Le Castella

Le Castella

Calabria

70/10090 min

Le Castella ist ein malerisches Dorf an der Ionischen Küste Kalabriens im Süden Italiens. Berühmt ist es für seine markante, vom Meer umgebene Festung sowie für seine abwechslungsreiche Küstenlinie mit Stränden und Klippen. Es liegt am östlichen Ende der Bucht von Squillace, in der Nähe der Orte Crotone und Catanzaro. Der Name des Dorfs hat vermutlich alte Wurzeln und könnte mit römischen Siedlern nach dem Zweiten Punischen Krieg oder mit noch früheren Siedlungen in Verbindung stehen, die Hannibal zugeschrieben werden. Historisch war Le Castella ein bedeutender strategischer Ort: Die Festung, bekannt als Castellorum maris, wurde unter der aragonesischen Herrschaft umfassend wiederaufgebaut. Im Laufe des Mittelalters und der Renaissance wechselte der Ort mehrfach die Herrschaft, darunter auch die Araber sowie Adelsfamilien. In den 16. bis 18. Jahrhunderts erlitt Le Castella Überfälle der Osmanen, was schließlich zu einer Phase des Niedergangs und zur Aufgabe führte. In der heutigen Zeit ist Le Castella zu einer kleineren Siedlung geworden, die für ihre natürliche Schönheit und ihr kulturelles Erbe bekannt ist – unter anderem auch als Drehort bedeutender italienischer Filme. Das umliegende Meeresgebiet ist Teil von Italiens größtem Meeresschutzgebiet und schützt reichhaltige Meeresflora und -fauna. Die gelungene Mischung aus historischer Bedeutung, Landschaftszauber und kultureller Relevanz macht Le Castella zu einem einzigartigen Reiseziel an der kalabrischen Küste.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Le Castella ist die Zeit vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter warm ist und das Meer ideal zum Schwimmen. Besucherinnen und Besucher sollten die Festung am besten früh am Tag erkunden, um Menschenmengen zu vermeiden, und anschließend die umliegenden Strände sowie das Meeresschutzgebiet genießen. Es wird empfohlen, in der Hauptsaison Tickets für die Festung im Voraus zu kaufen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Lokale Guides können das Erlebnis bereichern, indem sie historischen Kontext liefern und Einblicke in das marine Ökosystem geben.

Interessante Fakten

  • Le Castella liegt rund um Italiens größtes Meeresschutzgebiet, das Marine Protected Area Capo Rizzuto.
  • Die Festung trug im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Namen, darunter Castellorum maris und Torre di Annibale.
  • Im Jahr 1536 wurde die Festung vom osmanischen Admiral Hayreddin Barbarossa angegriffen, der Giovanni Dionigi Galeni (später Uluç Ali Paşa) gefangen nahm.
  • Le Castella diente als Drehort für bekannte italienische Filme wie Mario Monicellis „For Love and Gold“ und Pier Paolo Pasolinis „The Gospel According to St. Matthew“.

Geschichte

Die Ursprünge von Le Castella reichen bis in die Antike zurück – archäologische Belege deuten auf Siedlungen aus dem 4.

bis 3.

Jahrhundert v.

Chr.

hin.

Der Ort wird traditionell mit Hannibal und dem Zweiten Punischen Krieg in Verbindung gebracht.

Nach dessen Ende sollen römische Siedler eine Kolonie namens Castra gegründet haben.

Im Mittelalter geriet das Gebiet unter arabische Kontrolle, bevor es Teil des Königreichs Neapel wurde.

Die Festung wurde unter aragonesischer Herrschaft wiederaufgebaut und überstand wiederholte osmanische Überfälle im 16.

bis 18.

1536

Jahrhundert, darunter einen bedeutenden Angriff von Hayreddin Barbarossa im Jahr 1536.

1644

Diese Feldzüge führten zu Niedergang und Aufgabe im Jahr 1644, wobei die Wiederbesiedlung im späten 17.

Jahrhundert begann.

Im 20.

Jahrhundert nahmen der städtische Ausbau und die kulturelle Bedeutung zu – unter anderem, weil der Ort als Drehkulisse genutzt wurde.

Ortsführer

1
Vom Meer umgebene Festung (Castellorum maris)14th-16th centuries

Die historische Festung von Le Castella ist einzigartig, weil sie vollständig vom Meer umgeben ist. So genießen Besucherinnen und Besucher Panoramablicke und erhalten einen Eindruck von der mittelalterlichen Militärarchitektur. Unter der aragonesischen Herrschaft wurde sie deutlich wiederaufgebaut und diente während der osmanischen Überfälle als Zufluchtsort.