Dom von Cividale del Friuli

Dom von Cividale del Friuli

Friuli Venezia Giulia

75/10090 min

Der Dom von Cividale del Friuli, lokal als Duomo di Cividale del Friuli bekannt, ist eine beeindruckende venezianisch-gotische Kirche, die im 15. Jahrhundert auf einer älteren Kirche aus dem 8. Jahrhundert errichtet wurde. Im 16. Jahrhundert wurde sie von dem Architekten Pietro Lombardo vollendet und im 18. Jahrhundert weiter verändert. So präsentiert der Dom ein bemerkenswertes architektonisches Erbe. Im Inneren können Besucher einen Altar bewundern, der der Madonna gewidmet ist, sowie ein bedeutendes Silberretabel, das mit Patriarch Pellegrino II. aus dem späten 12. Jahrhundert in Verbindung steht. Es trägt lateinische Inschriften, die mit einzelnen Stempelbuchstaben entstanden sind – Jahrhunderte, bevor der moderne Buchdruck erfunden wurde. Außerdem befindet sich im Dom ein achteckiger Baldachin aus Marmor mit Reliefskulpturen sowie ein Taufbecken aus dem 8. Jahrhundert, das allerdings später noch verändert wurde. Direkt neben dem Dom liegt das Christian Museum, das außergewöhnliche Beispiele lombardischer Skulpturen und Reliquien aus dem 8. Jahrhundert zeigt sowie römische und lombardische Altertümer in kostbaren Materialien. In der Nähe führt die Teufelsbrücke aus dem 15. Jahrhundert, die das Domareal mit der Kirche San Martino verbindet. Dort gibt es einen Altar mit lombardischen Reliefs aus dem 8. Jahrhundert. Die reichen künstlerischen und historischen Schätze des Doms machen ihn zu einem einzigartigen Zeugnis für das lombardische und mittelalterliche Erbe der Region.

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Tipp: Besuchen Sie den Dom werktags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr und meiden Sie Zeiten liturgischer Feiern, in denen Besichtigungen ausgesetzt sind. Im Inneren sind angemessene Kleidung und Ruhe erwünscht. Um das Christian Museum mit seinen lombardischen Exponaten in voller Tiefe zu würdigen, empfiehlt sich der Ticketkauf oder die Teilnahme an einer Führung im Voraus. Frühling und der frühe Herbst bieten angenehmes Wetter, um das umliegende mittelalterliche Städtchen Cividale del Friuli zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Das silberne Retabel im Inneren des Doms, das Patriarch Pellegrino II. gewidmet ist, wurde mit einzelnen Stempelbuchstaben beschriftet – 250 Jahre, bevor Gutenberg die bewegliche Lettern-Drucktechnik erfand.
  • Der achteckige Baldachin aus Marmor und das Taufbecken im Dom stammen aus dem 8. Jahrhundert und gehören damit zu den ältesten erhaltenen christlichen Kunstwerken der Region.
  • Die nahegelegene Teufelsbrücke, die aus dem 15. Jahrhundert stammt und nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, ist ein markantes mittelalterliches Wahrzeichen und verbindet das Domareal mit der Kirche San Martino.
  • Das dem Dom angegliederte Christian Museum enthält außergewöhnliche lombardische Skulpturen und Fundstücke aus Gold, Silber und Elfenbein, die dem Domkapitel gehörten.

Geschichte

Ursprünglich im 1.

Jahrhundert v.

Chr.

als römisches Castrum und Forum gegründet, wurde der Ort im 6.

Jahrhundert zur Hauptstadt des Lombardenherzogtums von Friaul.

Der Dom selbst wurde im 15.

Jahrhundert über einer Kirche aus dem 8.

Jahrhundert errichtet und spiegelte damit die Bedeutung der Stadt als religiöses und politisches Zentrum in den lombardischen sowie später venezianischen Zeiten wider.

Der Architekt Pietro Lombardo vollendete im 16.

Jahrhundert bedeutende Arbeiten am Bau, weitere Veränderungen folgten im 18.

Jahrhundert.

Im Laufe seiner Geschichte bewahrte der Dom Reliquien und Kunst aus der Zeit der Lombarden – ein Hinweis auf die historische Rolle von Cividale del Friuli in der Region.

Ortsführer

1
Kirchenschiff und Altar15.-16. Jahrhundert
Pietro Lombardo (Vollendung im 16. Jahrhundert)

Der Hauptteil des Doms zeigt venezianisch-gotische Architektur mit einem bedeutenden Altar, der der Madonna im rechten Seitenschiff gewidmet ist, sowie dem silbernen Retabel von Patriarch Pellegrino II. – ein Meisterwerk mittelalterlicher Metallkunst und früher Drucktechnologie.

2
Achteckiger Baldachin aus Marmor und Taufbecken8. Jahrhundert

Ein achteckiger Baldachin aus Marmor mit Reliefskulpturen schützt das Taufbecken – beide stammen aus dem 8. Jahrhundert, wurden aber später noch verändert. Sie stehen für einen Teil der ältesten christlichen Kunst in Friaul-Julisch Venetien.

3
Christian Museum

Das direkt neben dem Dom gelegene Museum zeigt herausragende lombardische Skulpturen und Reliquien sowie römische und lombardische Altertümer in kostbaren Materialien wie Gold, Silber und Elfenbein – ehemals im Besitz des Domkapitels.

4
Teufelsbrücke (Ponte del Diavolo)15. Jahrhundert (wiederaufgebaut 1918)

Brücke aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Sie verbindet das Domareal mit der Kirche San Martino, die für ihre mittelalterliche Architektur bekannt ist – außerdem für einen Altar aus dem 8. Jahrhundert mit lombardischen Reliefs.

Kontakt

Telefon: 0432 730403