Mutanabbi-Straße

Mutanabbi-Straße

Baghdād

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Die Mutanabbi-Straße liegt in Bagdad nahe dem Tigris und ist eine schmale Fußgängerstraße, die als historisches Zentrum des Buchhandels im Irak gilt. Benannt nach dem gefeierten arabischen Dichter Abu al-Tayyib al-Mutanabbi aus dem 10. Jahrhundert, ist die Straße seit jeher ein lebendiger Treffpunkt für Schriftsteller, Dichter, Künstler und Intellektuelle. Entlang der Straße reihen sich Buchhandlungen, offene Buchstände, Cafés wie das ikonische Shabandar Café sowie Kunstgalerien, die Ausstellungen, Buchmessen und Kulturfestivals beherbergen. Die verzierten Backsteinfassaden und die Balkone aus Schmiedeeisen sind mit Lichterketten geschmückt – das schafft eine lebendige und einladende Atmosphäre. Historisch steht die Mutanabbi-Straße für intellektuelle Freiheit und kulturellen Ausdruck, zieht abweichende Stimmen an und fördert den literarischen Diskurs. Obwohl die Straße bei einem Bombenanschlag im Jahr 2007 schwer beschädigt wurde, wurde sie wiederhergestellt und 2008 erneut eröffnet. Dabei wurden Renovierungen vorgenommen, die die Infrastruktur verbesserten, ohne die kulturelle Bedeutung zu beeinträchtigen. Bis heute ist sie ein beliebter Treffpunkt für die Intelligenz Bagdads und für Besucher aus aller Welt – und verkörpert den Geist des irakischen literarischen Erbes und der Widerstandskraft.

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Tipp: Besucher sollten die Mutanabbi-Straße tagsüber und in den frühen Abendstunden erkunden, wenn die Straße besonders belebt ist und Buchläden sowie Cafés geöffnet haben. Der Kauf von Büchern an den zahlreichen Ständen und der Besuch gelegentlicher Kunstausstellungen oder Festivals können die Erfahrung bereichern. Es empfiehlt sich, nachzusehen, ob gerade kulturelle Veranstaltungen oder Messen stattfinden. Obwohl die Straße nach den Renovierungen für Fußgänger freigegeben und sicher ist, sollten Besucher ihre Umgebung stets im Blick behalten. Eine geführte Tour oder ein kultureller Spaziergang kann noch tiefere Einblicke in die reiche Geschichte und Bedeutung der Straße geben.

Interessante Fakten

  • Die Mutanabbi-Straße ist nach Abu al-Tayyib al-Mutanabbi benannt, einem renommierten arabischen Dichter aus dem 10. Jahrhundert.
  • Die Straße gilt als Herz und Seele der Intelligenz Bagdads, weil sich hier zahlreiche Buchläden und kulturelle Orte konzentrieren.
  • Das Shabandar Café, das 1917 in der Mutanabbi-Straße gegründet wurde, war ein wichtiger Treffpunkt für irakische Politiker – darunter auch der ehemalige Premierminister Nuri al-Said.
  • Die Straße inspirierte das arabische Sprichwort: „Kairo schreibt, Beirut veröffentlicht und Bagdad liest.“
  • Bei einem Anschlag mit einem Autobombenattentat im Jahr 2007 starben 26 Menschen, und es kam zu erheblichen Schäden an den Geschäften und der Infrastruktur der Straße.
  • Die Straße wurde 2008 nach Renovierungsarbeiten, darunter neue Gehwege, Beleuchtung und Fassaden, offiziell wiedereröffnet.

Geschichte

Die Mutanabbi-Straße reicht bis in das Abbasidische Kalifat zurück und diente als Bagdads erster Markt für Buchhändler.

1932

Offiziell wurde sie 1932 von König Faisal I.

eröffnet und nach dem klassischen Dichter al-Mutanabbi benannt.

In der Folge entwickelte sie sich zu einem Zentrum für Buchhandlungen, Druckereien und Regierungsbüros.

Im Laufe des 20.

Jahrhunderts spiegelte die Straße die wechselnden politischen Ideologien des Irak wider: Das Buchangebot wandelte sich von marxistischen Schriften in der Zeit von Abd al-Karim Qasim hin zu nationaler, baathistischer Literatur unter Saddam Hussein.

1917

Außerdem beherbergte die Straße seit 1917 das Shabandar Café, einen historischen Treffpunkt für Politiker und Intellektuelle.

2007

2007 beschädigte ein verheerender Bombenanschlag zahlreiche Geschäfte und kostete Menschenleben, doch die Straße wurde wiederhergestellt und 2008 offiziell erneut eröffnet – ein klares Bekenntnis zu ihrer kulturellen Bedeutung.

Ortsführer

1
Der Bogen-Eingang1932

Die Straße beginnt mit einem Bogen, der mit Zitaten von al-Mutanabbi geschmückt ist – und markiert den Eingang zu diesem historischen kulturellen Zentrum.

2
Shabandar Café1917

Das 1917 gegründete, ikonische Café ist seit mehr als einem Jahrhundert ein Treffpunkt für irakische Intellektuelle, Politiker und Künstler.

3
Buchläden und offene Stände

Zahlreiche Buchhandlungen und offene Stände säumen die Straße und bieten eine große Auswahl – von klassischer Poesie bis hin zu modernen politischen Schriften.

4
Statue von al-Mutanabbi
Mohammed Ghani Hikmat

Am Ende der Straße steht eine Statue des Dichters al-Mutanabbi, geschaffen vom Bildhauer Mohammed Ghani Hikmat, mit Blick auf den Tigris.