Garður Old Lighthouse

Garður Old Lighthouse

Suðurnes

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Garðskagaviti bezeichnet zwei Leuchttürme auf der Halbinsel Garðskagi in Suðurnes, Island. Der ältere Leuchtturm wurde 1897 errichtet und zählt zu den ältesten Betonbauten des Landes. Er wurde gebaut, um die Navigation entlang der oft tückischen Küste zu erleichtern. Er besitzt einen quadratischen, aus Gusseisen gefertigten Aufbau mit einem steinernen Öllampenaufsatz und einer katadioptrischen rotierenden Linse. Aufgrund von Küstenerosion und Sturmschäden wurden eine Schutzmauer und eine Plattform ergänzt, doch das Fundament blieb anfällig. Im Jahr 1944 wurde ein neuer, zylindrischer Leuchtturm 215 Meter südöstlich des Originals gebaut, um die Seebedingungen besser zu überstehen und die Sicht zu verbessern. Entworfen von Axel Sveinsson, ist er 28,6 Meter hoch und war zunächst mit Beleuchtungsanlagen des älteren Leuchtturms ausgestattet; später wurde er auf elektrisches Licht umgestellt und erhielt eine vierfach rotierende Linse. Der neue Leuchtturm verfügte außerdem über Funkfeuer. Seit 1995 beherbergt der neuere Leuchtturm das maritime Museum Byggðasafnið. Dort werden über 60 restaurierte Schiffe gezeigt sowie Dauer­ausstellungen zu Landwirtschaft, Fischerei und maritimer Navigation – darunter ein historisches neun Meter langes, sechsrudriges Boot aus dem Jahr 1887. Der Ort bietet einen einzigartigen Einblick in das isländische Küstenerbe und die Entwicklung der Leuchtturmtechnik.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Garðskagaviti sind die Sommermonate in Island, wenn das Wetter milder ist und die Tageslichtdauer länger wird. Besucher sollten in der Hochsaison am besten im Voraus Tickets für das Museum Byggðasafnið kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Am Standort gibt es Ermäßigungen für Senioren und Gruppen. Geführte Touren werden angeboten und sind empfehlenswert, um die historischen und technischen Aspekte der Leuchttürme sowie die maritimen Ausstellungen in vollem Umfang zu verstehen.

Interessante Fakten

  • Der ältere Garðskagaviti-Leuchtturm, der 1897 gebaut wurde, ist das zweitälteste Betongebäude in Island.
  • Der neuere Leuchtturm wurde 1944 in nur drei Monaten errichtet.
  • Das maritime Museum beherbergt über 60 restaurierte Schiffe, viele davon sind noch in Betrieb.
  • Das historische neun Meter lange sechsrudrige Boot, das ausgestellt ist, wurde 1887 gebaut und gehörte zur ältesten in Betrieb befindlichen Fischereigesellschaft in Island.
  • Der ältere Leuchtturm und seine umgebenden Bauwerke waren im Dezember 2023 rechtlich als Kulturerbestätte geschützt.

Geschichte

1878

Pläne zum Bau eines Leuchtturms auf Garðskagi begannen 1878, zunächst jedoch mit Finanzierungsschwierigkeiten im Zusammenhang mit der dänischen Krone.

1897

Der erste Leuchtturm wurde 1897 als gusseisenbewehrte Beton-Konstruktion mit einer steinernen Öllampe fertiggestellt.

Die Küstenerosion gefährdete das Bauwerk, weshalb Schutzmaßnahmen ergriffen wurden – etwa ein Seedeich und eine Brücke.

1944

1944 wurde ein zweiter Leuchtturm weiter landeinwärts errichtet, um Seeschäden zu vermeiden.

Er verfügte über modernisierte Beleuchtungstechnik und Funkfeuer-Fähigkeiten.

2023

Der ältere Leuchtturm und seine Umgebung wurden im Dezember 2023 offiziell als Kulturerbestätte unter Schutz gestellt.

1995

Das maritime Museum wurde 1995 im Anbau des neueren Leuchtturms gegründet und bewahrt so die lokale maritime Geschichte.

Ortsführer

1
Älterer Garðskagaviti-Leuchtturm1897

Der 1897 errichtete, quadratische Leuchtturm aus Gusseisenbeton verfügt über eine steinerne Öllampe und eine katadioptrische rotierende Linse. Er ist bemerkenswert, weil er zu den ältesten Betonbauwerken Islands zählt, und veranschaulicht frühe Leuchtturmtechnik. Besucher können das Fundament sowie die zum Schutz vor Küstenerosion errichtete Schutz-Seemauer besichtigen.

2
Neuerer Garðskagaviti-Leuchtturm1944
Axel Sveinsson

Der 1944 erbaute und von Axel Sveinsson entworfene zylindrische Leuchtturm ist 28,6 Meter hoch. Er wurde weiter landeinwärts gebaut, um die Seerosion zu vermeiden, und nutzte zunächst Beleuchtungsanlagen des älteren Leuchtturms, bevor auf elektrisches Licht sowie eine vierfach rotierende Linse umgestellt wurde. Außerdem war er mit Funkfeuer-Technologie ausgestattet und hatte ein zugehöriges Wohnhaus für den Leuchtturmwärter, das heute Teil des Museums ist.

3
Maritimes Museum Byggðasafnið1995

Das 1995 im Anbau des neueren Leuchtturms eröffnete Museum zeigt über 60 restaurierte Schiffe, Dauer­ausstellungen zur lokalen Landwirtschaft und Fischerei sowie zur maritimen Navigation. Zu den Highlights gehören eine neun Meter lange sechsrudrige Boot aus dem Jahr 1887, die zur ältesten Fischereigesellschaft Islands gehörte.