Ásbrú Ghost Town

Suðurnes

40/10060 min

Ásbrú, früher auch Vallarheiði genannt, ist ein Stadtteil in Reykjanesbær, Island, gelegen auf den Mid-Mountains (Miðnesheiði) nahe dem Flughafen Keflavík. Ursprünglich war es ein NATO-Militärstützpunkt, der für fast 60 Jahre US-Verteidigungskräfte beherbergte, bis diese 2006 abgezogen wurden. Auf seinem Höhepunkt lebten im Stützpunkt rund 5.700 Einwohner, wodurch Ásbrú zu einer der größten Siedlungen in Island wurde und auf der Reykjanes-Halbinsel ein bedeutender Arbeitgeber war. Nachdem das Militär abgezogen war, durchlief das Gebiet eine weitreichende Umgestaltung, die darauf abzielte, der Gemeinschaft einen Mehrwert zu schaffen. Die Entwicklungsgesellschaft Kadeco wurde gegründet, um das Gelände für die zivile Nutzung umzuwandeln. Die Bildungsgesellschaft Keilir wurde 2007 ins Leben gerufen – mit Unterstützung der Universität von Island und privater Unternehmen. Anschließend erwarb die Firma Háskólavellir einen großen Teil der Wohngebäude, um Universitäts-Wohnheime zu entwickeln; bis 2009 boten diese etwa 1.700 Studierenden ein Zuhause. Heute ist Ásbrú ein einzigartiges Beispiel dafür, wie man einen Militärstandort erfolgreich zu ziviler Nutzung umgestalten kann – mit Bildungseinrichtungen und dem Alltagsleben in einer historisch bedeutsamen Umgebung.

Planen Sie Ihre Reise nach Island mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Ásbrú sind die Sommermonate: Dann ist das Wetter in Island milder und das Erkunden im Freien angenehmer. Wer sich für die Geschichte und den Wandel des Areals interessiert, sollte – falls verfügbar – geführte Touren einplanen und nach Veranstaltungen oder „Open Days“ an Bildungseinrichtungen wie Keilir Ausschau halten. Zwar ist das Gebiet größtenteils frei zugänglich, einige Bereiche können jedoch vorherige Erlaubnis oder eine Anmeldung erfordern – daher ist eine gute Planung sinnvoll. Je nach Verbindung zu den Bildungseinrichtungen können Rabatte oder besonderer Zugang für Studierende oder Gruppen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Auf seinem Höhepunkt beherbergte der NATO-Stützpunkt in Ásbrú etwa 5.700 Einwohner, wodurch er zur damaligen Zeit zu einer der größten Siedlungen in Island zählte.
  • Der Militärstützpunkt war über mehrere Jahrzehnte der größte Arbeitgeber auf der Reykjanes-Halbinsel.
  • Die Umwandlung von Ásbrú von einem Militärstützpunkt zu einem Bildungsstandort ist ein seltenes Beispiel für eine erfolgreiche Umnutzung militärischer Infrastruktur.
  • Die Bildungsgesellschaft Keilir wurde 2007 im Rahmen des Redevelopment-Plans gegründet – in Zusammenarbeit mit der Universität von Island und privaten Unternehmen.
  • Bis 2009 lebten etwa 1.700 Studierende in den neu entwickelten Universitäts-Wohnheimen in Ásbrú.

Geschichte

Ásbrú war ursprünglich ein NATO-Verteidigungsstützpunkt, der in der Nähe des Flughafens Keflavík gegründet wurde, und beherbergte nahezu sechs Jahrzehnte lang US-Militärpersonal.

Auf seinem Höhepunkt zählte es zu den größten Gemeinden Islands – vor allem wegen der Präsenz des Militärs.

2006

2006 zog sich das US-Militär vollständig zurück, was den Start einer Redevelopment-Initiative auslöste.

Die Firma Kadeco wurde gegründet, um das ehemalige Militärgelände in zivile Nutzung umzuwandeln – mit Fokus auf Bildung und Wohnen.

2009

Bis 2009 hatte sich der Standort zu einem Universitätscampus-Bereich mit erheblicher Unterbringungskapazität für Studierende entwickelt.