
Lago di Guardialfiera
Molise
Der Lago di Guardialfiera, auch bekannt als Lago di Guardialfiera oder Lago del Liscione, ist ein künstlich angelegtes Stausee im Provincia di Campobasso, Molise, Italien. Er entstand in den 1960er- und 1970er-Jahren, indem man den Biferno-Fluss aufstaute. Der See deckt den landwirtschaftlichen, industriellen und privaten Wasserbedarf der umliegenden Gemeinden. Die Staumauer ist eine Schwerkraftmauer und besitzt einen mit Beton ausgekleideten Dammkörper. Der See hat eine Wasseroberfläche von bis zu 7,45 Quadratkilometern; die Wassertiefen liegen größtenteils zwischen 2 und 3 Metern, an den tiefsten Stellen jedoch bei über 20 Metern. Der Seegrund besteht hauptsächlich aus Sand und Kies. Der lang gezogene See wird überwiegend von der Strada Statale 647 gesäumt, die das Gebiet über eine Reihe von Viadukten durchquert. Ein besonderes historisches Relikt ist die versunkene, vermutlich römische alte Brücke, die als Ponte di S. Antonio oder Ponte di Annibale bekannt ist und in trockenen Sommerperioden sichtbar wird. Der See beherbergt eine vielfältige Fauna an Süßwasserfischen, darunter Karpfen, Döbel (Chub), Hecht, Barsch (Largemouth Bass), Aale, Welse und Forellen. Er ist besonders bei Sportanglern beliebt, allerdings ist für den Fischfang eine gültige Lizenz erforderlich. Das Vorkommen bedrohter endemischer Fischarten wie der Appennin-bleak (Appennine bleak) und des Tyrrhenischen Groppe (Tyrrhenian roach) verleiht der Gewässerfauna zusätzlich eine ökologische Bedeutung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch am Lago di Guardialfiera sind die wärmeren Monate, wenn die versunkene römische Brücke in trockenen Phasen sichtbar wird – typischerweise im Sommer und im frühen Herbst. Angler sollten darauf achten, dass sie eine gültige Lizenz für den legalen Fischfang besitzen. Es empfiehlt sich, die örtlichen Gegebenheiten und die Erreichbarkeit zu prüfen, besonders wenn du die antike Brücke besichtigen möchtest. Für den allgemeinen Zugang sind keine speziellen Tickets nötig, doch das Einhalten der lokalen Vorschriften ist wichtig.
Interessante Fakten
- •Der See entstand in den 1960er- bis 1970er-Jahren durch das Aufstauen des Biferno-Flusses und überdeckte dabei eine antike römische Brücke.
- •Die versunkene Ponte di S. Antonio oder Ponte di Annibale wird in trockenen Sommerperioden sichtbar.
- •Der See beherbergt eine Vielzahl von Fischarten, darunter auch einige endemische und bedrohte Arten wie die Appennine bleak (Alburnus albidus) und die Tyrrhenian roach (Scardinius scardafa).
- •Fischen ist beliebt, erfordert aber aufgrund des ökologischen Schutzes eine gültige Lizenz.
- •Der See umfasst ungefähr 7,45 Quadratkilometer und hat stellenweise Tiefen von über 20 Metern.
Geschichte
Der Lago di Guardialfiera wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren geschaffen, indem man auf dem Biferno-Fluss eine Schwerkraft-Staumauer errichtete, um Trinkwasser für den privaten, landwirtschaftlichen und industriellen Bedarf in der umliegenden Region Molise bereitzustellen.
Durch die Anlage des Stausees wurde eine alte Brücke überdeckt, die man für römisch hält und die Ponte di S.
Antonio oder Ponte di Annibale heißt.
Diese Brücke taucht in unregelmäßigen Abständen während trockener Jahreszeiten wieder auf und gewährt einen Blick auf die historische Vergangenheit der Gegend.
Im Laufe der Jahrzehnte ist der See zu einer wichtigen Wasserressource geworden und bietet Lebensraum für verschiedene Fischarten – und unterstützt damit auch die lokalen Fischereitraditionen.