
Castello Aragonese (Ortona)
Abruzzo
Das Castello Aragonese in Ortona ist ein Renaissance-Schloss, das ursprünglich 1492 von der Familie der Aragonesen auf einer Caldora-Anlage aus dem 14. Jahrhundert errichtet wurde – die wiederum auf einer an sich aus dem 13. Jahrhundert stammenden angevinischen Grundlage basiert. Die trapezförmige Festung hat vier zylindrische Ecktürme; heute sind jedoch nur noch drei erhalten. Dazu kommen Wehrmauern mit einem charakteristischen Scharpensockel. Bis ins 17. Jahrhundert diente sie der Verteidigung, anschließend wurde sie von der Familie Baglioni zu einem Adelssitz umgestaltet – inklusive des Baus eines Palastes innerhalb der Mauern. Im 1943er Gefecht um Ortona erlitt das Schloss schwere Schäden: Als eingelagertes Schwarzpulver explodierte, wurden die oberen Mauern und der Palast zerstört. Ein Erdrutsch im Jahr 1946 zerstörte außerdem weite Teile der seeseitigen Fassade. Heute ist das Innere über einen Garten und Treppen zugänglich, die zu einem Museum im Westturm führen; dort werden historische Fotos sowie Möbel und Ausstattungsstücke der Adelsfamilien gezeigt. Der Ostturm fungiert als panoramatisches Belvedere. Architektonisch ist das Schloss besonders wegen seiner großen zylindrischen Türme mit gotischen Rundbogenfenstern sowie des durch Arkaden am Eingang angedeuteten Wassergrabens. Die Restaurierungen begannen 2001: Dabei wurden die verbliebenen Mauern gesichert und der Zugang für Besucher verbessert.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Castello Aragonese ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter mild ist und weniger los ist. In den Hauptsaisonen sollten Besucher Tickets am besten im Voraus kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Das Schloss bietet ermäßigte Tarife für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Gruppen. Der Zugang beinhaltet einige Treppen, daher sind bequeme Schuhe empfehlenswert. Prüfen Sie die Öffnungszeiten im Voraus, da sie je nach Saison variieren können.
Interessante Fakten
- •Das Schloss wurde über mehreren früheren Befestigungen errichtet, darunter angevinische und Caldora-Bauten aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
- •Während des Zweiten Weltkriegs explodierte gelagertes Pulver im Inneren des Schlosses nach Bombardierungen und verursachte enorme strukturelle Schäden.
- •Heute sind nur noch drei der ursprünglich vier zylindrischen Ecktürme erhalten.
- •Der Ostturm wird heute als panoramatischer Aussichtspunkt über dem Meer genutzt.
- •Das Schloss beherbergte einst einen Adelspalast innerhalb seiner Mauern; dieser ist inzwischen größtenteils zerstört, jedoch in Teilen in den Außenmauern zumindest teilweise erhalten.
Geschichte
Die ursprüngliche Festung geht auf das 13.
Jahrhundert in der Zeit der Angeviner zurück.
Bedeutende Bautätigkeiten der Aragonesen erfolgten 1492 über der Caldora-Anlage aus dem 14.
Jahrhundert.
Bis ins 17.
Jahrhundert diente sie als Verteidigungsbollwerk, bevor sie unter der Familie Baglioni zu einem Adelssitz wurde.
Im 19.
Jahrhundert geriet das Schloss außer Betrieb und wurde als Werkstatt und Pulvermagazin umgenutzt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss 1943 während der Schlacht um Ortona stark beschädigt, als eine Explosion große Teile seiner oberen Bausubstanz zerstörte.
Ein Erdrutsch im Jahr 1946 fügte den seeseitigen Mauern weiteren Schaden zu.
Die Restaurierungsarbeiten begannen 2001, um die verbliebene Bausubstanz zu erhalten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ortsführer
Westturm-Museum
Das Museum befindet sich im Westturm. Es zeigt historische Fotografien des Schlosses sowie Einrichtungs- und Möbelstücke der Adelsfamilien, die es einst bewohnten – und gibt so einen Einblick in die aristokratische Vergangenheit.
Ostturm-Belvedere
Der zylindrische Turm im Osten dient als panoramatischer Aussichtspunkt. Von hier aus genießen Sie malerische Blicke auf das Meer und die umliegende Küste; der Zugang erfolgt über eine Treppenrampe.
Schlossmauern und Türme15. Jahrhundert
Die trapezförmigen Mauern des Schlosses besitzen einen Scharpensockel und drei erhaltene zylindrische Ecktürme mit gotischen und rechteckigen Fenstern. Die Mauern umfassten einst einen mit Wasser gefüllten Graben, der durch Arkaden am Eingang angedeutet war.
Überreste des Adelspalastes18th century
Obwohl der Palast größtenteils zerstört ist, sind in Form von verzierten Außenmauern im Inneren des Schlosses noch Reste des Adelspalastes aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Sie spiegeln den Wandel von der Festung zum Wohnsitz wider.
Kontakt
Telefon: 085 906 3841