
Campo de' Fiori Markt
Lazio
Campo de' Fiori ist ein lebendiger und historischer Platz im Herzen von Rom, Italien, zwischen den Stadtvierteln Parione und Regola. Sein Name, „Wiese der Blumen“, reicht bis ins Mittelalter zurück, als das Gebiet eine Wiese war. Der Platz wurde 1456 von Kardinal Ludovico Trevisani unter Papst Callixtus III. gepflastert – ein sichtbares Zeichen dafür, wie sich das Gelände von unerschlossenem Land zu einem belebten städtischen Raum entwickelte. Campo de' Fiori war schon immer ein Handelszentrum, umgeben von Straßen, die nach traditionellen Handwerken benannt sind – etwa nach Armbrustmachern und Hutmachern. Historisch gehörte der Platz zur „Straße des Papstes“, einer Route, die den Vatikan mit der Basilika St. Johannes Lateran verband. Der Platz ist aber auch für seine düstere Geschichte bekannt: Hier fanden öffentliche Hinrichtungen statt – am eindrücklichsten die Verbrennung des Philosophen Giordano Bruno im Jahr 1600. Ein Denkmal für Bruno, geschaffen von Ettore Ferrari im Jahr 1889, steht mit trotzigem Blick auf den Vatikan gerichtet. Seit 1869 beherbergt Campo de' Fiori einen täglichen Markt mit frischen Blumen, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch – und hält damit die lebendige Atmosphäre der Straßenstände. Obwohl er der einzige historische Platz in Rom ohne Kirche ist, ist er tagsüber ein beliebter Treffpunkt für Besucher und Käufer – und nachts für Touristen und Einheimische, die sich in den Cafés und bei der Abend- und Nachtkultur austoben.
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Tipp: Besuchen Sie Campo de' Fiori vormittags von Montag bis Samstag, um den lebhaften Markt in Bestform zu erleben. Tickets sind nicht nötig, da der Platz öffentlich ist – planen Sie aber für volle Wochenenden voraus. Seien Sie in den Nachtstunden vorsichtig, da es gelegentlich zu Störungen kommt. Genießen Sie frische regionale Produkte und machen Sie Fotos vom historischen Denkmal für Giordano Bruno. Wenn Sie früh ankommen, vermeiden Sie Menschenmengen und sichern sich das beste Angebot an den Marktständen.
Interessante Fakten
- •Der Name des Platzes bedeutet „Wiese der Blumen“ – zurückgehend auf seine Ursprünge als Wiese im Mittelalter.
- •Giordano Bruno wurde hier 1600 wegen Ketzerei hingerichtet; 1889 wurde ihm ein Denkmal errichtet.
- •Campo de' Fiori war historisch zweimal pro Woche ein Pferdemarkt und ein Zentrum für Gasthäuser und Geschäfte.
- •Die antike Viehtränke „la Terrina“ wurde 1889 durch eine Kopie ersetzt und wird heute genutzt, um Schnittblumen frisch zu halten.
- •Der Platz ist die einzige historische römische Piazza ohne Kirche.
- •Der Talmud wurde hier 1553 öffentlich verbrannt und 2011 durch eine Gedenktafel dokumentiert.
Geschichte
Ursprünglich eine Wiese im antiken Rom, blieb das Gebiet von Campo de' Fiori bis ins 15.
Jahrhundert unbebaut.
1456 wurde der Platz im Zuge von städtischen Verbesserungen unter Papst Callixtus III.
gepflastert.
Die Gegend entwickelte sich zu einem florierenden Handelszentrum mit Pferdemarkt und Gasthäusern.
Hier wurden öffentliche Hinrichtungen durchgeführt, darunter die besonders bekannte Verbrennung von Giordano Bruno im Jahr 1600.
Der Platz wurde 1858 vergrößert, nachdem nahegelegene Wohnhäuser abgerissen worden waren.
Seit 1869 gibt es hier einen täglichen Markt – als Nachfolger des vorherigen in Piazza Navona.
Das Denkmal für Bruno wurde 1889 errichtet und steht symbolisch für die Freiheit des Denkens.
Ortsführer
Denkmal für Giordano Bruno1889
Eine Bronzestatue von Ettore Ferrari, die 1889 enthüllt wurde und die genaue Stelle markiert, an der der Philosoph hingerichtet wurde. Der Granitsockel zeigt Szenen aus Brunos Leben und trägt Inschriften, die das freie Denken würdigen.
Campo de' Fiori Markt1869
Ein lebendiger täglicher Markt, der seit 1869 stattfindet und frische Blumen, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch anbietet. Der Markt bewahrt das traditionelle römische Flair des Straßenhandels mit historischen Holzständen.
La Terrina-Brunnen1590 (original), 1889 (kopie)
Ursprünglich ein Viehtränke-Brunnen, der „la Terrina“ genannt wurde und 1889 durch eine Kopie ersetzt wurde. Der Brunnen wird genutzt, um Schnittblumen frisch zu halten, und trägt die Inschrift „Tut Gutes und lasst sie reden“ – ein Hinweis auf die lebendige Natur des Marktes.
Kontakt
Telefon: 06 0608