Kolosseum

Kolosseum

Lazio

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Das Kolosseum, auch bekannt als Flavisches Amphitheater, ist ein elliptisches Amphitheater im Herzen von Rom, Italien, direkt östlich des Forum Romanum. Der Bau begann unter Kaiser Vespasian um 72 n. Chr. und wurde im Jahr 80 n. Chr. von seinem Nachfolger Titus vollendet; weitere Umbauten folgten unter Domitian. Es ist aus Travertin-Kalkstein, Tuff und römischem Beton gebaut und konnte zwischen 50.000 und 80.000 Zuschauern Platz bieten. Im Kolosseum fanden Gladiatorenkämpfe, Tierjagden, Hinrichtungen, die Nachstellung berühmter Schlachten, Dramen nach Stoffen aus der römischen Mythologie und sogar Schein-Seeschlachten statt. Obwohl es in der frühen Mittelalterzeit nicht mehr als Unterhaltung genutzt wurde, fand es später neue Zwecke: als Wohnraum, für Werkstätten, als Festung und als christliche Kultstätte. Trotz Schäden durch Erdbeben und Steinraub ist das Kolosseum bis heute ein weltweit bekanntes Symbol des antiken Roms und gehört zu den Neuen Sieben Weltwundern. Es ist eine bedeutende Touristenattraktion und hat kulturelle Relevanz, unter anderem durch die jährliche, vom Papst geleitete Karfreitagsprozession „Weg des Kreuzes“ bei Fackelschein. Der Name „Kolosseum“ geht wahrscheinlich auf eine kolossale Nero-Statue zurück, die einst in der Nähe stand. Die Architektur des Amphitheaters zeigt das römische Ingenieurswesen mit seinem komplexen System aus Bögen und Gewölben, und das elliptische Bauwerk umfasst etwa 527 Meter Umfang; die Arena misst 86 mal 54 Meter.

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Tipp: Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, Tickets im Voraus online zu kaufen. Die beste Zeit für einen Besuch ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um Menschenmengen zu entgehen und für die Fotografie ein weicheres Licht zu genießen. Ermäßigungen gibt es oft für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie EU-Bürger. Geführte Touren vermitteln mehr Hintergrundwissen zur Geschichte und Architektur. Ein Besuch am Karfreitag bietet ein besonderes kulturelles Erlebnis mit der vom Papst geleiteten Prozession „Weg des Kreuzes“ bei Fackelschein. Aufgrund unebener antiker Oberflächen und vieler Wege ist festes, bequemes Schuhwerk empfehlenswert.

Interessante Fakten

  • Das Kolosseum konnte schätzungsweise 50.000 bis 80.000 Zuschauer fassen, mit einer durchschnittlichen Kapazität von etwa 65.000.
  • Es bot Raum für eine Vielzahl an Veranstaltungen, darunter Gladiatorenkämpfe, Tierjagden, Hinrichtungen und Schein-Seeschlachten, die „Naumachiae“ genannt werden.
  • Das Amphitheater wurde mit römischem Beton, Travertin-Kalkstein und vulkanischem Tuff errichtet und zeigt damit fortschrittliches römisches Ingenieurswissen.
  • Der Name „Kolosseum“ leitet sich von einer kolossalen Statue Kaiser Neros ab, die einst in der Nähe stand: dem Colossus of Nero.
  • Trotz schwerer Schäden durch Erdbeben und Steinräuber ist das Kolosseum bis heute ein Symbol des kaiserzeitlichen Roms und ist auf der italienischen 5-Euro-Cent-Münze abgebildet.
  • Jeden Karfreitag führt der Papst die Prozession „Weg des Kreuzes“ bei Fackelschein, die nahe dem Kolosseum beginnt.

Geschichte

Der Bau des Kolosseums begann zwischen 70 und 72 n.

Chr.

unter Kaiser Vespasian aus der flavischen Dynastie, finanziert aus Beutegut des Jerusalemer Tempelraubs.

Die Eröffnung erfolgte 80 n.

Chr.

durch Titus, den Sohn Vespasians, mit weiteren Verbesserungen unter Kaiser Domitian um 90 n.

Chr.

Ursprünglich wurde das Kolosseum an der Stelle eines künstlichen Sees in Neros Domus Aurea errichtet und stand als Symbol für kaiserliche Macht und öffentliche Unterhaltung.

Im Laufe der Jahrhunderte erlitt es Schäden durch Erdbeben und Steinraub, wurde aber für verschiedene Zwecke weiterverwendet, darunter als Wohnraum und für religiöse Funktionen.

Im Mittelalter war der Name „Kolosseum“ bereits allgemein üblich und leitete sich von einer nahegelegenen kolossalen Nero-Statue ab.

1980

1980 wurde es als UNESCO-Welterbestätte als Teil des historischen Zentrums von Rom ausgewiesen, und 2007 wurde es zu einem der Neuen Sieben Weltwunder ernannt.

Ortsführer

1
Die Arena80 AD

Der zentrale Bereich, in dem Gladiatorenkämpfe und öffentliche Schaustellungen stattfanden. Er misst 86 mal 54 Meter und war ursprünglich mit Sand bedeckt, um Blut aufzusaugen.

2
HypogeumSpätes 1. Jahrhundert n. Chr.

Das zweistöckige unterirdische Gangsystem unterhalb des Arenabodens wurde genutzt, um Tiere, Gladiatoren und Bühnenmaschinen für dramatische Effekte unterzubringen.

3
Äußere Fassade72–80 AD
Architekten der flavischen Dynastie

Die markante Außenansicht mit drei Ebenen aus Bögen, getragen von vorgelagerten Säulen in dorischem, ionischem und korinthischem Stil, gekrönt von einem Podium.

4
Sitzbereiche (Cavea)80 AD

Gestufte Sitzreihen, die die römische Gesellschaftshierarchie widerspiegeln und Platz für zehntausende Zuschauer boten.

5
Eingänge und Durchgänge80 AD

Zahlreiche Eingänge und Durchgänge ermöglichten einen effizienten Personenfluss, sodass das Amphitheater schnell gefüllt oder auch rasch wieder geleert werden konnte.

Kontakt

Telefon: 06 2111 5843