnier in Paris und dem K. K. Hof-Opernhaus in Wien.
- •Das äußere Erscheinungsbild des Theaters greift Elemente antiker griechischer Tempel von Selinunte und Agrigento auf.
- •Giovanni Rutelli, der für den Bau verantwortlich war, erfand einen dampfbetriebenen Kran, um während der Bauarbeiten massive Steinblöcke anzuheben.
- •Die Bronzestatuten von Löwen am Eingang wurden von Sir Mario Rutelli, dem Sohn des Hauptauftragnehmers Giovanni Rutelli, geschaffen.
- •Während der Schließzeit von 1974 bis 1997 fanden Opernvorstellungen in den nahegelegenen Spielstätten Teatro Politeama und Teatro della Verdura in den Sommermonaten statt.
Geschichte
Das Teatro Massimo wurde 1864 vom Palermo Council in Auftrag gegeben, um die kulturelle Bedeutung der Stadt nach der italienischen Einigung zu symbolisieren.
Giovan Battista Filippo Basile gewann den Design-Wettbewerb; der Bau begann 1874.
Nach dem Tod Basiles 1891 vollendete sein Sohn Ernesto das Projekt.
Der Bauverlauf wurde zwischen 1882 und 1890 insgesamt acht Jahre lang unterbrochen.
Nach der Einweihung 1897 war es das drittgrößte Opernhaus in Europa.
1974 wurde das Theater wegen Sicherheitsmaßnahmen geschlossen, blieb jedoch aufgrund finanzieller und politischer Probleme 23 Jahre lang geschlossen, bevor es 1997 kurz vor seinem hundertsten Jubiläum wiedereröffnet wurde.
Ortsführer
Hauptzuschauerraum1897
Ein hufeisenförmiger Zuschauerraum mit Platz für 1.381 Besucher, verteilt auf sieben Ränge von Logen – konzipiert für eine optimale Akustik und ein besonderes Seherlebnis. Hier werden Opern, Konzerte und Ballett aufgeführt.
Große Treppe und EingangLate 19th century
Monumentale Treppe, die zum Theatereingang führt, flankiert von zwei großen Bronzestatuten von Löwen, die Stärke und Schutz symbolisieren – geschaffen von Sir Mario Rutelli.
Außenfassade1874-1897
Entworfen im ausgeprägten Hoch-Neoklassizismus mit Anleihen aus griechischer und römischer Architektur. Zu sehen sind Steinskulpturen und klassische Säulen, inspiriert von sizilianischen Tempeln.
Kontakt
Telefon: 091 605 3521