Basra Museum

Al Başrah

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Das Basrah Museum liegt am Ufer des Flusses Shatt al-Arab und ist in einem ehemaligen Palast von Saddam Hussein untergebracht, etwa 3 km südöstlich des historischen Stadtzentrums von Basra. Das Museum wurde im März 2019 für die Öffentlichkeit geöffnet und präsentiert über 2.500 Exponate aus dem mesopotamischen, babylonischen, persischen Zeitalter sowie der islamischen Epoche, die für das kulturelle Erbe von Basra von Bedeutung ist. Der ottomanische Baustil greift traditionelle Basrian shanasheels auf und führt zu einer mit einer Kuppel überdachten Eingangshalle, von der aus mehrere Galerien zugänglich sind. Die Sammlungen des Museums sind in vier Hauptgalerien unterteilt: Assyrisch, Babylonisch, Sumerisch und Basrah – jeweils mit Fokus auf unterschiedliche historische Epochen und Kulturen. Zu den Außenanlagen gehören traditionelle Schilf-Gästehäuser und Boote aus den Mesopotamischen Sümpfen, die das kulturelle Erlebnis weiter bereichern. Mit der Wiedereröffnung setzte das Museum nach seiner Schließung und Plünderung im Jahr 1991 ein bedeutendes kulturelles Zeichen der Erneuerung, unterstützt durch internationale Zusammenarbeit – unter anderem mit dem British Museum und britischen Kulturorganisationen.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Basra Museum sind die kühleren Monate, damit Sie die zahlreichen Galerien und Außenbereiche in Ruhe erkunden können. Besucher sollten die Öffnungszeiten prüfen und – falls verfügbar – Tickets vorab reservieren, insbesondere an Feiertagen oder bei lokalen Veranstaltungen. Das Museum bietet ein abwechslungsreiches kulturelles Erlebnis; häufig gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Geführte Touren können helfen, die komplexen historischen Hintergründe der Exponate besser einzuordnen. Die Regeln zur Fotografie sollten vor Ort bestätigt werden.

Interessante Fakten

  • Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Palast von Saddam Hussein.
  • Es beherbergt Funde, die bis zurück zu 6000 v. Chr. reichen.
  • Das Gebäude verfügt über eine ottomanische Architektur mit traditionellen Basrian shanasheels.
  • Das Museum wurde 1991 geplündert und später als Militärbasis genutzt, bevor es restauriert wurde.
  • Internationale Zusammenarbeit – darunter die Unterstützung durch das British Museum – war entscheidend für die Wiedereröffnung.
  • Die Außenanlage zeigt traditionelle Schilf-Gästehäuser sowie Boote aus den Mesopotamischen Sümpfen.

Geschichte

1991

Ursprünglich war das Basrah Museum in einem Palast untergebracht, der später zu einem Museum wurde, jedoch 1991 im Zuge der politischen Unruhen am Ende des ersten Golfkriegs geschlossen und geplündert wurde.

2003

Nach der Invasion des Irak im Jahr 2003 diente das Gebäude britischen, irakischen und US-Streitkräften als Militärbasis.

2010

Die Restaurierungs- und Wiedereröffnungsarbeiten begannen 2010 mit internationaler Unterstützung, unter anderem durch das British Museum und britische Kulturfördermittel.

2016

Die erste Galerie wurde 2016 eröffnet, und 2019 erfolgte die offizielle vollständige Wiedereröffnung mit mehreren Galerien, die Exponate zeigen, die bis zu 6000 v.

Chr.

zurückreichen – ein Symbol für eine kulturelle Renaissance der Stadt Basra.

Ortsführer

1
Assyrische Galerie9th-8th century BCE

Diese Galerie präsentiert Exponate vor allem aus dem Neuassyrischen Reich (9.–8. Jahrhundert v. Chr.), darunter bemerkenswerte Steinplatten wie die Lamashtu-Plakette.

2
Babylonische Galeriec. 1600-1100 BCE

Der babylonischen Epoche gewidmet und mit Fokus auf die Kassiten-Dynastie (ca. 1600–1100 v. Chr.), umfasst diese Galerie unter anderem Statuen wie den Mann von Tell al-Rimah.

3
Sumerische Galerie5500 BCE - c. 2000 BCE

Zeigt Materialien aus der Halaf-Kultur (5500 v. Chr.) bis hin zur Dritten Dynastie von Ur (ca. 2000 v. Chr.) – darunter Tongefäß-Siebe und weitere frühe Artefakte.

4
Galerie BasrahIslamic period

Konzentriert sich auf Artefakte aus der islamischen Epoche, die mit Basra in Verbindung stehen. Zu sehen sind unter anderem Tongefäße, Glasgefäße, Terrakotta-Figuren sowie eine bedeutende numismatische Sammlung, darunter auch hellenistische Münzen.

5
Außenbereich

Bietet traditionelle Schilf-Gästehäuser (mudhifs) und eine Reihe von Booten, wie sie typisch für die Mesopotamischen Sümpfe sind – und gewährt so Einblicke in das lokale kulturelle Erbe.