Toirano-Höhlen

Toirano-Höhlen

Liguria

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Die Toirano-Höhlen sind ein bemerkenswertes Karsthöhlensystem nahe der Ortschaft Toirano in Ligurien, Italien. Berühmt sind sie für ihre spektakulären Tropfsteine, Stalagmiten und weitere Sinterbildungen (Sinterkalke). Doch die Höhlen haben auch eine enorme archäologische Bedeutung. Die bekannteste Höhle, die Bàsura-Höhle, wurde 1950 entdeckt und diente während des Oberpaläolithikums als Zufluchtsort für den Höhlenbären (Ursus spelaeus). Besucher können eine 1,3 km lange Rundstrecke (eine Richtung) erkunden, die die Bàsura-Höhle mit der Höhle Santa Lucia Inferiore verbindet. Dabei durchquert man unterschiedliche Bereiche wie den „Korridor der Fußspuren“ mit menschlichen Fußabdrücken, die rund 12.000 Jahre alt sind, den „Bärfriedhof“ mit Tausenden von Höhlenbärenknochen sowie den „Raum der Rätsel“, in dem menschliche Spuren wie Kohlezeichen und Tonkugeln an den Wänden zu sehen sind. Die Höhle Santa Lucia Inferiore fasziniert vor allem mit ihren weißen, korallenartigen Formationen und der „Pantheon-Halle“, in der die größte Säule des gesamten Komplexes steht – acht Meter hoch. Außerdem spielten die Höhlen im Zweiten Weltkrieg eine Rolle als Schutzraum; heute finden dort Bildungs- und Kulturveranstaltungen statt. Direkt an die Höhlen angeschlossen ist das Vorgeschichtliche Museum von Val Varatella, das archäologische Funde zeigt und eine Rekonstruktion eines Höhlenbärskeletts. Seit 1953 für die Öffentlichkeit zugänglich, bieten die Toirano-Höhlen eine fesselnde Mischung aus natürlicher Schönheit und vorgeschichtlichem Erbe.

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Tipp: Besuchen Sie die Toirano-Höhlen am besten im Frühling oder im frühen Herbst: Dann ist das Wetter angenehm und es gibt weniger Andrang. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in den Hauptsaisonzeiten. Vor Ort werden Bildungstouren und saisonale kulturelle Events angeboten. Unter Umständen gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Studierende und Senioren. Tragen Sie bequeme Schuhe: Die Tour umfasst etwa 1,3 km und führt über einige unebene Stellen.

Interessante Fakten

  • Die Bàsura-Höhle enthält Tausende von Höhlenbärenknochen (Ursus spelaeus), die sich durch uralte Überschwemmungen angesammelt haben.
  • Im „Korridor der Fußspuren“ innerhalb der Bàsura-Höhle sind menschliche Fußabdrücke erhalten, die etwa 12.000 Jahre alt sind.
  • Die „Pantheon-Halle“ in Santa Lucia Inferiore zeigt die größte Säule in den Höhlen und erreicht acht Meter Höhe.
  • Die Höhlen wurden im Zweiten Weltkrieg als Zuflucht genutzt und beherbergen heute Konzerte sowie Workshops zur experimentellen Archäologie.
  • Seit 2013 wird ein Teil der Höhlen mit Genehmigung der lokalen Behörden als funkeldes Weinlager (Gär- bzw. Reifekeller) genutzt.

Geschichte

1950

Die Toirano-Höhlen wurden 1950 entdeckt, wobei die Bàsura-Höhle die erste war, die 1953 für die Öffentlichkeit geöffnet wurde.

1960

Zunächst war nur die Bàsura-Höhle zugänglich, doch 1960 wurde die Höhle Santa Lucia Inferiore entdeckt und über einen künstlichen Tunnel verbunden – so wurde die Route für Besucher erweitert.

000

Die Höhlen haben bedeutende paläontologische und archäologische Reste bewahrt, darunter Fossilien von Höhlenbären sowie Hinweise auf menschliche Aktivitäten aus dem Oberpaläolithikum, die etwa 12.000 Jahre zurückreichen.

Während des Zweiten Weltkriegs dienten Teile der Höhlen als Schutz für lokale Familien.

2014

Seit den 1960er-Jahren hat sich die Anlage zu einem gut ausgestatteten Tourismus- und Bildungszentrum entwickelt, einschließlich eines im Jahr 2014 eröffneten vorgeschichtlichen Museums.

Ortsführer

1
Bàsura-Höhle1950

Die wichtigste Höhle, die 1950 entdeckt wurde, ist berühmt für ihre archäologischen Funde – darunter Knochen von Höhlenbären und Fußabdrücke früher Menschen. Sie umfasst den „Korridor der Fußspuren“, den „Bärfriedhof“ mit Tausenden von Ursus-spelaeus-Knochen sowie den „Raum der Rätsel“ mit menschlichen Spuren an den Wänden.

2
Höhle Santa Lucia Inferiore1960

1960 entdeckt und über einen künstlichen Tunnel mit der Bàsura-Höhle verbunden, ist diese Höhle vor allem für ihre weißen, korallenartigen Formationen bekannt – ebenso für die „Pantheon-Halle“ mit einer acht Meter hohen Säule. Hier wurden keine Fossilien oder menschlichen Überreste gefunden, da die Höhle während des Pleistozäns geschlossen war.

3
Vorgeschichtliches Museum von Val Varatella2014

Das Museum liegt direkt neben der Ticketschalteranlage der Höhlen. Es zeigt archäologische Fundstücke aus der Gegend von Toirano sowie eine detaillierte Rekonstruktion eines Höhlenbärskeletts – und hilft Besuchern, die vorgeschichtliche Vergangenheit der Region besser zu verstehen.

Kontakt

Telefon: 0182 98062

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