Qasr al-Ashiq

Qasr al-Ashiq

Şalāḩ ad Dīn

60/10090 min

Qasr al-Ashiq ist ein historischer Palast aus der Zeit der Abbasiden. Er liegt etwa 16 Kilometer westlich des heutigen Samarra auf der westlichen Uferseite des Tigris im Irak. Der Bau wurde während der Herrschaft des 15. abbasidischen Kalifen Al-Mu'tamid in Auftrag gegeben und fand zwischen 877 und 882 statt. Der Palast ist ein bedeutendes Beispiel für den abbasidischen Baustil: Er besitzt eine rechteckige, zweistöckige Anlage, wobei eine Etage als Katakomben und Gewölbe genutzt wird. Das Ensemble ist von großen Höfen und befestigten Mauern umgeben; ein Graben umschließt den Palast, dessen Wasser über einen unterirdischen Kanal gespeist wird, der aus den westlichen Hochländern stammt. Historisch war der Palast unter dem Namen „al-Ma'shuq“ bekannt, was „geliebt“ bedeutet. In den 1960er-Jahren wurde er ausgegraben und in den 1980er-Jahren restauriert. Seine bis heute sichtbare Substanz gibt Aufschluss über die Architektur des islamischen Mittelalters und die Kultur der Abbasiden – daher ist er für Besucher, die sich für Geschichte und Architektur interessieren, eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit.

Planen Sie Ihre Reise nach Irak mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten wegen des heißen Klimas im Irak besonders die kühleren Monate für einen Besuch einplanen. Es empfiehlt sich, geführte Touren zu organisieren, um den historischen Kontext der Anlage wirklich zu verstehen. Tickets sind möglicherweise vor Ort erhältlich, dennoch ist es ratsam, sich im Voraus über mögliche Besuchsbeschränkungen oder die Verfügbarkeit von Führungen zu informieren. Da die Besucher-Infrastruktur eher schlicht ist, sollte man Wasser und Sonnenschutz einpacken. Frühmorgendliche Besuche machen das Erlebnis angenehmer und bieten zudem bessere Lichtverhältnisse für Fotos.

Interessante Fakten

  • Der Palast wurde historisch „al-Ma'shuq“ genannt, was „geliebt“ bedeutet, und spiegelt damit seine kulturelle Bedeutung wider.
  • Er verfügt über ein einzigartiges Grabensystem, das von einem unterirdischen Kanal aus den westlichen Hochländern gespeist wird. Dabei liegt der Wasserspiegel des Grabens höher als der nahe Tigris.
  • Das Gebäude umfasst eine Etage, die als Katakomben und Gewölbe genutzt wird – das ist für die repräsentative abbasidische Palastarchitektur eher selten.

Geschichte

Der Palast wurde vom 15.

877

abbasidischen Kalifen Al-Mu'tamid in Auftrag gegeben und zwischen 877 und 882 erbaut.

Historische Quellen nennen im Zusammenhang mit dem Bau unter anderem Personen wie Ali bin Yahi al-Munajam und Moez al-Dawla.

In der mittelalterlichen Zeit war er unter dem Namen „al-Ma'shuq“ bekannt, was „geliebt“ bedeutet.

Der Palast wurde in den 1960er-Jahren ausgegraben und in den 1980er-Jahren restauriert – und damit blieb sein abbasidisches architektonisches Erbe für die heutige Forschung und den Tourismus erhalten.

Ortsführer

1
Main Palace Structure877-882

Ein rechteckiges zweistöckiges Gebäude, das die abbasidische Architektur beispielhaft zeigt: Eine Etage wird als Katakomben und Gewölbe genutzt und verdeutlicht das Design des islamischen Mittelalters.

2
Surrounding Yards and Walls877-882

Große, umschlossene Höfe, die von befestigten Mauern umgeben sind. Sie bieten sowohl Schutz als auch Platz für die Aktivitäten des Palastes.

3
Moat and Water System

Ein langer Graben umgibt den Palast und wird von einem unterirdischen Kanal aus den westlichen Hochländern gespeist. Der Wasserstand liegt dabei höher als der nahe Tigris – ein Beispiel für fortschrittliche Wasserbau-Technik.

Map