Kloster Mar Behnam

Kloster Mar Behnam

Nīnawá

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Das Kloster Mar Behnam liegt nahe der Ortschaft Beth Khdeda im Norden des Irak und ist ein historisches syrisch-katholisches Kloster, das der Legende nach bereits im 4. Jahrhundert von König Senchareb errichtet wurde. Es wurde als Sühne für das Martyrium seines Sohnes Mar Behnam und seiner Tochter Sarah gegründet, die zum Christentum konvertierten. Das Kloster ist seit Jahrhunderten ein bedeutender religiöser Ort: Zunächst gehörte es zur Kirche des Ostens, später wurde es von der Syrisch-Orthodoxen und der Syrisch-Katholischen Kirche verwaltet. Es weist Inschriften mongolischer christlicher Pilger auf, die aus dem 1200er-Jahren stammen, und wurde mehrfach renoviert – darunter 1164 sowie im 13. Jahrhundert, zur Mitte. Der Ort überstand auch Phasen großer Not, vor allem im 18. Jahrhundert durch regionale Konflikte und Überfälle. In der Neuzeit war das Kloster eine Pilgerstätte sowohl für Christen als auch für Muslime, bis es 2014–2015 von den ISIS-Kräften auf unrechtmäßigem Wege in Besitz genommen und schwer beschädigt wurde – einschließlich der Zerstörung des Grabes von Mar Behnam. Nach der Befreiung durch die irakischen Sicherheitskräfte im Jahr 2016 wurde die umfangreiche Restaurierung bis 2018 abgeschlossen, sodass das Kloster wieder in seinem Zustand vor der ISIS-Besetzung war. Bis heute steht es in der Region als Symbol für Widerstandskraft und geistiges Erbe.

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Tipp: Besucher sollten ihren Ausflug in den nördlichen Irak außerhalb der extremen Wetterphasen einplanen, damit die Reise angenehm bleibt. Aufgrund der jüngeren Geschichte von Konflikten und Restaurierungen wird empfohlen, vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen für den Zugang sowie aktuelle Sicherheitsinformationen zu prüfen. Tickets oder geführte Touren könnten über lokale kirchliche Stellen oder Tourismusämter erhältlich sein; ein vorheriger Kauf kann den Einlass erleichtern. Angemessene, schlichte Kleidung ist angebracht, da es sich um einen aktiven religiösen Ort handelt. Besucher sollten die heilige Bedeutung des Klosters und seines Geländes respektieren.

Interessante Fakten

  • Das Kloster enthält mongolische Inschriften, die von christlichen Pilgern im 1200er-Jahrhundert hinterlassen wurden.
  • Es wurde mehrfach renoviert, besonders 1164 sowie zwischen 1250 und 1261.
  • 2014 wurde das Kloster von ISIS übernommen und schwer beschädigt – darunter die Zerstörung des Grabes des Heiligen Behnam im Jahr 2015.
  • Die Restaurierungsarbeiten wurden bis Dezember 2018 abgeschlossen, um das Kloster wieder in den Zustand vor ISIS zurückzuführen.
  • Das Kloster diente als Wohn- und Begräbnisstätte mehrerer syrisch-orthodoxer Patriarchen.

Geschichte

Der Überlieferung nach wurde das Kloster Mar Behnam im 4.

Jahrhundert von König Senchareb gegründet – als Sühne für das Töten seiner Kinder, die zum Christentum konvertierten.

Zunächst gehörte es zur Kirche des Ostens und kam später unter die Kontrolle der Syrisch-Orthodoxen, wobei Renovierungen im 12.

und 13.

Jahrhundert dokumentiert wurden.

Im Zuge der Konflikte im 18.

Jahrhundert erlitt das Kloster schwere Schäden, unter anderem durch Angriffe von Nader Schah und persischen Herrschern.

Ende des 18.

Jahrhunderts suchten Mönche Schutz bei der katholischen Kirche, was zu einer schrittweisen Umwandlung des Klosters in den syrisch-katholischen Glauben führte.

1819

Kurzzeitig wurde es 1819 verlassen, aber 1839 wieder neu besiedelt.

1986

1986 wurde das Kloster renoviert und blieb bis zur ISIS-Besetzung im Jahr 2014 aktiv; anschließend wurde es befreit und bis 2018 wiederhergestellt.

Ortsführer

1
Grab von Mar Behnam4th century (legendary origin)

Das historische Grab des Heiligen Mar Behnam, ein zentraler religiöser Ort innerhalb des Klosters, der 2015 stark durch ISIS beschädigt und bis 2018 wiederhergestellt wurde.

2
Klosterwandmalereien und Gebäude12th-13th centuries

Die Außenwandmalereien und Gebäude des Klosters tragen Inschriften und Kunstwerke, die auf die mittelalterlichen Renovierungen zurückgehen – darunter mongolische Inschriften aus dem 1200er-Jahrhundert.