Sella del Diavolo

Sella del Diavolo

Sardegna

75/10090 min

Sella del Diavolo ist ein markanter Felsvorsprung im südlichen Teil von Cagliari, Sardinien, Italien, der sich bis auf 135 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Er trennt den beliebten Strand Poetto von dem Strand Calamosca und ist vor allem für seine natürliche Schönheit und das reiche archäologische Erbe bekannt. Am Standort finden sich die Überreste eines römischen Tempels, der der Astarte gewidmet war, alte Zisternen zur Sammlung von Regenwasser sowie Reste eines Wachturms und militärischer Befestigungsanlagen. Ein gut markierter Natur- und Archäologiepfad ermöglicht es Besuchern, den Felsvorsprung zu erkunden und bietet spektakuläre Panoramablicke auf die Bucht der Engeli, die Küste von Poetto und Capo Carbonara. Das Gebiet ist teilweise wegen militärischer Nutzung eingeschränkt; der Zugang ist vor allem von der Seite von Calamosca aus möglich. Der Name des Felsvorsprungs, der sinngemäß „Sattel des Teufels“ bedeutet, geht auf eine lokale Legende zurück, in der es zu einem himmlischen Kampf zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael kommt. Dabei verliert Luzifer seinen Sattel, der sich in diese felsige Formation verwandelt. Die Mischung aus Natur, Geschichte und Mythos macht Sella del Diavolo zu einem einzigartigen Ziel für Wanderer, Geschichtsinteressierte und Naturfreunde.

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Tipp: Der beste Weg, Sella del Diavolo zu besuchen, ist von Calamosca aus zu starten. Von dort aus ist es mit den CTM-Bussen 5, 5/11 (sonntags) und 11 erreichbar. Ziehen Sie bequeme Schuhe an, da der Weg mäßig steil ist, und nehmen Sie Wasser sowie einen Sonnenschutz mit. Ein Besuch im Frühling oder im Herbst sorgt für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Überlegen Sie außerdem, Tickets für geführte Touren oder Ausflüge von Umweltgruppen zu kaufen, um mehr über die archäologischen Stätten zu erfahren. Beachten Sie, dass die Nordseite ein Militärgebiet ist und für Besucher gesperrt ist.

Interessante Fakten

  • Der Name „Sella del Diavolo“ („Sattel des Teufels“) leitet sich von einer Legende ab, nach der Luzifer im Verlauf eines himmlischen Kampfes seinen Sattel verlor.
  • Der Felsvorsprung beherbergt die Überreste eines römischen Tempels, der der Göttin Astarte gewidmet war, was auf eine hohe religiöse Bedeutung in der Antike hindeutet.
  • In den Fels sind große antike Zisternen gemeißelt, um Regenwasser zu sammeln – das zeigt ausgeklügelte Technik.
  • Die Nordseite des Felsvorsprungs ist ein eingeschränktes Militärgebiet und begrenzt die Erreichbarkeit aus dieser Richtung.
  • Die benachbarte Bucht heißt Golf der Engeli (Gulf of Angels) – ein spannender Kontrast zum „teuflischen“ Namen des Felsvorsprungs.

Geschichte

Der Felsvorsprung ist seit der Antike historisch bedeutend: Es gibt Hinweise auf punische und römische Präsenz, darunter ein Tempel für Astarte und Zisternen zur Speicherung von Regenwasser.

Der Wachturm, der als Poets Tower bekannt ist und oberhalb des Felsvorsprungs sichtbar ist, stammt aus der aragonischen Zeit.

Über Jahrhunderte hinweg wurde das Gebiet militärisch genutzt und war auch religiös aktiv – besonders die Einsiedelei des Heiligen Elias, der dort während der diokletianischen Verfolgungen den Märtyrertod erlitt.

Der moderne Weg und die Maßnahmen zum Erhalt wurden von Umweltorganisationen entwickelt, um diese kulturell wertvolle Landschaft zu schützen und bekannter zu machen.

Ortsführer

1
Poet's Tower (Aragonese Tower)14th-15th century

Ein historischer Wachturm oberhalb des Felsvorsprungs, Teil eines Küstenschutzsystems aus der aragonischen Zeit. Von hier aus hat man Ausblicke über den Strand Poetto und die Bucht der Engeli.

2
Roman Temple of Astartecirca 1st century BC

Die Ruinen eines antiken Tempels, der der phönizisch-punischen Göttin Astarte gewidmet war. Sie spiegeln die religiöse Bedeutung des Ortes zur Zeit der Römer und Punier wider.

3
Ancient CisternsPunic and Roman periods

Große, in den Fels gehauene Zisternen, die dazu dienten, Regenwasser zu sammeln und zu speichern. Sie zeigen, wie einfallsreich die antiken Systeme zur Wasserbewirtschaftung waren.

4
Hermitage of Saint EliasLate Roman period

Ruinen einer kleinen Kirche, die dem Heiligen Elias gewidmet war. Elias lebte als Einsiedler auf dem Felsvorsprung und wurde während der diokletianischen Verfolgungen zum Märtyrer.

5
Naturalistic and Archaeological TrailModern development
Gruppo d'Intervento Giuridico and Amici della Terra (environmental NGOs)

Ein gut gepflegter Pfad, der es Besuchern ermöglicht, die natürliche Schönheit des Felsvorsprungs und die archäologischen Stätten zu entdecken. Er ist mit sicheren Geländern sowie Aussichtspunkten für Panoramablicke ausgestattet.