
Krypta der Sünde des Ursprungs
Basilicata
Die Krypta der Sünde des Ursprungs ist eine in den Fels geschlagene Kirche entlang der Gravina di Picciano nahe Matera in Basilicata, Italien. Sie geht auf das 8. bis 9. Jahrhundert zurück und gilt als Meisterwerk der frühmittelalterlichen religiösen Kunst. Oft wird sie wegen ihres umfangreichen und gut erhaltenen Freskenzyklus auch als die „Sixtinische Kapelle der Felskunst“ bezeichnet. Wahrscheinlich gehörte die Krypta zu einer benediktinischen Klostergemeinschaft, wie sowohl die Bildsprache als auch der Stil der Gemälde nahelegen. Die Fresken wurden von einem einzigen Künstler geschaffen, der als Maler der Blumen von Matera bekannt ist. Sein Werk zeigt lombardische Einflüsse, mit subtilen Elementen byzantinischer und römischer Kunst. An der linken Wand befinden sich drei Nischen, die Triaden darstellen: die Apostel (Sankt Peter, Sankt Andreas und Sankt Johannes), die Marien-Königinnen (einschließlich der Madonna mit Kind) und die Erzengel (Michael, Gabriel und Raphael). An der Rückwand werden Szenen aus dem Alten Testament gezeigt, vor allem die Erschaffung und die Ursünde – daher erhielt die Krypta ihren Namen. Lateinische Inschriften begleiten die eindrucksvollen Bilder, und florale Motive runden den Zyklus ab. Nach Jahrhunderten der Verlassenheit, in denen sie sogar als Unterschlupf für Hirten diente, wurde die Krypta 1963 wiederentdeckt. Seitdem wurden Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Heute ist sie weiterhin ein bedeutender Ort für Religion und Kunst und zieht Besucher an, die sich für mittelalterliche Kunst, Spiritualität und das einzigartige felsgeprägte Erbe Süditaliens interessieren.
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Tipp: Für Besuche in der Krypta der Sünde des Ursprungs ist eine verbindliche Voranmeldung erforderlich, die telefonisch oder über die offizielle Website möglich ist. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Frühlings- und Herbstmonate, wenn das Wetter mild ist und ein entspanntes Erkunden der Umgebung ermöglicht. Bewahren Sie Ihre Eintrittskarte auf: Sie berechtigt innerhalb von sieben Tagen nach dem Besuch der Krypta zu einem vergünstigten Zugang zu nahegelegenen Kulturstätten wie dem MUSMA Contemporary Sculpture Museum und La Casa di Ortega. Geführte Touren werden empfohlen, um die reiche Bildsprache und den historischen Kontext der Fresken vollständig zu würdigen. Um die empfindlichen Kunstwerke zu schützen, kann das Fotografieren eingeschränkt sein – prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Richtlinien.
Interessante Fakten
- •Die Fresken in der Krypta liegen etwa 500 Jahre vor Giotto und gehören damit zu den frühesten bekannten mittelalterlichen Freskenzyklen in Italien.
- •Der Künstler, der als Maler der Blumen von Matera bekannt ist, wird anhand der charakteristischen floralen Motive erkannt, die in den Fresken immer wieder auftauchen.
- •Die Krypta wird manchmal „Sixtinische Kapelle der Felskunst“ genannt – wegen der Fülle und der Qualität ihres Freskenzyklus.
- •Die Krypta wurde vor ihrer Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert als Unterschlupf für einen Hirten und seine Tiere genutzt.
- •Lateinische Inschriften begleiten die Fresken und liefern Erklärungen sowie religiösen Kontext zu den dargestellten Szenen.
Geschichte
Die Krypta der Sünde des Ursprungs wurde im 8.
oder 9.
Jahrhundert in den Fels gehauen und diente vermutlich als Ort des Gottesdienstes für eine benediktinische Klostergemeinschaft während der Lombardenzeit.
Im Laufe der Zeit wurde sie verlassen und geriet in Vergessenheit.
Lokal war sie als „Höhle der Hundert Heiligen“ bekannt.
Am 1.
Mai 1963 wurde sie von Mitgliedern des Kulturvereins La Scaletta wiederentdeckt und anschließend restauriert.
Die Fresken im Inneren stammen aus dieser frühen mittelalterlichen Epoche und zählen zu den bedeutendsten Beispielen religiöser Felskunst in Süditalien.
Sie zeigen Einflüsse aus lombardischen, byzantinischen und römischen Traditionen.
Seit ihrer Wiederentdeckung steht die Krypta im Fokus von Erhaltungsmaßnahmen, um ihr einzigartiges künstlerisches Erbe zu bewahren.
Ortsführer
Nischen an der linken Wand8th-9th century
Drei Nischen mit Triaden: die Apostel (Sankt Peter, Sankt Andreas, Sankt Johannes), die Marien-Königinnen einschließlich der Madonna mit Kind sowie die Erzengel (Michael, Gabriel, Raphael). Diese Fresken zeigen lombardischen Einfluss mit ausdrucksstarken Gesichtern und reichen Gewändern.
Fresken an der Rückwand8th-9th century
Dargestellt sind Szenen aus dem Alten Testament mit Fokus auf die Erschaffung und die Ursünde, wodurch die Krypta ihren Namen erhielt. Die lebendige Bildsprache wird von lateinischen Inschriften (Epigraphen) und floralen Verzierungen begleitet.
Kontakt
Telefon: 320 334 5323