Altstadt von Ostuni

Altstadt von Ostuni

Puglia

75/10090 min

Die Altstadt von Ostuni, die berühmt ist als „La Città Bianca“ oder „The White Town“, ist eine eindrucksvolle Zitadelle auf einem Hügel in der Region Apulien in Italien. Ihre ikonische Architektur in Weiß – darunter Mauern, Türen, Fenster und Treppenanlagen – schafft eine einzigartige, besonders fotogene Atmosphäre. Die Ursprünge der Stadt reichen bis zur alten Messapii-Zivilisation zurück; ihre Geschichte war geprägt von römischem Wiederaufbau und normannischen Befestigungsanlagen im Mittelalter. Die Altstadt ist noch heute von antiken Stadtmauern umgeben, mit Resten eines normannischen Schlosses und vier Stadttoren. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale von Ostuni und der Bischofspalast – flankiert von aristokratischen Palazzi wie Aurisicchio und Tanzarella. Durch die erhöhte Lage auf 218 Metern genießen Sie einen weiten Blick über die Olivenhaine und die nahe Adriaküste. Das kulturelle Erbe von Ostuni wird durch landwirtschaftliche Traditionen ergänzt, vor allem durch die Produktion von Olivenöl und Wein. Die reizvollen, engen Gassen, die weißen Gebäude und die historischen Monumente machen Ostuni zu einem besonderen Reiseziel, das Geschichte, Architektur und mediterranen Charme auf einzigartige Weise verbindet.

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Tipp: Die beste Zeit, um die Altstadt von Ostuni zu besuchen, ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und die Sommer-Besucherströme kleiner ausfallen. Besucher sollten die engen Gassen unbedingt zu Fuß erkunden, um die weißgekalkte Architektur und die Panoramablicke in vollen Zügen zu erleben. In den Monaten mit Hochsaison wird empfohlen, Unterkünfte und geführte Touren im Voraus zu buchen. Gegebenenfalls gibt es Rabatte für Gruppentouren oder kulturelle Veranstaltungen. Bequeme Wanderschuhe sind ein Muss, da das Gelände hügelig ist und die Straßen gepflastert sind.

Interessante Fakten

  • Ostuni ist als „La Città Bianca“ (die Weiße Stadt) bekannt, weil die Gebäude in auffälligem Weiß gehalten sind.
  • Die Ursprünge der Stadt reichen bis zur antiken Messapii-Zivilisation zurück – also noch vor der römischen Zeit.
  • Reste eines normannischen Schlosses und mittelalterlicher Mauern sichern die Altstadt bis heute.
  • Die im 16. Jahrhundert entlang der Küste erbauten Verteidigungstürme dienten dazu, Angriffe mit feurigen Leuchtzeichen zu signalisieren.
  • Die Bevölkerung von Ostuni wächst von rund 30.000 im Winter auf etwa 200.000 im Sommer, bedingt durch den Tourismus.
  • Eine bedeutende archäologische Entdeckung ist die „Woman of Ostuni“, eine paläolithische Bestattung, die in der Nähe gefunden wurde und auf ungefähr 28.000 Jahre zurückgeht.

Geschichte

Die Umgebung von Ostuni ist seit der Steinzeit bewohnt, archäologische Funde reichen bis in die Zeit des Paläolithikums.

Die Stadt wurde ursprünglich von den Messapii gegründet, einem antiken vorklassischen Volk, und später von den Römern wieder aufgebaut, nachdem sie während der Punischen Kriege zerstört worden war.

Im Mittelalter machten sich die Normannen daran, Ostuni zu einer befestigten Stadt auf einem Hügel auszubauen – mit Schloss und Verteidigungsmauern.

Vom 14.

bis ins 15.

Jahrhundert gehörte Ostuni zum Fürstentum Taranto und erblühte später unter der Herrschaft von Isabella, der Herzogin von Bari, in der Renaissance.

Im 16.

Jahrhundert wurden Verteidigungstürme entlang der Küste errichtet, um sich gegen Angriffe der Osmanen zu schützen.

Diese historischen Schichten tragen zu Ostunis reichhaltigem architektonischen und kulturellen Erbe bei.

Ortsführer

1
Kathedrale von Ostuni15. Jahrhundert

Ein bedeutendes religiöses Monument in der Altstadt: Die Kathedrale zeigt gotische und romanische Architektur und dient als zentrales Wahrzeichen.

2
Bischofspalast16. Jahrhundert

Historischer Wohnsitz der Bischöfe von Ostuni, nahe der Kathedrale gelegen, mit Einflüssen einer Renaissance-Architektur.

3
Mittelalterliche Mauern und Tore11. Jahrhundert
Normannische Baumeister

Antike Befestigungsanlagen, die von den Normannen errichtet wurden und die Altstadt bis heute umschließen – darunter vier ursprüngliche Stadttore sowie Reste eines Schlosses.

4
Aristokratische Palazzi15.-16. Jahrhundert

Mehrere historische Paläste, die Adelsfamilien wie Aurisicchio, Ayroldi und Tanzarella gehörten, und die lokale Architekturformen widerspiegeln.