Al-Askari-Schrein

Al-Askari-Schrein

Şalāḩ ad Dīn

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Der Al-Askari-Schrein liegt in Samarra im Irak, im Gouvernement Saladin. Er zählt zu den wichtigsten schiitisch-islamischen Stätten weltweit. Der Schrein wurde 944 n. Chr. errichtet und dient als Grabstätte der 10. und 11. schiitischen Imame Ali al-Hadi und Hasan al-Askari, die gemeinsam als „Askariyyayn“ bekannt sind. Außerdem beherbergt der Schrein die Gräber von Hakima Khatun, der Schwester von Ali al-Hadi, sowie von Narjis, der Mutter von Muhammad al-Mahdi, dem Zwölften Imam. Architektonisch besonders ist die goldene Kuppel, die mit 72.000 Goldstücken bedeckt ist, sowie die hellblauen Kachelwände. Die Kuppel prägte bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 2006 durch Bombenanschläge sunnitischer Extremisten die Silhouette von Samarra. Auch die Minarette und der Uhrturm wurden in anschließenden Angriffen zerstört, jedoch bis 2009 wiederhergestellt. Der Schrein ist Teil des UNESCO-Welterbestatus „Samarra Archaeological City“ und unterstreicht damit seine kulturelle und historische Bedeutung. Neben der Moschee befindet sich der Serdab, ein Gedenkbau, der den Ort markiert, an dem Muhammad al-Mahdi in die „Minor Occultation“ (die kleinere Verborgenheit) eintrat – ein zentrales Ereignis im schiitischen Glauben. Die Zerstörung und Wiederherstellung des Schreins hatten tiefgreifende Auswirkungen auf die konfessionellen Beziehungen und die Geschichte im Irak. Damit ist er nicht nur eine religiöse Sehenswürdigkeit, sondern auch ein Symbol für Standhaftigkeit und Zusammenhalt unter schiitischen Muslimen.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch nach Möglichkeit tagsüber planen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Architektur sowie die Umgebung des Schreins in vollem Umfang zu würdigen. Es empfiehlt sich, etwaige Reisehinweise zu prüfen und geführte Touren einzuplanen, um tiefere historische und religiöse Einblicke zu gewinnen. Für den Eintritt können Tickets erforderlich sein; außerdem sind möglicherweise Ermäßigungen für Gruppen oder religiöse Pilger verfügbar. Eine vorherige Buchung wird empfohlen – besonders während religiöser Anlässe oder in der Hochsaison, um Menschenmengen zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Der Schrein beherbergt die Gräber der 10. und 11. schiitischen Imame Ali al-Hadi und Hasan al-Askari, die als „Askariyyayn“ bekannt sind.
  • Die goldene Kuppel war mit 72.000 Goldstücken bedeckt und ein weithin sichtbares Element der Silhouette von Samarra, bevor sie 2006 zerstört wurde.
  • Der Schrein ist Teil der UNESCO-Welterbestätte „Samarra Archaeological City“, die 2007 anerkannt wurde.
  • Der benachbarte Serdab erinnert an den Ort, an dem der Zwölfte Imam Muhammad al-Mahdi in die „Minor Occultation“ eintrat – ein bedeutendes Ereignis im Islam der Schiiten.
  • Die Zerstörung des Schreins 2006 und 2007 durch extremistische Bombenanschläge löste landesweit große Wut aus und trug zum Irakischen Bürgerkrieg zwischen schiitischen und sunnitischen Gruppierungen bei.

Geschichte

944

Der Al-Askari-Schrein wurde ursprünglich 944 n.

Chr.

erbaut als Grabstätte für den 10.

und 11.

schiitischen Imam, die während des Abbasiden-Kalifats in Samarra unter Hausarrest lebten.

1868

Umfangreiche Umbauarbeiten fanden 1868 unter Nasir ad-Din Shah Qajar statt; die ikonische goldene Kuppel wurde 1905 hinzugefügt.

Die Kuppel hatte einen Durchmesser von etwa 20 Metern und ragte 68 Meter in die Höhe – und wurde zu einem prägnanten Wahrzeichen der Samarraer Skyline.

2006

2006 und 2007 erlitt der Schrein durch verheerende Bombenanschläge schwere Schäden: Die Kuppel, die Minarette und der Uhrturm wurden zerstört.

Diese Taten verschärften die sektiererischen Spannungen im Irak.

2009

Die Restaurierungsmaßnahmen wurden 2009 mit der Wiedereröffnung des Schreins abgeschlossen – ein erneutes Bekenntnis zu seiner religiösen und kulturellen Bedeutung.

Ortsführer

1
Goldene Kuppel1905

Ursprünglich im Jahr 1905 ergänzt, war die goldene Kuppel mit 72.000 Goldstücken bedeckt und hatte etwa 20 Meter Durchmesser sowie eine Höhe von 68 Metern. Sie war ein dominantes architektonisches Element, bevor sie zerstört und später wiederhergestellt wurde.

2
Minarette

Zwei goldene Minarette flankierten die Kuppel, die jeweils 36 Meter hoch waren. Sie wurden 2007 bei einem Bombenanschlag zerstört und anschließend im Zuge der Restaurierungsarbeiten wieder aufgebaut.

3
Serdab (Zisterne)

Ein kuppelartiger Gedenkbau neben der Moschee, der über der Zisterne errichtet wurde, in die der Zwölfte Imam Muhammad al-Mahdi eintrat, als er in die „Minor Occultation“ (die kleinere Verborgenheit) überging. So wird sein verborgener Status im schiitischen Glauben markiert.