Stausee Tawa

Stausee Tawa

Central India Region

65/10090 min

Der Stausee Tawa ist ein künstlicher See, der durch das Tawa-Staudammprojekt am Tawa-Fluss in Madhya Pradesh (Indien) entsteht. Der zwischen 1958 und 1978 errichtete Damm wurde gebaut, um die landwirtschaftlichen Flächen der Distrikte Narmadapuram und Harda zu bewässern und außerdem Wasserkraft zur Stromerzeugung zu gewinnen. Der Stausee erstreckt sich über ein Einzugsgebiet von etwa 6000 Quadratkilometern und verfügt über ein kleines Wasserkraftwerk mit zwei Turbo-Generatoren (je 6,75 MW). Er bildet die westliche Grenze des Satpura National Park sowie des Bori Wildlife Sanctuary und ist damit ein bedeutendes Ökosystem. Der Stausee ist ein beliebtes Touristenziel, besonders in der Monsunzeit, wenn Besucher die von der Tourismusbehörde organisierten Ausflugsfahrten mit Booten nutzen können. Die Anlage ist seit 2024 als Ramsar-Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung anerkannt und unterstreicht damit ihre ökologische Bedeutung. Die Geschichte des Stausees ist geprägt von sozialen Herausforderungen für verdrängte lokale Gemeinschaften: Sie gründeten Genossenschaften, um ihre Fischereirechte zurückzuerlangen und die Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Heute wird der Stausee vor Wilderei geschützt und dient weiterhin als zentrale Ressource für Bewässerung, Stromerzeugung und Ökotourismus.

Planen Sie Ihre Reise nach Indien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Stausees Tawa sind die Monsunmonate, wenn der Wasserstand hoch ist und die Umgebung besonders grün und lebendig wirkt. Besucher sollten Ausflugsfahrten mit dem Boot am besten im Voraus über die lokale Tourismusbehörde buchen, um sich Plätze zu sichern. Gehen Sie beim Besuch bitte respektvoll mit den nahegelegenen Schutzgebieten für die Tierwelt um und halten Sie sich an die Vorgaben, um die Umwelt zu schonen. Für den allgemeinen Zugang sind keine festen Ticketpreise erforderlich; es empfiehlt sich jedoch, nach möglichen saisonalen Genehmigungen oder Angeboten für geführte Touren zu schauen.

Interessante Fakten

  • Der Stausee Tawa bildet die westliche Grenze des Satpura National Park sowie des Bori Wildlife Sanctuary.
  • Er wurde 2024 als Ramsar-Gebiet von nationaler Bedeutung ausgewiesen und damit sein ökologischer Wert anerkannt.
  • Das Wasserkraftwerk am Stausee wurde in Rekordzeit von 22 Monaten fertiggestellt und nahm 1998 den Betrieb auf.
  • Die lokal verdrängten Gemeinschaften gründeten eine Genossenschaft namens Tawa Matsya Sangh, um die Fischbestände nachhaltig zu managen und ihre Fischereirechte zurückzuerlangen.
  • Die Regierung übernahm später die Fischereirechte, um den Fischbestand vor Übernutzung zu schützen.

Geschichte

1958

Das Projekt zum Tawa-Staudamm begann 1958 und wurde 1978 unter der Leitung von Shri Vinay Kumar Diwan abgeschlossen, der für seinen Einsatz im Bereich des öffentlichen Wohls bekannt war.

Der Damm wurde errichtet, um der Region Bewässerung und Wasserkraft zu liefern.

Allerdings wurden dabei lokale Gemeinschaften verdrängt, die nur unzureichend entschädigt und umgesiedelt wurden.

Im Laufe der Zeit verloren diese Umsiedler ihre Fischereirechte, die zunächst von der Regierung übernommen und später von privaten Unternehmen weitergeführt wurden.

Das führte zu Überfischung und zu Konflikten.

Die betroffenen Gemeinschaften gründeten die Genossenschaft Tawa Matsya Sangh, um nachhaltige Fischereirechte zurückzuerlangen, doch schließlich verloren sie die rechtlichen Auseinandersetzungen, um diese Rechte behalten zu dürfen.

Der Stausee ist heute geschützt, um Fischbestände und Tierwelt zu erhalten.

Ortsführer

1
Tawa Dam1958-1978
Regierung von Madhya Pradesh

Der Damm, der den Stausee geschaffen hat und der zwischen 1958 und 1978 errichtet wurde, liefert Bewässerung und Wasserkraft für die Region.

2
Wasserkraftwerk1998
LNJ Bhilwara-Gruppe

Ein kleines Wasserkraftwerk im privaten Sektor mit zwei Kaplan-Turbinen (je 6,75 MW), das seit 1998 Turbinenwasser aus dem Unterwasserkanal für die Stromerzeugung nutzt.

3
Touristische Ausflugsfahrt mit dem Boot

Bootsfahrten, die von der Tourismusbehörde organisiert werden, ermöglichen es Besuchern, den Stausee zu erkunden und besonders während des Monsuns die schönen Ausblicke zu genießen.