Babylon

Babylon

Bābil

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Babylon war eine bedeutende antike Stadt am unteren Euphrat im Süden Mesopotamiens, im heutigen Hillah (Irak). Sie war das wichtigste kulturelle und politische Zentrum von Babylonien, einer akkadischsprachigen Region. Die Stadt wurde zunächst als kleine Ortschaft während des Akkadischen Reiches gegründet und erlangte im 18. Jahrhundert v. Chr. unter König Hammurabi große Bedeutung. Hammurabi etablierte das Altbabylonische Reich und machte die Stadt erheblich größer. Später wurde Babylon zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. zur Hauptstadt des Neu-Babylonischen Reiches. Berühmt war sie für architektonische Meisterwerke wie die Mauern von Babylon und die legendären Hängenden Gärten – die als eines der Sieben Weltwunder der Antike gelten. Obwohl es wegen fehlender babylonischer Belege Zweifel an der Existenz der Gärten gibt, überdauerte Babylons Einfluss durch aufeinanderfolgende Reiche, darunter die Achämeniden und die Seleukiden. Die Stadt gehörte zu den größten der antiken Welt und könnte die erste gewesen sein, die 200.000 Einwohner übertraf. Heute ist Babylon UNESCO-Welterbestätte und zieht vor allem Besucher aus dem Irak an, doch der moderne Ausbau gefährdet den Erhalt der Ruinen.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Babylon sind die kühleren Monate, um die intensive Sommerhitze im Süden des Iraks zu vermeiden. Wer mehr über die historische Bedeutung des Ortes erfahren möchte, sollte die Buchung einer geführten Tour in Betracht ziehen. Aufgrund von Regeln vor Ort und den Bemühungen zum Schutz des Geländes kann es erforderlich sein, Tickets oder Genehmigungen im Voraus zu kaufen. Beachten Sie, dass es sich bei dem Gelände größtenteils um archäologische Ruinen mit nur begrenzter Infrastruktur handelt – planen Sie entsprechend. Möglicherweise gibt es moderate Eintrittsgebühren sowie Ermäßigungen für bestimmte Gruppen. Befolgen Sie die lokalen Vorgaben, um dieses unschätzbare Erbe zu bewahren.

Interessante Fakten

  • Babylon war möglicherweise die erste Stadt, die eine Bevölkerungszahl von über 200.000 Menschen erreichte.
  • Die Mauern von Babylon galten als eine der beeindruckendsten Befestigungsanlagen der antiken Welt.
  • Die Hängenden Gärten von Babylon, eines der Sieben Weltwunder der Antike, haben keine direkten babylonischen schriftlichen Belege – das führt zu Debatten über ihre Existenz.
  • Babylon wurde 2019 als UNESCO-Welterbestätte eingetragen.
  • Der Name der Stadt bedeutet im Akkadischen „Tor des/der Gott(es)“ und spiegelt ihre religiöse Bedeutung wider.

Geschichte

2200

Babylon tauchte erstmals als kleine Ortschaft im Akkadischen Reich um 2200 v.

Chr.

auf.

Unter Hammurabi wuchs es im frühen 2.

Jahrtausend v.

Chr.

zu einer unabhängigen Stadtstaat heran und wurde zum Zentrum des Altbabylonischen Reiches.

626

Nach Phasen der Herrschaft durch assyrische, kassitische und elamische Mächte wurde die Stadt wieder aufgebaut und erblühte als Hauptstadt des Neu-Babylonischen Reiches von 626 bis 539 v.

Chr.

Später geriet sie unter die Kontrolle der Achämeniden, Seleukiden, Parther, Römer, Sassaniden und muslimischer Reiche.

Die letzte Besiedlung wurde im 11.

Jahrhundert n.

Chr.

als kleines Dorf namens Babel verzeichnet.

Ortsführer

1
Mauern von Babylon6. Jahrhundert v. Chr.

Massive Verteidigungsmauern zum Schutz der Stadt, in der Antike wegen ihrer Größe und Stärke berühmt – und eines der Sieben Weltwunder der Antike.

2
Stätte der Hängenden Gärtenca. 600 v. Chr.

Vermuteter Ort der legendären Hängenden Gärten, berühmt für ihre außergewöhnlichen Terrassen mit üppiger Vegetation – auch wenn ihre tatsächliche Existenz umstritten ist, weil es an babylonischen Aufzeichnungen mangelt.

3
Ruinen der antiken Stadt

Archäologische Ruinen mit Tempeln, Palästen und städtischen Strukturen, die die historische und kulturelle Bedeutung Babylons im Mesopotamien zeigen.