Wallfahrtsstätte der Madonna di San Luca

Wallfahrtsstätte der Madonna di San Luca

Emilia-Romagna

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Die Wallfahrtsstätte der Madonna di San Luca ist eine berühmte Basilika auf dem bewaldeten Hügel Colle della Guardia, der sich knapp südwestlich vom historischen Zentrum Bolognas befindet. Sie liegt etwa 300 Meter über der Stadt und bietet einen weiten Blick auf Bologna. Bekannt ist sie vor allem für ihren monumentalen Portikus – den längsten der Welt: Er besteht aus 666 Bögen und erstreckt sich 3,8 Kilometer lang von Porta Saragozza bis zur Kirche auf dem Hügel. Der überdachte Arkadengang wurde zwischen 1674 und 1793 errichtet. Ursprünglich diente er dazu, die jährliche Prozession zu schützen, bei der das heilige Marienbild von der Kathedrale der Stadt zur Wallfahrtsstätte gebracht wurde. Die heutige Kirche wurde von Carlo Francesco Dotti entworfen und 1723 erbaut. Sie besitzt einen zentral geplanten Grundriss und ist mit Kunstwerken von Meistern wie Guido Reni, Guercino und Donato Creti geschmückt. Die Wallfahrtsstätte beherbergt das verehrte Bild der Madonna mit dem Kind, das traditionell dem Evangelisten Lukas zugeschrieben wird und von einem byzantinischen Pilger im 12. Jahrhundert nach Bologna gebracht worden sein soll. Der Ort ist seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsziel und bleibt ein bedeutendes kulturelles und religiöses Wahrzeichen – außerdem bekannt für seine Verbindung zu Radsport-Events und seine spektakulären Ausblicke.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, den Aufstieg über den historischen Portico di San Luca zu machen – das ist ein einzigartiges kulturelles Erlebnis, idealerweise im Frühling oder im Herbst, wenn das Wetter mild ist und weniger los ist. Im Voraus gekaufte Tickets sind in der Regel nicht nötig, aber es wird empfohlen, auf der offiziellen Website nach Messzeiten und besonderen Veranstaltungen zu schauen. Der Portikus und die Wallfahrtsstätte sind ganzjährig zugänglich; der Portikus bietet bei Regen Schutz. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Studierende und Pilger. Aufgrund der Länge und Steigung des Portikus-Weges sind bequeme Schuhe empfehlenswert.

Interessante Fakten

  • Der Portico di San Luca ist der längste Portikus der Welt und hat genau 666 Bögen.
  • Das Marienbild der Wallfahrtsstätte wird traditionell dem Evangelisten Lukas zugeschrieben und soll im 12. Jahrhundert aus Konstantinopel nach Bologna gebracht worden sein.
  • Die Straße zur Wallfahrtsstätte ist ein berüchtigter Anstieg im Profiradsport und wird in Rennen wie dem Giro d'Italia und der Tour de France gezeigt.
  • Eine Seilbahn (Luftkabelbahn) fuhr zwischen dem Fuß der Strecke und der Wallfahrtsstätte von 1931 bis 1976; heute ist sie stillgelegt, da der private Transport genutzt wird.
  • Viele Bögen des Portikus wurden von bedeutenden Familien gesponsert und enthalten kleine Kapellen oder Bildnisse.

Geschichte

Die Ursprünge der Wallfahrtsstätte reichen über tausend Jahre zurück: Auf dem Hügel gab es bereits vor dem 12.

Jahrhundert eine kleine Kapelle.

1160

Der Überlieferung nach brachte im Jahr 1160 ein byzantinischer Pilger ein Bild der Jungfrau Maria aus Konstantinopel mit, das in einer von zwei heiligen Frauen gepflegten Einsiedelei untergebracht wurde.

1193

Der Bau einer Kirche begann 1193, und Dominikanerbrüder nahmen 1294 ihren Wohnsitz ein, bis sie 1799 aufgelöst wurden.

1723

Die heutige Basilika wurde 1723 nach Entwürfen von Carlo Francesco Dotti erbaut, mit späteren Ergänzungen durch seinen Sohn.

1674

Der monumentale Portikus wurde zwischen 1674 und 1793 errichtet, um die jährliche Prozession des Marienbildes vom Stadtzentrum zur Wallfahrtsstätte zu schützen.

2021

Der Portikus wurde 2021 als Teil des UNESCO-Welterbes „The Porticoes of Bologna“ eingetragen.

Ortsführer

1
Portico di San Luca1674-1793

Ein monumentaler, 3,8 km langer überdachter Arkadengang mit 666 Bögen, der von Porta Saragozza bis zur Wallfahrtsstätte führt und zwischen 1674 und 1793 erbaut wurde. Er schützt die jährliche Prozession mit dem Marienbild und verfügt über Kapellen, die von Adelsfamilien gesponsert wurden.

2
Wallfahrtsbasilika1723
Carlo Francesco Dotti

Die 1723 errichtete Basilika wurde nach den Entwürfen von Carlo Francesco Dotti erbaut. Sie beherbergt bedeutende Kunstwerke – darunter „Mariä Himmelfahrt“ von Guido Reni, Fresken von Vittorio Bigari und Statuen von Angelo Piò. Die zentral geplante Kirche ehrt das Bild der Madonna mit dem Kind.

3
Bild der Jungfrau Maria12. Jahrhundert (traditionell)
Traditionell Lukas der Evangelist

Ein heiliges Bild, das traditionell dem Evangelisten Lukas zugeschrieben wird und angeblich im 12. Jahrhundert aus Konstantinopel gebracht wurde. Es ist der Mittelpunkt von Wallfahrten und religiösen Prozessionen.

4
Panorama-Aussichtspunkt

Durch die Lage der Wallfahrtsstätte auf dem Hügel genießen Besucher einen weiten Blick über Bologna und die umliegende Emilia-Romagna-Region. Das macht den Ort zu einem beliebten Ziel für Besucher und Fotografen.

Kontakt

Telefon: 051 614 2339