Technisches Museum des Ostens Islands

Austurland

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Das Technische Museum des Ostens Islands in Seyðisfjörður wurde 1984 gegründet, um die technische Geschichte der Region Ostfjorde zu bewahren und zu präsentieren. Es beleuchtet die technischen Fortschritte Islands von etwa 1880 bis heute – mit Fokus auf Maschinen, elektrische Energie, Telekommunikation, Verkehr und Architektur. Das Museum ist in historisch bedeutsamen Gebäuden untergebracht, darunter Wathneshús, der Ort der ersten Telegrafenstation Islands, die 1906 eingerichtet wurde, sowie Vjelsmiðja Jóhanns Hanssonar, die älteste Maschinenwerkstatt des Landes, die auf das Jahr 1907 zurückgeht. Die Ausstellungen zeigen, wie technologische Veränderungen den Alltag der Menschen vor Ort und die Umwelt geprägt haben. Außerdem veranstaltet das Museum jährlich ein Craft Festival, das traditionelle und moderne Handwerkskünste mit Workshops, Ausstellungen und Konzerten fördert. Leider wurde das Museum 2020 bei einem Erdrutsch durch Schlamm schwer beschädigt – dabei gingen große Teile der Sammlung und der Gebäude verloren, wodurch es vorübergehend geschlossen werden musste. Gleichzeitig laufen die laufenden Bemühungen, den zukünftigen Standort und Betrieb neu zu überdenken.

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Tipp: Besucher sollten den aktuellen Status des Museums prüfen, bevor sie einen Besuch planen, da es wegen des Erdrutschs durch Schlamm im Jahr 2020 geschlossen ist. Die beste Zeit, um Seyðisfjörður und den Museumsbereich zu besuchen, sind die Sommermonate, wenn die Wetterbedingungen günstig sind. Zwar ist die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung aufgrund der historischen Gebäude eingeschränkt, doch es werden Anstrengungen unternommen, dies zu verbessern. Eine vorherige Buchung für besondere Veranstaltungen wie das jährliche Craft Festival wird empfohlen. Für Gruppen und Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein – erkundigen Sie sich daher nach Möglichkeit im Voraus.

Interessante Fakten

  • Seyðisfjörður beherbergte 1906 Islands erste Telegrafenstation, die per Unterseekabel mit Schottland verbunden war.
  • Die Stadt war die erste in Island, die 1913 elektrische Energie vom Wasserkraftwerk Fjarðarselsvirkjun erhielt.
  • Das Museum umfasst die älteste Maschinenwerkstatt in Island: Vjelsmiðja Jóhanns Hanssonar, gegründet 1907.
  • Das Museum veranstaltet seit 2006 ein jährliches Craft Festival mit Workshops in traditionellen Handwerken wie Schmiedearbeiten und der Herstellung von Messern.
  • Der Schlamm-Erdrutsch im Jahr 2020 verursachte erhebliche Schäden und zerstörte große Teile der Sammlung und der Gebäude des Museums.

Geschichte

1984

Das Museum wurde 1984 offiziell gegründet; die erste Ausstellung wurde 1995 eröffnet – zum 100.

Jubiläum des Stadtstatus von Seyðisfjörður.

1906

Historisch bedeutsam ist Seyðisfjörður als Standort der ersten Telegrafenstation Islands im Jahr 1906, nachdem ein Unterseekabel von Schottland verlegt worden war.

1913

Die Stadt war außerdem die erste in Island, die 1913 elektrifiziert wurde.

1993

1993 expandierte das Museum, indem es die Maschinenwerkstatt Vjelsmiðja Jóhanns Hanssonar übernahm und damit originale Maschinen und Werkzeuge bewahrte.

Am 18.

2020

Dezember 2020 zerstörte ein verheerender Schlamm-Erdrutsch weite Teile der Gebäude und Sammlungen des Museums und machte eine Neubewertung seiner Zukunft erforderlich.

Ortsführer

1
Wathneshús (Alte Telegrafenstation)1894

Das 1894 errichtete Gebäude diente ursprünglich als Wohnhaus für den norwegischen Geschäftsmann Ottó Wathne. Es wurde 1906 zur ersten Telegrafenstation Islands, nachdem das Unterseekabel von Schottland verlegt worden war. Heute beherbergt es die Büros des Museums und ist ein zentraler historischer Ort, der den Beginn der Telekommunikation in Island veranschaulicht.

2
Vjelsmiðja Jóhanns Hanssonar (Maschinenwerkstatt von Johann Hansson)1907

Die 1907 gegründete Werkstatt ist Islands älteste Maschinenwerkstatt. Sie wurde 1918 erweitert, um das Metallschmelzen einzubeziehen. Das Museum übernahm sie 1993 und bewahrte dabei originale Maschinen, darunter Schmelzöfen und Ausrüstung für Schmiedearbeiten. Sie dient sowohl als dauerhafte Ausstellung als auch als Ort für Handwerks-Workshops.