
Irakisches Museum
Baghdād
Das Irak-Museum in Bagdad ist das nationale Museum des Irak und eine der wichtigsten Sammlungen für mesopotamische Funde weltweit. Es wurde zunächst 1926 gegründet – als Reaktion auf die Bemühungen von Gertrude Bell, irakische Altertümer zu bewahren. Heute umfasst es eine umfangreiche Sammlung über mehr als 5.000 Jahre Geschichte: mit Schätzen der sumerischen, assyrischen und babylonischen Zivilisation. In den Galerien finden sich prachtvollen Goldschmuck aus Nimrud aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., Steinreliefs sowie Keilschrifttafeln aus Uruk, die auf den Zeitraum zwischen 3500 und 3000 v. Chr. datiert sind. Außerdem zeigt das Museum vorislamische und islamische arabische Kunst und spiegelt damit das reiche kulturelle Erbe der Region wider. Trotz erheblicher Plünderungen während des Irak-Kriegs 2003 konnten internationale Bemühungen helfen, einige der gestohlenen Exponate zurückzuholen. Nach Jahren der Renovierung und zunächst nur eingeschränktem Publikumsbetrieb öffnete das Museum 2015 offiziell wieder und setzt damit seine Mission fort, mithilfe seiner einzigartigen Sammlung die Geschichte der menschlichen Zivilisation zu erzählen.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Museums prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und mögliche Sonderausstellungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind die kühleren Monate, um der Sommerhitze in Bagdad zu entgehen. Wenn verfügbar, wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen; zudem können Ermäßigungen für Studierende und Gruppen gelten. Geführte Touren können das Erlebnis deutlich bereichern, da sie den historischen Hintergrund ausführlich einordnen.
Interessante Fakten
- •Das Irak-Museum besitzt Exponate, die über 10.000 Jahre alt sind und einen Teil der frühesten menschlichen Zivilisationen repräsentieren.
- •Die Goldsammlung aus Nimrud umfasst erlesenen Schmuck aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. sowie Figuren aus wertvollen Steinen.
- •Trotz umfangreicher Plünderungen im Jahr 2003 konnten viele Exponate dank internationaler Zusammenarbeit erfolgreich zurückgewonnen werden.
- •Die Ausstellungen sind zweisprachig auf Arabisch und Englisch beschriftet – ein Hinweis auf die britischen Wurzeln und die internationale wissenschaftliche Arbeit.
Geschichte
Das 1926 gegründete Institut hieß zunächst Baghdad Antiquities Museum und wurde ins Leben gerufen, um Iraks archäologisches Erbe nach umfangreichen Ausgrabungen nach dem Ersten Weltkrieg zu schützen.
Gertrude Bell, eine britische Archäologin, spielte bei der Gründung eine entscheidende Rolle und war die erste Direktorin.
1966 zog das Museum in sein heutiges großes Gebäude im Viertel Al-Ṣāliḥiyyah um und wurde in Iraq Museum umbenannt.
Zu den bedeutenden Ereignissen zählen auch Plünderungen während des Irak-Kriegs 2003, die internationale Rückholaktionen nach sich zogen.
2015 öffnete das Museum nach Jahren der Restaurierung offiziell wieder.
Ortsführer
Nimrud-Goldkollektion9. Jahrhundert v. Chr.
Diese Galerie zeigt Goldschmuck und Figuren aus Edelsteinen aus der antiken Stadt Nimrud, datiert auf das 9. Jahrhundert v. Chr., und rückt die meisterhafte Handwerkskunst des assyrischen Reichs in den Fokus.
Uruk-Schätze3500-3000 v. Chr.
Mit Steinreliefs und Keilschrifttafeln aus Uruk, datiert auf den Zeitraum zwischen 3500 und 3000 v. Chr., vermittelt diese Ausstellung Einblicke in eine der frühesten urbanen Zivilisationen der Welt.
Galerien für vorislamische und islamische arabische Kunst
Diese Galerien zeigen Artefakte und Kunstwerke, die die kulturelle und religiöse Geschichte der Arabischen Halbinsel vor und nach dem Aufstieg des Islam veranschaulichen.