
Naturschutzgebiet Hornstrandir
Vestfirðir
Das Naturschutzgebiet Hornstrandir liegt am nördlichen Zipfel der Westfjorde Islands und erstreckt sich über rund 580 Quadratkilometer Tundra, Fjorde, Gletscher und alpine Regionen. Seit 1975 als Schutzgebiet ausgewiesen, wird es nach einigen der strengsten Naturschutzbestimmungen Islands verwaltet – zum Erhalt des empfindlichen Ökosystems und der vielfältigen Artenvielfalt. Besonders bekannt sind die dramatischen Vogelklippen rund um die Bucht Hornvík, die über 500 Meter hoch aufragen und riesige Brutkolonien von Seevögeln anziehen. Die Abgeschiedenheit und fehlende Infrastruktur sorgen bei Besuchern für ein einzigartiges Gefühl von Ruhe und Wildnis: Wanderer können hier mehrere Tage unterwegs sein, ohne anderen zu begegnen. Das Gebiet ist außerdem ein Rückzugsort für den Polarfuchs. Durch das Jagdverbot und den ungestörten Lebensraum sind Sichtungen vergleichsweise häufig. Historisch war die Region bis in die 1950er Jahre nur dünn von Bauern besiedelt; danach sind Nachkommen zurückgekehrt, um alte Häuser wiederherzustellen und innerhalb des Schutzgebiets privaten Grundbesitz zu erhalten. Hornstrandir zieht bis heute Naturliebhaber an, die pure, unberührte isländische Wildnis und ein lebendiges Vogelleben in einer spektakulären Fjordlandschaft erleben möchten.
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Tipp: Planen Sie Ihre Reise am besten in den Sommermonaten, wenn die Wetterbedingungen am günstigsten sind und die Fährverbindungen verkehren. Aufgrund der abgeschiedenen Lage und der fehlenden Infrastruktur sollten Unterkünfte und Transport im Voraus organisiert werden. Wanderpässe sind nicht erforderlich, dennoch sollten Besucher die Naturschutzregeln beachten und Tiere nicht stören. Es wird empfohlen, Bootstransfers rechtzeitig zu buchen, um den Zugang zu wichtigen Punkten wie Hornvík zu sichern. Je nach Angebot sind Rabatte für Gruppentouren oder mehrtägige Wandercamps möglich. Ausreichende Ausrüstung für wechselhaftes Wetter und Selbstversorgung einzupacken, ist entscheidend für ein sicheres und gelungenes Erlebnis.
Interessante Fakten
- •Hornstrandir ist Islands nördlichste Halbinsel und umfasst etwa 580 Quadratkilometer.
- •Die Vogelklippen rund um die Bucht Hornvík erreichen Höhen von über 500 Metern und beherbergen große Brutkolonien von Seevögeln.
- •Es gehört seit 1975 zu den strengsten geschützten Naturgebieten Islands.
- •Das Schutzgebiet ist ein Rückzugsort für den Polarfuchs: Das Jagdverbot unterstützt ihre Population.
- •Wegen der Abgeschiedenheit können Besucher hier mehrere Tage wandern, ohne anderen Menschen zu begegnen.
Geschichte
Hornstrandir war historisch von einer kleinen Gemeinschaft bewohnt, die Landwirtschaft betrieb, bis in die 1950er Jahre.
Danach verließen die Bewohner nach und nach das Gebiet aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen.
1975 wurde die Region als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um ihre einzigartige Flora und Fauna unter strengen Erhaltungsgesetzen zu schützen.
Seitdem ist sie weitgehend unbewohnt geblieben, wobei einige Nachkommen zurückgekehrt sind, um alte Bauernhäuser zu restaurieren.
Der Schutz des Gebiets hat es seinen Ökosystemen – darunter die Polarfuchs-Population und die Brutkolonien der Seevögel – ermöglicht, ohne menschliche Störung zu gedeihen.
Ortsführer
Vogelklippen in der Bucht Hornvík
Diese hoch aufragenden Klippen auf der Ostseite der Bucht Hornvík steigen über 500 Meter empor und sind Heimat zahlreicher Brutkolonien von Seevögeln – und damit ein erstklassiger Ort für die Vogelbeobachtung in Island.
Weiten der Tundra- und Alpinen Wanderwege
Ausgedehnte Wanderrouten führen durch die Tundra, Fjorde und die alpinen Landschaften des Schutzgebiets und bieten Abgeschiedenheit sowie ein intensives Naturerlebnis in unberührter Umgebung.
Lebensraum des Polarfuchses
Hornstrandir ist ein entscheidendes Refugium für Polarfüchse. Durch Jagd- und Störungsschutz sind sie vor Bejagung und menschlichen Einflüssen geschützt – das erhöht für Besucher die Chancen, sie zu sichten.
Kontakt
Telefon: 591 2000