
Viðgelmir-Höhle
Vesturland
Die Viðgelmir-Höhle gehört zu den längsten Lavakorridoren Islands. Sie ist etwa 1.585 Meter lang und fasst ungefähr 148.000 Kubikmeter – damit zählt sie zu den größten Lavahöhlen der Welt. Die Höhle liegt im Lavagebiet Hallmundarhraun im Westen Islands. Am nördlichen Ende befindet sich ein breiter Eingang, der durch einen eingestürzten Höhlendeckel entstanden ist. Im Inneren wechseln sich weite Kammern mit engen Passagen ab, in denen sich lebendige Lavaformationen zeigen, die auf etwa 1.100 Jahre geschätzt werden. Je nach Jahreszeit ist die Höhle zudem von Eis geschmückt, was dem Erlebnis eine besondere visuelle Note verleiht. Zu den archäologischen Funden in Viðgelmir zählen menschliche Artefakte aus der Wikingerzeit, die heute im National Museum of Iceland aufbewahrt werden. Aufgrund des anspruchsvollen Geländes im Inneren wird empfohlen, die Höhle nur mit einem kundigen Guide zu erkunden. Der Zugang wurde verbessert: Eisentore schützen die empfindlichen Sinterbildungen, und moderne Laufwege sorgen für die Sicherheit der Besucher. Geführte Touren werden von dem nahegelegenen Fljótstunga aus angeboten und geben Einblicke in die geologischen Kräfte, die die Höhle geformt haben, sowie in ihre kulturelle Bedeutung. Die Kombination aus natürlicher Schönheit, historischem Stellenwert und guter Erreichbarkeit macht die Höhle zu einem Muss für Naturbegeisterte und Kulturentdecker gleichermaßen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Viðgelmir sind die wärmeren Monate, wenn die Höhle vollständig zugänglich ist und die Eisformationen am eindrucksvollsten sind. Es empfiehlt sich sehr, geführte Touren im Voraus über die offizielle Website zu buchen, um die Verfügbarkeit sicherzustellen und von der fachkundigen Einordnung zu profitieren. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich in Schichten kleiden, da es in der Höhle kühl ist und die Temperaturen variieren. Durch die Installation der Laufwege ist die Zugänglichkeit zwar besser geworden, doch Teile der Höhle können körperlich nach wie vor anspruchsvoll sein. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Familien und Kinder. Wenn man sich an die Hinweise erfahrener Touranbieter hält, hilft das, die fragile Umgebung im Inneren der Höhle zu schützen.
Interessante Fakten
- •Viðgelmir gehört zu den größten Lavahöhlen der Welt nach Volumen – etwa 148.000 Kubikmeter.
- •In der Höhle finden sich Lavaformationen, die auf etwa 1.100 Jahre geschätzt werden.
- •Artefakte aus der Wikingerzeit wurden in der Höhle entdeckt und werden im National Museum of Iceland aufbewahrt.
- •Die Höhle war im 20. Jahrhundert über längere Zeiträume durch Eis geschlossen, unter anderem von 1918 bis 1930 und erneut im Winter 1972–1973.
- •1991 wurden Eisentore installiert, um die empfindlichen Sinterbildungen und Formationen der Höhle zu schützen.
Geschichte
Die Viðgelmir-Höhle entstand vor etwa 1.100 Jahren im Zuge eines Vulkanausbruchs, der das Lavagebiet Hallmundarhraun schuf.
Das Dach brach nahe dem nördlichen Ende teilweise ein und bildete so den heute genutzten Haupteingang.
Von 1918 bis 1930 war die Höhle durch Eis geschlossen und erneut während des Winters 1972–1973.
Im Jahr 1991 installierten lokale Höhlenforscher Eisentore, um die empfindlichen Formationen der Höhle zu schützen.
Archäologische Funde gehen bis in die Wikingerzeit zurück und deuten auf menschliche Anwesenheit oder Nutzung in dieser Zeit hin.
Seitdem werden Anstrengungen unternommen, die Höhle zu erhalten und für eine sichere öffentliche Erkundung zu öffnen.
Ortsführer
Eingang und Hauptkammer
Der Eingang entsteht durch einen eingestürzten Abschnitt des Höhlendachs nahe dem nördlichen Ende der Höhle und führt in eine geräumige Kammer voller farbenfroher Lavaformationen sowie saisonalem Eis. Dieser Bereich setzt den Ton für die dramatische, vulkanische Landschaft der Höhle.
Innere Passagen
Während sich die Höhle weiter ins Innere erstreckt, werden die Passagen enger und die Orientierung wird deutlich schwieriger. Diese Abschnitte zeigen unterschiedliche Lavakorridor-Strukturen, die während des Vulkanausbruchs entstanden sind, der die Höhle geschaffen hat.
Kontakt
Telefon: 783 3600