Königliches Schloss von Turin

Königliches Schloss von Turin

Piemonte

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Das Königliche Schloss von Turin wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet und diente über drei Jahrhunderte als wichtigste Residenz des Hauses Savoyen sowie als Zentrum politischer Macht in Piemont. Es wurde auf dem Gelände des ehemaligen Bischofspalasts erbaut und im 17. Jahrhundert unter Christine Marie von Frankreich umfassend erweitert und modernisiert; maßgebliche architektonische Beiträge lieferte Filippo Juvarra. Zum Schlossensemble gehören der Palazzo Chiablese und die berühmte Kapelle des Heiligen Grabtuchs, die eigens zur Aufbewahrung des Turiner Grabtuchs errichtet wurde. Die Innenräume sind reich verziert mit allegorischen Gemälden von Künstlern wie Daniel Seiter und Bartolomeo Caravoglia. Die große Treppe und die Prunkräume verbinden prächtige barocke und neoklassizistische Elemente. Das Schloss wurde 1946 zu einem Museum und ist Teil des UNESCO-Welterbes, das die Residenzen des Hauses Savoyen umfasst. Es bleibt ein kulturelles Wahrzeichen in Turin und bietet Besuchern einen Einblick in das Leben der Monarchie, in Kunst und Geschichte – ergänzt durch die Gärten, die von André Le Nôtre und weiteren bedeutenden Architekten gestaltet wurden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind die Monate im Frühling und im Herbst: Dann ist das Wetter ideal, um das Schloss und seine Gärten zu erkunden. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in den Hauptsaisonzeiten –, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Besucher können von Kombitickets profitieren, die den Zugang zur Königlichen Waffenkammer, zur Kapelle des Heiligen Grabtuchs und zur Galleria Sabauda beinhalten. Das Schloss bietet geführte Touren an, die das Erlebnis durch einen fundierten historischen Kontext bereichern. Dienstleistungen für Barrierefreiheit sind verfügbar; außerdem ist es ratsam, die offizielle Website zu prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und Informationen zu Sonderausstellungen zu erhalten.

Interessante Fakten

  • Die Kapelle des Heiligen Grabtuchs wurde eigens zwischen 1668 und 1694 errichtet, um das Turiner Grabtuch zu beherbergen – eines der verehrtesten Reliquien des Christentums.
  • Ursprünglich war das Schloss der Bischofspalast, bevor es zur königlichen Residenz des Hauses Savoyen wurde.
  • Filippo Juvarra, ein berühmter Barockarchitekt, entwarf die markante „Scalone delle Forbici“ (Scissors Staircase) innerhalb des Schlosses.
  • Das Schloss ist Teil eines UNESCO-Welterbes, das 13 weitere Residenzen des Hauses Savoyen umfasst.
  • Die Königliche Waffenkammer im Schloss beherbergt eine der spektakulärsten Sammlungen an Waffen und Rüstungen der Welt.

Geschichte

Das Königliche Schloss von Turin geht auf den Bischofspalast zurück, den Emmanuel Philibert, Herzog von Savoyen, im 16.

Jahrhundert als seine Residenz auswählte.

In der zweiten Hälfte des 17.

Jahrhunderts wurde das Schloss unter Christine Marie von Frankreich deutlich erweitert und umgestaltet; sie beauftragte Architekten wie Ascanio Vitozzi und Amedeo di Castellamonte.

In der späten 17.

und frühen 18.

1668

Jahrhundert trug Filippo Juvarra zur barocken Pracht bei, darunter mit der zwischen 1668 und 1694 errichteten Kapelle des Heiligen Grabtuchs.

Das Schloss war Sitz der Herzöge und später der Könige von Savoyen und erlebte politische sowie dynastische Ereignisse, bis der Regierungssitz im 19.

Jahrhundert nach Florenz und anschließend nach Rom verlegt wurde.

1946

Nachdem Italien 1946 zur Republik wurde, wandelte man das Schloss in ein Museum um und erkannte es 1997 als UNESCO-Welterbestätte an.

Ortsführer

1
Staatsappartements17. Jahrhundert

Üppig verzierte Räume auf dem piano nobile mit allegorischen Deckengemälden von Künstlern wie Jan Miel und Charles Dauphin – mit Motiven, die die Tugenden und die Macht der Savoyen-Dynastie feiern.

2
Kapelle des Heiligen Grabtuchs1668–1694
Guarino Guarini

Ein Meisterwerk der Barockarchitektur, entworfen von Guarino Guarini, um das Turiner Grabtuch aufzunehmen – mit einer innovativen elliptischen Kuppel und reichhaltiger Innenausstattung.

3
Daniel Gallery (Galleria del Daniel)Frühes 18. Jahrhundert
Daniel Seiter

Eine prachtvolle Galerie mit opulenten Wandmalereien von Daniel Seiter, die während der Herrschaft von Victor Amadeus II in Auftrag gegeben wurden, um den Rang und die Bedeutung des Hauses Savoyen zu feiern.

4
Scalone d’Onore (Grand Staircase)1862
Domenico Ferri (Architekt), Paolo Emilio Morgari (Maler)

Eine beeindruckende repräsentative Treppe, die im 19. Jahrhundert von Domenico Ferri entworfen wurde. Sie verfügt über eine gemalte Gewölbeausmalung von Paolo Emilio Morgari, die die Apotheose von König Charles Albert und Herzog Emmanuel Philibert darstellt.

5
Königliche Gärten (Giardini Reali)Spätes 17. Jahrhundert
André Le Nôtre

Historische Gärten, die ursprünglich von André Le Nôtre in der späten 17. Jahrhundert gestaltet wurden. Mit Brunnen, Statuen und eleganten Wegen ergänzen sie die große Pracht des Schlosses.

Kontakt

Telefon: 011 521 1106